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Duncker & Humblot Wendemarken in der deutschen Verfassungsgeschichte. A1000328113
Duncker & Humblot Wendemarken in der deutschen Verfassungsgeschichte. A1000328113
Spätestens seit Goethes Kommentar zur Kanonade von Valmy »Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus« gehört die »historische Wendemarke« zu den Standard-Metaphern der Geschichtsschreibung. In der Verfassungsgeschichte erfreut sie sich besonderer Beliebtheit. Weil nicht nur jede neue Verfassungs-Urkunde, sondern schon jede auch nur ein wenig über das Kosmetische hinausgreifende Änderung bestehender Verfassungen vorgibt, eine neue Zeit einzuläuten, scheinen die Wendemarken bei ihr besonders dicht gesät zu sein. Die Vereinigung für Verfassungsgeschichte hat bei ihrer Jahrestagung 1991 untersucht ob das zutrifft. Dabei interessierte sie weniger, wo die Wendemarken der deutschen Verfassungsgeschichte festzumachen sind. Im Vordergrund stand die Frage, ob dem Prozeß des Entstehens und Vergehens von Herrschaftsordnungen und Verfassungssystemen gerecht werden kann, wer in ihm nach scharfen Zäsuren sucht. Dieser Frage gehen die Referate jeweils für ihre Zeit nach. Sie knüpfen an bei der Verfestigung der mittelalterlichen Reichsverfassung (Paul-Joachim Heinig), beim Westfälischen Frieden (Georg Schmidt), beim Wandel des politischen Denkens im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert (Thomas Würtenberger), beim Übergang von der ständischen zur staatlichen Verwaltung zur gleichen Zeit (Hans-Peter Ullmann) und bei dem Ringen um den Übergang vom monarchischen zum parlamentarischen Regierungssystem und zum Prinzip der Volkssouveränität (Hans Boldt). Dem »Wendemarken-Denken« begegnen die Referate dabei durchweg mit Skepsis, die sie eindringlich begründen. Weit mehr als abrupte Wenden beobachten die Referenten allmählich einsetzende Wandlungsprozesse, die in aller Regel zunächst fernab vom Verfassungsrecht beginnen, aber allmählich und immer unaufhaltsamer an ihrem Kulminationspunkt eine neue Verfassungsordnung erzwingen. Neue Verfassungen bewirken bei Lichte besehen keine verfassungsrechtlichen Wenden. Sie nehmen nur zu Protokoll, daß sich die Verfassungswirklichkeit einmal mehr so sehr gewandelt hat, daß sich das Verfassungsrecht ihr hat anpassen müssen. Die Diskussionsbeiträge bereichern diesen Befund mit einer Fülle zusätzlicher Belege. Der Tagungsband zeichnet so ein lebendiges Bild von dem, was den Prozeß des verfassungsgeschichtlichen Wandels anstößt und vorantreibt. »Historia non facit saltus« lautet das Ergebnis zu dem die Referate und die Diskussions-Beiträge übereinstimmend kommen. Mit ihm und seiner intensiven Begründung trägt der Band nachhaltig zur allgemeinen Theorie der Verfassungsgeschichte bei.
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BoD – Books on Demand Multiple Sklerose (MS) - Auf ins neue Leben - Mit MS auf neuem Kurs A1060873976
BoD – Books on Demand Multiple Sklerose (MS) - Auf ins neue Leben - Mit MS auf neuem Kurs A1060873976
Wayne Carpendale, Botschafter der Initiative >trotzMS Das Buch zitiert das Gedicht >Stufen Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... Auch die Autoren dieses Buches haben nach dem Schock durch die Diagnose MS ihre Segel neu gesetzt, ihr Leben umgekrempelt und zu neuem Lebensmut gefunden. Sie erzählen ihre Geschichten und möchten anderen Betroffenen damit Mut zu sprechen. Schon Aristoteles sagte: >Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. Das Leben mit MS bringt Einschränkungen mit sich, aber es eröffnet dem Erkrankten auch neue Möglichkeiten, das Leben bewusster zu gestalten. Einige der Autoren, wie die Autorin Heike Urban selbst, sind aktiv bei der Initiative >trotzMS Ganz bewusst kommen hier mehrere Betroffene zu Wort, denn die Auswirkungen der MS sind bei jedem Menschen anders. Dieses Buch richtet sich an alle, die von Multipler Sklerose oder von einer anderen Krankheit betroffen sind und nach neuem Lebenssinn suchen sowie an Menschen, die mehr darüber erfahren möchten, wie Betroffene mit ihrer Erkrankung leben. Dies können z.B. Angehörige oder Personen aus dem Bekannten-, Freundes- oder Kollegenkreis des Erkrankten sein oder Menschen, die Einblicke in die Psyche der Betroffenen gewinnen möchten. Mögen Betroffene aus den Geschichten Mut schöpfen oder Anregungen entnehmen, vor allem aber erfahren: Sie sind nicht allein! Es gibt andere Menschen, denen es ähnlich geht, auch wenn jede MS-Erkrankung individuell verläuft. Gleichzeitig wünschen wir Autoren uns, dass nicht von der Krankheit betroffene Leser etwas Einblick in das Leben der Erkrankten gewinnen und zu besserem Verständnis finden. Die Kernbotschaft des Buches ist wie der Titel schon sagt: Auf ins neue Leben! Denn das Leben ist schön - trotz MS - Heike Urban, Mathilde Urban, Steffi Heinig, Nicole Zahn, Sandra Vetter, Kai Höbler, Kevin Hoffmann...
Sofort lieferbar
12,99€
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BoD – Books on Demand Multiple Sklerose (MS) - Auf ins neue Leben - Mit MS auf neuem Kurs
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Wayne Carpendale, Botschafter der Initiative >trotzMS Das Buch zitiert das Gedicht >Stufen Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... Auch die Autoren dieses Buches haben nach dem Schock durch die Diagnose MS ihre Segel neu gesetzt, ihr Leben umgekrempelt und zu neuem Lebensmut gefunden. Sie erzählen ihre Geschichten und möchten anderen Betroffenen damit Mut zu sprechen. Schon Aristoteles sagte: >Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. Das Leben mit MS bringt Einschränkungen mit sich, aber es eröffnet dem Erkrankten auch neue Möglichkeiten, das Leben bewusster zu gestalten. Einige der Autoren, wie die Autorin Heike Urban selbst, sind aktiv bei der Initiative >trotzMS Ganz bewusst kommen hier mehrere Betroffene zu Wort, denn die Auswirkungen der MS sind bei jedem Menschen anders. Dieses Buch richtet sich an alle, die von Multipler Sklerose oder von einer anderen Krankheit betroffen sind und nach neuem Lebenssinn suchen sowie an Menschen, die mehr darüber erfahren möchten, wie Betroffene mit ihrer Erkrankung leben. Dies können z.B. Angehörige oder Personen aus dem Bekannten-, Freundes- oder Kollegenkreis des Erkrankten sein oder Menschen, die Einblicke in die Psyche der Betroffenen gewinnen möchten. Mögen Betroffene aus den Geschichten Mut schöpfen oder Anregungen entnehmen, vor allem aber erfahren: Sie sind nicht allein! Es gibt andere Menschen, denen es ähnlich geht, auch wenn jede MS-Erkrankung individuell verläuft. Gleichzeitig wünschen wir Autoren uns, dass nicht von der Krankheit betroffene Leser etwas Einblick in das Leben der Erkrankten gewinnen und zu besserem Verständnis finden. Die Kernbotschaft des Buches ist wie der Titel schon sagt: Auf ins neue Leben! Denn das Leben ist schön - trotz MS - Heike Urban, Mathilde Urban, Steffi Heinig, Nicole Zahn, Sandra Vetter, Kai Höbler, Kevin Hoffmann...
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Aschendorff Institutionen unter Druck A1058294932
Aschendorff Institutionen unter Druck A1058294932
Die mit Art. 17 AEUV verbundene Absicht, die Achtung des mitgliedstaatlich gewährleisteten Status der Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Europäischen Union effektiv zu sichern, hat in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs bislang keinen substanziellen Niederschlag gefunden. Vielmehr findet ihr zufolge das Unionsrecht auf religiös geprägte Sachverhalte grundsätzlich reguläre Anwendung, ohne dass hierbei kirchliche oder religiöse Belange eine vorrangige Berücksichtigung erfahren würden. Im Hintergrund dieser Rechtsprechung steht das auf prinzipieller Ebene angesiedelte Problem, dass das Unionsrecht als ein vorwiegend wirtschaftlich ausgerichtetes Recht auf historisch-kulturell gewachsene Rechtsbestände der Mitgliedstaaten trifft. Damit stoßen hier zwei Rechtsmaterien aufeinander, die einer jeweils eigenen Sachlogik folgen: der Verwirklichung eines gemeinsamen Marktes als Instrument der Integration hier, dem Schutz des individuellen und korporierten religiösen Bekenntnisses dort. Hierbei ist das Recht der Europäischen Union im Ansatz funktionell ausgerichtet, während das Staatskirchenrecht im Grundsatz institutionell geprägt ist, spricht es doch die Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht nur in ihrer grundrechtlichen Freiheitsberechtigung, sondern auch und gerade als Institutionen an. Dieser Umstand bildete den Anlass, die 55. „Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche“ der Funktionalität des Europarechts und der Institutionalität des Staatskirchenrechts zu widmen. Der grundsatzbezogene erste Teil der Tagung handelte zum Auftakt von den Perspektiven des Europäischen Gerichtshofes und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, die in ihrer Judikatur nicht nur divergierenden Europäisierungslogiken folgen, sondern in der Folge auch in unterschiedlichem Ausmaß bereit und in der Lage sind, auf nationale staatskirchenrechtliche Prägungen Rücksicht zu nehmen. Hieran schloss sich als zweiter Teil eine Exemplifizierung der Thematik auf den Feldern der Bekleidungsvorschriften und des kirchlichen Arbeitsrechts an. Der dritte Teil schließlich weitete den Blick in doppelter Hinsicht: in rechtsvergleichender Hinsicht durch die Erörterung der Frage, ob auch in anderen Staaten Europas ähnliche Konflikte zwischen Unionsrecht und nationalem Staatskirchenrecht bestehen wie in Deutschland, in interdisziplinärer Hinsicht durch die Eröffnung einer soziologischen Perspektive auf die Funktionslogik der europäischen Einigung auf der einen Seite und die mitgliedstaatliche Sicherung bewährter Institutionen auf der anderen Seite. Mit Beiträgen von Frank Schorkopf Angelika Nußberger Matthias Jestaedt Stefan Greiner Hans Michael Heinig Clemens Albrecht
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Erich Schmidt Verlag Corona im Rechtsstaat A1061895271
Erich Schmidt Verlag Corona im Rechtsstaat A1061895271
Wer hätte sich vor Corona vorstellen können, es schon bald mit Grundrechtseingriffen zu tun zu bekommen, die es zumindest im Westen Deutschlands so seit 1949 nicht gab? Oder wie schnell sich das gesamte gesellschaftliche Leben herunterfahren lässt? Zu schnell? Bleiben in der Krise Bürgerrechte und der Rechtsstaat auf der Strecke? Den Verlauf der gesellschaftlichen Diskussion im ersten Pandemiejahr zeichnet dieses Buch eindrucksvoll nach. Im Austausch zwischen Niko Härting und seinen prominenten Gesprächspartnern entsteht ein vielstimmiges Kaleidoskop zu so vielseitigen wie grundlegenden Fragen einer beispiellosen Krisenlage: - Wie weit hält das Grundgesetz in diesen Krisenzeiten stand, funktioniert die Gewaltenteilung eigentlich noch? - Wie ist die Verhältnismäßigkeit einzelner Maßnahmen zu beurteilen? - Wie ist der Datenschutz zu bewerten, verhindert er die Pandemiebekämpfung? - Wie steht es um die Verlässlichkeit z.B. von Rechenmodellen zum Pandemiegeschehen? - Wer hat das Sagen? Die Wissenschaft, die Exekutive? Die Parlamente, die parlamentarische Opposition? Welche Rolle spielen die Medien? Vielstimmig und kritisch in 39 Interviews: Sie finden Gespräche mit Konstantin Kuhle, Peter Schaar, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Katja Keul, Stefan Brink, Ulrich Kelber, Thomas Ramge, Nikolaus Forgó, Frederick Richter, Konstantin von Notz, Saskia Esken, Henning Tillmann, Ulrich Battis, Kyrill-Alexander Schwarz, Till Steffen, Malte Engeler, Paul Schwartz, Justus Haucap, Linda Teuteberg, René Schlott, Johannes Caspar, Barbara Thiel, Hans Michael Heinig, Horst Dreier, Michael Will, Indra Spiecker, Kai von Lewinski, Andrea Kießling, Johannes Fechner, Florian Schroeder, Manuela Rottmann, Stefan Brink, Paul van Dyk und Jonas Schmidt-Chanasit. Das Buch zum PinG-Podcast: Die vielseitigen Erfahrungen und Perspektiven bekannter Persönlichkeiten, die im PinG-Podcast „Corona im Rechtsstaat“ geteilt wurden, durchleuchten dabei auch viele Nebenfolgen der Krise kritisch – auf den Datenschutz, auf ökonomische und soziale Folgen, auf leere Theater und Hörsäle.
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Duncker & Humblot Wendemarken in der deutschen Verfassungsgeschichte.
Duncker & Humblot Wendemarken in der deutschen Verfassungsgeschichte.
Spätestens seit Goethes Kommentar zur Kanonade von Valmy »Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus« gehört die »historische Wendemarke« zu den Standard-Metaphern der Geschichtsschreibung. In der Verfassungsgeschichte erfreut sie sich besonderer Beliebtheit. Weil nicht nur jede neue Verfassungs-Urkunde, sondern schon jede auch nur ein wenig über das Kosmetische hinausgreifende Änderung bestehender Verfassungen vorgibt, eine neue Zeit einzuläuten, scheinen die Wendemarken bei ihr besonders dicht gesät zu sein. Die Vereinigung für Verfassungsgeschichte hat bei ihrer Jahrestagung 1991 untersucht ob das zutrifft. Dabei interessierte sie weniger, wo die Wendemarken der deutschen Verfassungsgeschichte festzumachen sind. Im Vordergrund stand die Frage, ob dem Prozeß des Entstehens und Vergehens von Herrschaftsordnungen und Verfassungssystemen gerecht werden kann, wer in ihm nach scharfen Zäsuren sucht. Dieser Frage gehen die Referate jeweils für ihre Zeit nach. Sie knüpfen an bei der Verfestigung der mittelalterlichen Reichsverfassung (Paul-Joachim Heinig), beim Westfälischen Frieden (Georg Schmidt), beim Wandel des politischen Denkens im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert (Thomas Würtenberger), beim Übergang von der ständischen zur staatlichen Verwaltung zur gleichen Zeit (Hans-Peter Ullmann) und bei dem Ringen um den Übergang vom monarchischen zum parlamentarischen Regierungssystem und zum Prinzip der Volkssouveränität (Hans Boldt). Dem »Wendemarken-Denken« begegnen die Referate dabei durchweg mit Skepsis, die sie eindringlich begründen. Weit mehr als abrupte Wenden beobachten die Referenten allmählich einsetzende Wandlungsprozesse, die in aller Regel zunächst fernab vom Verfassungsrecht beginnen, aber allmählich und immer unaufhaltsamer an ihrem Kulminationspunkt eine neue Verfassungsordnung erzwingen. Neue Verfassungen bewirken bei Lichte besehen keine verfassungsrechtlichen Wenden. Sie nehmen nur zu Protokoll, daß sich die Verfassungswirklichkeit einmal mehr so sehr gewandelt hat, daß sich das Verfassungsrecht ihr hat anpassen müssen. Die Diskussionsbeiträge bereichern diesen Befund mit einer Fülle zusätzlicher Belege. Der Tagungsband zeichnet so ein lebendiges Bild von dem, was den Prozeß des verfassungsgeschichtlichen Wandels anstößt und vorantreibt. »Historia non facit saltus« lautet das Ergebnis zu dem die Referate und die Diskussions-Beiträge übereinstimmend kommen. Mit ihm und seiner intensiven Begründung trägt der Band nachhaltig zur allgemeinen Theorie der Verfassungsgeschichte bei.
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GRIN Das Stadttheater in Chemnitz
GRIN Das Stadttheater in Chemnitz
Magisterarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 2.0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Kunstgeschichte Erlangen), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Chemnitzer Theater (1837/8) kann man als typisches Beispiel der deutschen Theaterbaugeschichte bezeichnen. Es lässt sich gut in die Anfänge des bürgerlichen Theaterbaus einordnen. Es war zwar nicht eines der ersten, aber doch ein relativ frühes Beispiel dafür. Die Theatergeschichte in Chemnitz spiegelt einen Teil der Entwicklungsgeschichte der Stadt - von einer Kleinstadt zu einer großen Industriemetropole - wider. Sie zeigt auch, dass das Chemnitzer Bildungsbürgertum dem bereits etablierten Leipziger und Dresdner nicht nachstehen wollte und sich selbstbewusst gab. Natürlich konnte der Bau des "Actientheaters" nicht die Qualität eines höfischen Baus wie beispielsweise der kurz danach erbauten Semperoper haben, aber im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einer Actiengesellschaft wurde doch ein Gebäude geschaffen, mit dem sich die Stadt präsentieren konnte.Die Analyse des ersten Zustands zeigt, dass sich der Architekt Heinig wahrscheinlich an den Anweisungen, die der Architekturtheoretiker Stieglitz (1797) vorgab, orientierte und eventuell auch an Bauten, die er während seiner Studienzeit kennengelernt haben könnte, so z. B. das Isartortheater in München.Mit einem Umbau von 1865 versuchte man, einige Mängel, die sich schon bald zeigten, abzumildern oder zu beseitigen. So wurden sowohl an der räumlichen Aufteilung und Dekoration (großzügiges Foyer, Gestaltung des Zuschauerraumes) als auch an der technischen Ausstattung des Theaters Änderungen vorgenommen. Letztere sollten vor allem Sicherheitsmängel im Bereich der Treppen und Korridore beheben und Verbesserungen im Zuschauerraum bringen.Erneute Umbaumaßnahmen waren 1924 aufgrund der neuen baupolizeilichen Vorschriften erforderlich. Das hatte zur Folge, dass das frühere Erscheinungsbild des Baus empfindlich gestört wurde. Die Neugestaltung läßt sich den zu dieser Zeit konzipierten Theatergebäuden zuordnen. Als herausragend kann die neue, fortschrittliche Bühne von Linnebach angesehen werden.Trotz der mäßigen Quellenlage im Stadtarchiv Chemnitz ist es gelungen, die verschiedenen Inneren Einrichtungen und Äusseren Ansichten nachzuzeichnen. Neben den Beschreibungen des Baus und den Vergleich mit gleichrangigen Theatern, war es notwendig, einige Risse zu rekonstruieren, so dass man sich heute wieder einen Eindruck von den verschiedenen Zuständen des Baus verschaffen kann und ihn in den deutschen Theaterbau einzuordnen.
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GRIN Das Stadttheater in Chemnitz A1005672073
GRIN Das Stadttheater in Chemnitz A1005672073
Magisterarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 2.0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Kunstgeschichte Erlangen), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Chemnitzer Theater (1837/8) kann man als typisches Beispiel der deutschen Theaterbaugeschichte bezeichnen. Es lässt sich gut in die Anfänge des bürgerlichen Theaterbaus einordnen. Es war zwar nicht eines der ersten, aber doch ein relativ frühes Beispiel dafür. Die Theatergeschichte in Chemnitz spiegelt einen Teil der Entwicklungsgeschichte der Stadt - von einer Kleinstadt zu einer großen Industriemetropole - wider. Sie zeigt auch, dass das Chemnitzer Bildungsbürgertum dem bereits etablierten Leipziger und Dresdner nicht nachstehen wollte und sich selbstbewusst gab. Natürlich konnte der Bau des "Actientheaters" nicht die Qualität eines höfischen Baus wie beispielsweise der kurz danach erbauten Semperoper haben, aber im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einer Actiengesellschaft wurde doch ein Gebäude geschaffen, mit dem sich die Stadt präsentieren konnte.Die Analyse des ersten Zustands zeigt, dass sich der Architekt Heinig wahrscheinlich an den Anweisungen, die der Architekturtheoretiker Stieglitz (1797) vorgab, orientierte und eventuell auch an Bauten, die er während seiner Studienzeit kennengelernt haben könnte, so z. B. das Isartortheater in München.Mit einem Umbau von 1865 versuchte man, einige Mängel, die sich schon bald zeigten, abzumildern oder zu beseitigen. So wurden sowohl an der räumlichen Aufteilung und Dekoration (großzügiges Foyer, Gestaltung des Zuschauerraumes) als auch an der technischen Ausstattung des Theaters Änderungen vorgenommen. Letztere sollten vor allem Sicherheitsmängel im Bereich der Treppen und Korridore beheben und Verbesserungen im Zuschauerraum bringen.Erneute Umbaumaßnahmen waren 1924 aufgrund der neuen baupolizeilichen Vorschriften erforderlich. Das hatte zur Folge, dass das frühere Erscheinungsbild des Baus empfindlich gestört wurde. Die Neugestaltung läßt sich den zu dieser Zeit konzipierten Theatergebäuden zuordnen. Als herausragend kann die neue, fortschrittliche Bühne von Linnebach angesehen werden.Trotz der mäßigen Quellenlage im Stadtarchiv Chemnitz ist es gelungen, die verschiedenen Inneren Einrichtungen und Äusseren Ansichten nachzuzeichnen. Neben den Beschreibungen des Baus und den Vergleich mit gleichrangigen Theatern, war es notwendig, einige Risse zu rekonstruieren, so dass man sich heute wieder einen Eindruck von den verschiedenen Zuständen des Baus verschaffen kann und ihn in den deutschen Theaterbau einzuordnen.
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