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Königshausen u. Neumann Schmidt, C: Kafkas fast unbekannter Freund A1009841253
Über den Prager Literaten Felix Weltsch (1884- 1964) wissen die meisten Menschen leider nichts. Er ist jedoch zu Unrecht vergessen und war über viele Jahre ein interessanter, mutiger Journalist, Philosoph und Bindeglied im so genannten "engen Prager Kreis" zwischen Franz Kafka und Max Brod. Sein interdisziplinares Schaffen und die dauerhafte Freundschaft zu Zionisten wie seinem Cousin Robert Weltsch, Hugo Bergman und Martin Büber werden hier ebenso beschrieben wie seine Rolle als führender Philosoph, Zionist und Journalist in Prag und dem werdenden Israel der 1940er Jahre bis zu seinem Tod 1964 in Jerusalem. Bisher gibt es nur eine Hand voll Essays zu Felix Weltsch, verstreut auf der ganzen Welt. Hunderte Quellen und Fakten aus zum Teil erstmalig gesichteten privaten und öffentlichen Archiven sowie befragte Zeitzeugen wie Weltschs Verwandte eröffnen nun neue Erkenntnisse u. a. für die Kafka-Forschung. Über Kafkas Leben und Werke weiß man enorm viel. Seine Freunde sind viel weniger bekannt; sie waren jedoch mit ihren Hilfen und Ideen von großer Bedeutung für ihn.Diese Biographie versucht Kafkas wichtigsten Freund neben Max Brod wiederzuentdecken. Das Buch schließt die Promotion des Autors ab und stellt das erste umfassende Werk zu Weltsch überhaupt dar.
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Ibidem Der Mensch zwischen Gut und Böse A1026841741
Nicht nur Insider kennen Martin Bubers Erzählungen der Chassidim. Viele haben sie mit Freude und manche sogar laut gelesen. Auch seine Ausführungen über Chuang-tzu und Lao-tse haben Liebhaber gefunden. Ein treuer Kreis von Leserinnen und Lesern schätzt sein tiefgründiges Denken und seine Sprachgewalt. Sie alle werden mit Freude jede neue Veröffentlichung zu Buber in die Hand nehmen. Cornelia Muth macht Bubers Gedanken auch Lesern zugänglich, die mit seinem religionsphilosophischem, doch zugleich überaus welt- und menschenzugewandten Denken noch nicht vertraut sind. Cornelia Muth ist eine versierte Kennerin von Bubers Werk und hat bereits über seine Dialogphilosophie promoviert. Ihre Wertschätzung für seinen liebevollen Blick auf ‚Gott und die Welt‘ ist aus jeder Zeile dieses kleinen und doch sehr gewichtigen Bändchens zu spüren. Sie ordnet darin Aussagen aus seinem gesamten Werk nach neun klassischen geistig-seelischen Konflikten, die auch Menschen von heute aufwühlen und das Leben schwer machen: Zorn, Stolz, Täuschung, Neid, Habsucht, Frucht, Unersättlichkeit, Lust und Trägheit. Diese Einteilung stammt aus der Sufi-Tradition, aber alle Menschen kennen diese zentralen inneren Konflikte, aufwühlende Emotionen oder Einstellungen aus eigener Erfahrung. Muth interpretiert sie als Persönlichkeitsstrukturen, mit denen man konstruktiv umgehen kann. Dabei stützt sie sich auf die von Buber beschriebenen sechs Entwicklungsschritte der chassidischen Lehre. Vielleicht macht die konkrete Fragestellung dieses Büchlein so lesbar - wie sich jedes philosophische Werk leichter erschließt, wenn wir es mit einer Frage im Herzen lesen. Die pädagogische Berufserfahrung Muths, die zurzeit an der Fachhochule Bielefeld im Bereich Sozialwesen lehrt, hat ihr dieses Herangehen wohl nahegelegt. Diesem kleinen und feinen Büchlein ist eine weite Verbreitung zu wünschen, denn es macht Appetit auf mehr Buber-Lektüre. Sylvia Wetzel, Publizistin, Berlin
3 - 5 Tagen
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Rombach Wissenschaft Hofmannsthal – Jahrbuch zur Europäischen Moderne A1059427060
Das Hofmannsthal – Jahrbuch zur europäischen Moderne erscheint seit 1993 und gilt als das wichtigste Organ der Hofmannsthal-Forschung. Es stellt die Werke Hugo von Hofmannsthals (1874–1929) in den ästhetischen und sozialhistorischen Kontext der europäischen Kultur der Moderne und bietet neben der Veröffentlichung bisher unpublizierter Briefwechsel Beiträge namhafter WissenschaftlerInnen zur Literatur, bildenden Kunst, Philosophie, Psychologie, Politik, zu Tanz und Theater der Jahrhundertwende: Inhalt des diesjährigen Bandes: Teodor de Wyzewa: Le Symbolisme de M. Mallarmé Herausgegeben und übersetzt von Rudolf Brandmeyer und Friedrich Schlegel Emil Saudek, Otokar Březina und Hugo von Hofmannsthal – Textgeflechte Mitgeteilt von Lucie Merhautová Arthur Schnitzlers ungarische Interviews Herausgegeben von Martin Anton Müller, übersetzt von Sándor Tatár Klaus E. Bohnenkamp: Rudolf Kassner und Martin Buber. Eine fast vergessene Beziehung Wolfram Malte Fues: Passagen zum »Passagen-Werk«. Hofmannsthals Zeichendeuter und Priesterzögling Joachim Seng: »das ahnungsvolle Geschäft der Poesie«. Paul Celans Hofmannsthal-Rezeption und das Gedicht »À la pointe acérée« Jutta Müller-Tamm: Eugen Bleuler besucht Gottfried Keller oder Das Hechtgrau der Maultrommel: Synästhesie im »Landvogt von Greifensee« Matthias Schöning: Der Bäckermeister. Theorie und Praxis der Ehre in Schnitzlers »Lieutenant Gustl« Konstanze Fliedl: Hysterie und Katharsis. Hermann Bahrs Schauspiel »Die Andere« David Brehm / Lotta Ruppenthal: Was nie gedruckt wurde, lesen. Lektüren des »weißen Flecks« in der Wiener und Prager Zeitungskultur des Ersten Weltkriegs Marcel Krings: »Aber nichts von Verantwortung«. Schuld, Gesetz und Literatur in Kafkas »Eine kleine Frau« Volker Mergenthaler: Erich Kästners »Spuk in Genf«. Zeitungslektüren vor der neunten Völkerbundkonferenz
1 - 2 Wochen
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Neue Stadt Alles wirkliche Leben ist Begegnung A1071861424
Worte voller Weisheit und Menschlichkeit. Jetzt mit einer biografischen Skizze Weisheit und Humanität sprechen für sich. Eine qualifizierte Auswahl von prägnanten Worten, kurzen Geschichten und Texten von Martin Buber geben Einblicke in sein Denken. Es sind Worte eines großen Suchend-Glaubenden, eines Menschen, dessen Leben sein Reden beglaubigt hat: eine Annäherung an das, wovon wir Menschen leben, was Menschsein, was »alles wirkliche Leben« ausmacht. Jetzt ergänzt um eine Skizze seines Lebens vom Buber-Biografen Dr. Bernd Aretz 15.000 verkaufte Exemplare und eine ungebrochene Nachfrage zeugen von der Sehnsucht nach Weisheit und Humanität - auch und gerade in unserer Zeit. »Ich werde am Du. Ich werdend spreche ich Du.« »Das innere Gefüge des menschlichen Zusammenlebens kann nur durch ein Neuwerden und Echtwerden der Beziehungen von Mensch zu Mensch, von Gruppe zu Gruppe und so auch von Volk zu Volk erneuert werden.« »Es gibt etwas, was man an einem einzigen Ort in der Welt finden kann. Es ist ein großer Schatz, man kann ihn die Erfüllung des Daseins nennen. Und der Ort, an dem dieser Schatz zu finden ist, ist der Ort, wo man steht.« »Wenn an Gott glauben bedeutet, von ihm in der dritten Person reden zu können, glaube ich nicht an Gott. Wenn an ihn glauben bedeutet, zu ihm reden zu können, glaube ich an Gott.«
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Ibidem Phänomenologische Praxisentwicklungsforschung Band II A1055861931
Praxisentwicklungsforschung ist unbequem. Sie entzieht sich dem neoliberalen Warencharakter der Wissenschaften. Im phänomenologischen Modus ist ihr Geschehen „auf die wirkende Wirklichkeit des Jetzt und Hier“ (Martin Buber) fokussiert. Die zu spürende Kraft wächst aus der dialogischen Beziehung. An ihr kann und muss ich als Mensch unmittelbar teilnehmen, will ich sie erleben. Der entstehende Prozess ist dabei methodologisch unverfügbar. In dieser Paradoxie stehen phänomenologische Praxisentwicklungsforscher*innen: Sie beforschen Praxis, ohne diese kontrollieren zu können, oder anders: Sie begegnen Praktiker*innen auf Augenhöhe und werden somit auch Objekt wie Subjekt der Forschung. Sie verschriftlichen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und spüren, wie erlebte Wirklichkeit mit Worten nicht einzufangen ist. So stellt auch das Bild auf der Titelseite des vorliegenden Bandes einen Versuch dar, die komplexe Beziehungswirklichkeit mit ihren vielfältigen Zwischen-Räumen als kreative Verwurzelung darzustellen. Und doch gewinnen die Praxisentwicklungsforscher*innen eine „erneute Beziehung zur Wirklichkeit“ (Buber). Als intentionales Bewusstsein geschieht dieser Vorgang in unserem „persönlichen Dasein“ absichtslos: „Das Dasein ist nicht auf diese Wirkung gerichtet, es ist nur eben, wie es ist, und darum wirkt es, was es wirkt“ (Buber). Hervordringen können dann wahrzunehmende Wahrheit und echtes Vertrauen als Ausdruck einer dialogischen Zwischenmenschlichkeit. Auf dieses Zwischen vertraut Praxisentwicklungsforschung und gibt den teilnehmenden Menschen Raum, die Verantwortung für den eigenen Lebensweg bewusster wahrzunehmen. Der vorliegende Band zeigt Wege auf, den konzeptionellen Zugang zum Verfahren der Praxisentwicklungsforschung zu erleichtern, und konkretisiert die Anwendung durch zwei Beispiele aus der dialogorientierten Erlebnispädagogik für Kindertageseinrichtungen sowie durch eine Evaluation Dialogischer Lehre an der Hochschule.
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Jüdischer Verlag Verlorener Kontinent A1027127578
Natan Zach wurde am 13. Dezember 1930 als Harry Seitelbach in Berlin geboren. Seine Mutter war Italienerin, der Vater ein deutscher Jude. 1936 wanderte die Familie nach Haifa im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina aus. Ende der 1940er Jahre nahm Harry Seitelbach den Namen Zach (hebr. rein, lauter) an. Er nahm 1948 am israelisch-arabischen Krieg teil. Zach studierte bei Martin Buber und Gershom Scholem und gehörte seit 1952 der literarisch einflussreichen Gruppe Likrat (hebr. entgegen) an. Mit seinem ersten Gedichtband (1955) wurde Zach zu einem Protagonisten der israelischen Moderne. Der nüchterne, oft ironische, immer musikalische Ton seiner Poesie verbindet die gesprochene Sprache mit dem biblischen und rabbinischen Hebräisch. In den politischen Auseinandersetzungen des Landes ist seine Stimme unüberhörbar. 1967 übersetzte er zusammen mit dem palästinensischen Dichter Rashid Hussein arabische Volkslieder. Mit dem Band »Verlorener Kontinent« erscheint sein Werk erstmals in einer Auswahl auf Deutsch.
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De Gruyter Ursprung und Anfänge der Kabbala A1000463703
Der gebürtige Berliner Gershom Scholem (1897 - 1982), der 1923 nach Jerusalem emigrierte, wurde einer breiteren Öffentlichkeit zunächst hauptsächlich als der Freund und Nachlaßverwalter Walter Benjamins, als Schüler, Verehrer und Antipode Martin Bubers und als Kritiker Franz Rosenzweigs bekannt. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde die ungewöhnliche Breite und Tiefe seines Denkens zunehmend als herausragender Beitrag zur europäischen Geistesgeschichte erkannt. Heute gilt Scholem als einer der führenden Intellektuellen Westeuropas und Amerikas und einer der wichtigsten Juden des 20. Jahrhunderts überhaupt. Im Zentrum von Scholems schier unüberschaubaren Veröffentlichungen stand die Erforschung der als Kabbala bezeichneten jüdischen Mystik und mittelalterlichen Esoterik. Erst durch seine kritische Erfassung und Untersuchung der Quellen wurde es möglich, diese reichen, geheimnisvollen und versunkenen Traditionen jüdischer Geschichte zu entschlüsseln. Aus der Fülle seiner Publikationen ragt das Buch über "Ursprung und Anfänge der Kabbala" (1948 auf Hebräisch erschienen) heraus, das Scholem im persönlichen Gespräch als sein Hauptwerk bezeichnete. Die Neuauflage dieses Klassikers wird durch ein Geleitwort von Ernst Ludwig Ehrlich eröffnet, dessen persönlicher Verbindung zu Scholem und unermüdlichem Einsatz es zu verdanken ist, daß Scholems Werk 1962 überhaupt in einer deutschen Ausgabe erscheinen konnte. In einem ausführlichen Nachwort würdigt Joseph Dan, Schüler und Nachfolger Scholems auf dem Lehrstuhl für jüdische Mystik an der Hebräischen Universität von Jerusalem, Scholems epochalen Beitrag zur kritischen Erforschung der jüdischen Mystik.
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Jüdischer Verlag Die Schrift, Fachbücher von Franz Rosenzweig
In diesen Aufsätzen äussert sich der jüdische Philosoph und Theologe Franz Rosenzweig vor allem über drei Gebiete: 1. Über die Schrift, das heisst die jüdische Bibel, das Alte Testament der Christenheit, in ihrer Sprachgewalt, ihrem dieser Gestalt einverleibten Inhalt, ihrer geschichtlich einmaligen Aussage und ihrer übergeschichtlichen ewigen Bedeutung, über die Art von Glaubwürdigkeit, die sie, jenseits ernstzunehmender Bibelkritik, besitzt. 2. Über das zwischen den Menschen und zwischen den Völkern eine so prominente und so problematische Rolle spielende Phänomen der Interpretation, der Übersetzung oder Übertragung von Sprache zu Sprache, von Terminologie zu Terminologie. Eingeschlossen sind Proben aus Rosenzweigs eigener Praxis als Übersetzer und Kommentator. 3. Über das neue Denken, das schon während des Ersten Weltkriegs bei Rosenzweig etwa gleichzeitig mit Ferdinand Ebner und Martin Buber einsetzte – im Stern der Erlösung erstmals gipfelte – und später als sogenannter existenzphilosophischer Publikumserfolg Lehrstuhlpräsentation errang. Darüber hinaus werden seine Beiträge zur jüdischen Renaissance speziell auf dem Gebiet des Erwachsenenbildungswesens durch einzelne grundlegende Texte dokumentiert.
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Matthes & Seitz Verlag Ahnen, Belletristik von Anne Weber K5 095925902
Die Vergangenheit liegt vor uns als ein fremdes, fernes Land. Anne Webers nachdenkliche Erkundungsreise in die Vergangenheit führt in die faszinierende Welt ihres genau hundert Jahre vor ihr geborenen Urgrossvaters Florens Christian Rang, zu dessen Freunden und Korrespondenzpartnern Walter Benjamin, Martin Buber und Hugo von Hofmannsthal zählten. Sie führt uns schliesslich bis in ein Dorf bei Posen, in dem der protestantische Theologe, Jurist, Philosoph und Schriftsteller eine Zeit lang als Pfarrer tätig war. Anne Weber spürt den Widersprüchen und Krisen, den Abrechnungen und Aufbrüchen ihres Urgrossvaters, der hier unter dem Namen Sanderling auftritt, nach, indem sie seine Schriften liest, seine Briefe und Tagebücher entziffert und schliesslich eine Reise auf seinen Spuren nach Polen unternimmt. Auf dem Weg zu diesem leidenschaftlichen und gespaltenen Menschen durch das Dickicht der Zeit stellt sich immer wieder ein gewaltiges Hindernis in den Weg: die deutsche und familiäre Vergangenheit, wie sie nach Sanderlings Tod 1924 weiterging. Und damit die Frage, wie es sich lebt mit einer Geschichte, die man nicht loswerden kann.
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Jüdischer Verlag Die Schrift A1054584343
In diesen Aufsätzen äußert sich der jüdische Philosoph und Theologe Franz Rosenzweig vor allem über drei Gebiete: 1. Über die »Schrift«, das heißt die jüdische Bibel, das Alte Testament der Christenheit, in ihrer Sprachgewalt, ihrem dieser Gestalt einverleibten Inhalt, ihrer geschichtlich einmaligen Aussage und ihrer übergeschichtlichen ewigen Bedeutung, über die Art von Glaubwürdigkeit, die sie, jenseits ernstzunehmender »Bibelkritik«, besitzt. 2. Über das zwischen den Menschen und zwischen den Völkern eine so prominente und so problematische Rolle spielende Phänomen der Interpretation, der Übersetzung oder Übertragung von Sprache zu Sprache, von »Terminologie« zu Terminologie. Eingeschlossen sind Proben aus Rosenzweigs eigener Praxis als Übersetzer und Kommentator. 3. Über das »neue Denken«, das schon während des Ersten Weltkriegs bei Rosenzweig etwa gleichzeitig mit Ferdinand Ebner und Martin Buber einsetzte – im »Stern der Erlösung« erstmals gipfelte – und später als sogenannter existenz-philosophischer Publikumserfolg Lehrstuhlpräsentation errang. Darüber hinaus werden seine Beiträge zur jüdischen Renaissance speziell auf dem Gebiet des Erwachsenenbildungswesens durch einzelne grundlegende Texte dokumentiert.
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Frölich und Kaufmann Ahnen 7169754
Die Vergangenheit liegt vor uns als ein fremdes, fernes Land. Anne Webers nachdenkliche Erkundungsreise in die Vergangenheit führt in die faszinierende Welt ihres genau hundert Jahre vor ihr geborenen Urgroßvaters Florens Christian Rang, zu dessen Freunden und Korrespondenzpartnern Walter Benjamin, Martin Buber und Hugo von Hofmannsthal zählten. Sie führt uns schließlich bis in ein Dorf bei Posen, in dem der protestantische Theologe, Jurist, Philosoph und Schriftsteller eine Zeit lang als Pfarrer tätig war. Anne Weber spürt den Widersprüchen und Krisen, den Abrechnungen und Aufbrüchen ihres Urgroßvaters, der hier unter dem Namen Sanderling auftritt, nach, indem sie seine Schriften liest, seine Briefe und Tagebücher entziffert, und schließlich eine Reise auf seinen Spuren nach Polen unternimmt. Auf dem Weg zu diesem leidenschaftlichen und gespaltenen Menschen durch das »Dickicht der Zeit« stellt sich immer wieder ein gewaltiges Hindernis in den Weg: die deutsche und familiäre Vergangenheit, wie sie nach Sanderlings Tod 1924 weiterging. Und damit die Frage, wie es sich lebt mit einer Geschichte, die man nicht loswerden kann.
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Matthes & Seitz Ahnen A1063623183
Die Vergangenheit liegt vor uns als ein fremdes, fernes Land. Anne Webers nachdenkliche Erkundungsreise in die Vergangenheit führt in die faszinierende Welt ihres genau hundert Jahre vor ihr geborenen Urgroßvaters Florens Christian Rang, zu dessen Freunden und Korrespondenzpartnern Walter Benjamin, Martin Buber und Hugo von Hofmannsthal zählten. Sie führt uns schließlich bis in ein Dorf bei Posen, in dem der protestantische Theologe, Jurist, Philosoph und Schriftsteller eine Zeit lang als Pfarrer tätig war. Anne Weber spürt den Widersprüchen und Krisen, den Abrechnungen und Aufbrüchen ihres Urgroßvaters, der hier unter dem Namen Sanderling auftritt, nach, indem sie seine Schriften liest, seine Briefe und Tagebücher entziffert, und schließlich eine Reise auf seinen Spuren nach Polen unternimmt. Auf dem Weg zu diesem leidenschaftlichen und gespaltenen Menschen durch das »Dickicht der Zeit« stellt sich immer wieder ein gewaltiges Hindernis in den Weg: die deutsche und familiäre Vergangenheit, wie sie nach Sanderlings Tod 1924 weiterging. Und damit die Frage, wie es sich lebt mit einer Geschichte, die man nicht loswerden kann.
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Passagen Toleranz, Fachbücher von Daniel Bischur, Manfred Prisching
Was sind Dimensionen der Idee und des Prinzips der Toleranz? Wie lässt sie sich auf der Grundlage allgemeiner sozialontologischer Analysen des Zusammenlebens in der heutigen Gesellschaft moralisch begründen? Der Begriff der Toleranz verweist in seiner historischen Dimension auf vielfältige kulturelle, religiöse, gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Bischur stellt dies zunächst anhand der wichtigsten Autoren aus der Geschichte des Denkens über Toleranz dar (Nicolaus von Cues, Sebastian Castellio, John Locke, Gotthold Ephraim Lessing und John Stuart Mill). Seine systematische Analyse des Prinzips der Toleranz nimmt die Grundfragen der politischen Philosophie in sich auf und untersucht das moralische Prinzip der Toleranz und die Möglichkeiten seiner Begründung. Darlegungen zu anthropologischen und philosophischen Grundfragen des Sozialen (Edmund Husserl, Martin Buber, Max Scheler, Karl Löwith, Alfred Schütz und George Herbert Mead) führen schliesslich zu einer Dialektik von Sozialem und Identität. Das Individuum wird in seiner sozialen Einbettung im Wechselspiel von Identität und Integration sichtbar und zur Grundlage einer moralischen Begründung von Toleranz.
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Haag + Herchen Das Mysterium der Begegnung A1066903507
Begegnung war lange kein Thema in der Theologie. Es gibt im Nachdenken darüber keine einfache Lösung in Bezug auf Vorbedingungen, Verlauf, Inhalt und Konsequenzen. Der Autor Harald Düppe hat sich deshalb mit Bibeltexten beschäftigt, die Orientierung geben können. Im Zentrum stehen dabei Texte zu biblischen Perikopen, die er gewissenhaft aus dem Novum Testamentum Graece/Latine von Nestle/Aland exegetisiert. Düppe arbeitet sehr eigenständig eine biblische Phänomenologie heraus. Sein Zugang zu den Texten ist philologisch-linguistisch-strukturalistisch. Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis lebenslanger Beschäftigung mit dem Thema Begegnung. Der Untertitel Philosophische und biblische Vergewisserungen vor dem Hintergrund des jüdisch-christlichen Dialogs macht den Zugang zum Thema deutlich. Nach einer kritischen Analyse der Postmoderne stellt der Autor die Frage, ob in der medialen Kommunikation Begegnung im Sinne der Exegesen überhaupt möglich ist. Abschließende Gedanken münden in die Frage der Begegnung von Juden und Christen. Hier finden sich ermutigende und hoffnungsvolle Überlegungen dank langjährigen Eigenstudiums, Unterricht in Schulen, Besuch von Seminaren an der Jüdischen Hochschule in Heidelberg oder auch bei interkulturellen Begegnungen in Bolivien, als Mitglied in nationalen und internationalen Gremien im christlichjüdischen Gespräch (Denkendorfer Kreis, Jüdisch-Christliche Gesellschaft Stuttgart, Martin-Buber-Gesellschaft sowie im International Council of Christians and Jews – ICCJ). Röm. 11,17 verweist auf das Symbol des christlichen Fisches und der jüdischen Menorah. Dies steht auch für die Grundeinstellung des Autors: Er hat eine Vision der Verwirklichung von Begegnung, die letztendlich nur durch die Gratia Dei, die Gnade Gottes möglich wird.
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Peter Lang Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium Warschau 2013, Fachbücher von Marion Brandt, Grazyna Kwiecinska
Inhalt: Karol Sauerland: Drei Polenreisen im Vergleich (Alfred Döblin, Hans Magnus Enzensberger, Reto Hänny) - Maria Klanska: Juden im Krakau der Zwischenkriegszeit (1918-1939) im Lichte ihrer Autobiographien in polnischer Sprache, mit einem Seitenblick auf Döblins Krakau-Kapitel - Agnieszka Palej: Das Bild Krakaus in Alfred Döblins Reise in Polen. Zum interkulturellen Potential des Textes - Miloslawa Borzyszkowska: Die Abwesenheit des Anwesenden. Das Bild Danzigs in Alfred Döblins „Reise in Polen“ versus in der Autobiographik von Danziger Autoren jüdischer Herkunft - Marion Brandt: Alfred Döblins Literarisierung der Polenreise - Elcio Loureiro Cornelsen: Döblins Begegnung mit dem Ostjudentum in Reise in Polen - Monika Tokarzewska: Alfred Döblin - Vergesellschaftung und das Erzählen. Zu einem Diskurs im Kontext der Reise in Polen - Mirjana Stancic: Döblins frühe Erzählungen Die Segelfahrt und Die falsche Tür. Ein interkultureller Annäherungsversuch - Anna Wolkowicz: Wirken ohne zu handeln. Martin Bubers Taoismus-Rezeption als Kontext zu Döblins Die drei Sprünge des Wang-lun - Gabriele Sander: Kulturelle Grenzüberschreitungen und Vermischungen in Alfred Döblins Roman Berge Meere und Giganten - David Midgley: Der fremde Blick: Zur Verwendung hinduistischer Motive in Manas - Dorota Sosnicka: Interkulturalität „im Strom der lebenden Sprache“: Zu stilistischen und narrativen Eigenheiten des Romans. Das Land ohne Tod von Alfred Döblin - Julia Genz: Interkulturalität des Erzählens als Ausdruck der Depersonation - Alfred Döblins Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende - Gabriele Sander: Bibliographie der Neuerscheinungen zum Werk Alfred Döblins.
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De Gruyter Gustav Landauer im Gespräch A1000274496
Der Autor Gustav Landauer (1870-1919) gehört zu jenen Persönlichkeiten der politischen und literarischen Jahrhundertwende, deren Bedeutung für die deutsch-jüdische Moderne weitgehend unbeachtet blieb. Der Anarchist und Lebensreformer, der Literat und Theaterkritiker, der Freund Martin Bubers und Vordenker der kulturzionistischen Bewegung hat ein Werk hinterlassen, das in seinen vielfältigen, oft spannungsreichen Aspekten noch zu entdecken ist. So setzen sich die Beiträge in diesem Band mit ganz unterschiedlichen Aspekten auseinander: Einige widmen sich den Einflüssen auf Landauer und seinen Vorlieben, seiner Goethe- und Spinozalektüre, seinen frühen literarischen Versuchen, andere zeichnen bislang unbekannte Wirkungslinien nach, so zu dem Psychoanalytiker Karl Landauer, dem Mathematiker Felix Hausdorff, dem Theologen Paul Tillich. Die politische Botschaft des Revolutionärs der Münchner Räterepublik in ihrer Problematik und der utopische Impuls seiner Ideen für die Weimarer Jahre werden analysiert. Andere Beiträge beschäftigen sich mit dem geistesgeschichtlichen Kontext der deutsch-jüdischen Moderne, deren Linien in fast allen Beiträgen bis hin zur Vernichtung und Vertreibung ihrer Vertreter durch die Nazis sichtbar werden.
5 - 7 Tagen
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Jüdischer Verlag Werke und Briefe. Kritische Ausgabe A1001022091
In insgesamt sechs Bänden werden in der Kritischen Ausgabe zum ersten Mal sämtliche überlieferten Briefe Else Lasker-Schülers vollständig und mit Anmerkungen versehen veröffentlicht. Sie dokumentieren den Lebensweg der jüdischen Dichterin vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis in ihre Zürcher und Jerusalemer Exiljahre und geben neuen Einblick in ihr Leben und Werk. Der vorliegende vierte Band enthält über 700 Briefe aus den Jahren 1933 bis 1936, beginnend mit Else Lasker-Schülers Flucht aus Berlin nach Zürich am 19. April 1933. Die 64jährige Dichterin erhält in der Schweiz weder eine Arbeitserlaubnis noch dauerhaftes Bleiberecht, sie ist immer von Ausweisung bedroht, selbst die "Erwerbstätigkeit als Dichterin" ist ihr explizit untersagt. Dennoch entstehen in diesen Jahren als Flüchtling in der Schweiz weiter Gedichte und – in der Folge ihrer ersten Palästinareise 1934 – das Buch "Das Hebräerland". Ihre Briefe spiegeln die Nöte des Exillebens wider, die rechtliche, materielle, existentielle Unsicherheit sowie die Sorge um Freunde und Bekannte. Sie werden hier zum großen Teil erstmals publiziert. Zu den Adressaten gehören unter anderem Martin Buber, Erika Mann, Klaus Mann, Emil Raas und Erich Maria Remarque.
1 - 2 Wochen
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Hartung-Gorre Dass der Mandelzweig wieder blüht A1030531496
So wurde mir im dialogischen Prozess mein Judentum klarer, reiner, schöner und tiefer erschlossen als es in monologischer Selbstbescheidung je möglich gewesen wäre. Von Martin Buber hatte ich die Dialogik, das dialogische Denken gelernt. Durch die mir zugewachsene Lebensaufgabe eines Dolmetschs zwischen Judentum und Christentum, zwischen Israel und Deutschland, ist die Dialogik unveräußerlicher Bestandteil meiner Existenz, meiner jüdischen Existenz, geworden. Schalom Ben-Chorin (S. 134) Inhalt Vorwort Erhard Roy Wiehn: Wie das Leben siegt Avital Ben-Chorin: Geleitwort Vorwort Tovia Ben-Chorin: Schewach le-"schewach" Schalom Ben-Chorin: Dass der Mandelzweig wieder blüht Vorwort Schalom Ben-Chorin Germania Judaica - Das deutsch-jüdische Verhältnis und der Staat Israel Exodus und Exil – Vom Leben in der Fremde Sprache als Heimat Im Exil wird die Muttersprache zum Schutzwall Fremd im eigenen Land? Die frühen Jahre – In memoriam Hans-Joachim Schoeps Deutsche Dichtung in Israel Judenstaat und Judenhaß Ende und Erbe des deutschen Judentums Wie werden wir, die wir sind? Quellenangaben
5 - 7 Tagen
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Frölich und Kaufmann Leo Baeck. Rabbiner in bedrängter Zeit. 1296973
Mit seinem Hauptwerk »Das Wesen des Judentums« von 1905 wurde der liberale jüdische Theologe Leo Baeck (1873-1956) weithin bekannt. Doch sein Werk steht heute - anders als das Martin Bubers oder Franz Rosenzweigs - im Schatten seiner politischen Funktionen während des Dritten Reichs. Michael Meyer schildert eindrucksvoll, wie der Rabbiner dank seiner Bereitschaft zum Martyrium fast Unmögliches erreichte. Als Präsident der »Reichsvertretung der deutschen Juden« blieb er in Verhandlungen mit der Gestapo trotz Verhaftungen standhaft, verhalf zahllosen Juden zur Auswanderung und widerstand mehrfachen Gelegenheiten zur Flucht. Ab 1943 in Theresienstadt interniert, nahm er dort vor allem seelsorgerliche und soziale Aufgaben wahr. Nachdem er das Ghetto schwer misshandelt überlebt hatte, emigrierte er nach London. Das 1955 in Jerusalem gegründete internationale Leo-Baeck-Institut machte ihn zu seinem ersten Präsidenten. Michael Meyer legt mit seiner meisterhaften Biographie das quellenbasierte Standardwerk zu Leo Baeck vor und lässt die Leser damit jüdisches Leben vor und nach dem Holocaust besser verstehen.
4-10 Werktage
19,95€
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Wieser Czernowitz A1000679799
Mit Beiträgen von: Aharon Appelfeld, Rose Ausländer, Hermann Bahr, Lothar Baier, Margit Bartfeld-Feller, Ruth Beckermann, Kurt Blaukopf, Klara Blum, Johanna Brucker, Otto Brusatti, Martin Buber, Josef Burg, Paul Celan, Erwin Chargaff, Andrei Corbea-Hoisie, Max Diamant, Georg Drozdowski, Mihai Eminescu, Osyp Jurij Fed’kovyc, Mojsej Fišbejn, Karl Emil Franzos, Marie Fürstin Gagarin, Alfred Gong, Nora Gray, Otto von Habsburg, Georg Heinzen, Ninon Hesse, Nicolae Iorga, Else Keren, Alfred Kittner, Vasyl Koželanko, Karl Kraus, Sophia Majdans’ka, Itzik Manger, Alfred Margul-Sperber, Jacob Melzer, Philipp Menczel, Hermann Mittelman, Johann Georg Obrist, Igor Pomerancev, Franz Porubsky, Gregor von Rezzori, Moses Rosenkranz, Arthur Rubinstein, Josef N.Rudel, Leopold von Sacher-Masoch, Joseph Victor von Scheffel, Karl Schlögel, Ilana Shmueli, Edith Silbermann, Ernst Trost.
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Ibidem Grenz-Räume dialogischer Bildung A1037958108
„Im Anfang ist die Beziehung: als Kategorie des Wesens, als Bereitschaft, fassende Form, Seelenmodel; das Apriori der Beziehung; das eingeborene Du." (Buber 1983, S. 27) Welche Haltung von PädagogInnen kann persongerechte Bildung wahrhaftig ermöglichen? Silvia Röben und Nicole Pankoke charakterisieren eine solche Haltung, indem sie sich anhand von subjektiven Theorien des Einzelnen mit den Prozessen pädagogischer Praxis auseinandersetzen. Martin Bubers Dialogphilosophie bildet das Fundament dieser Auseinandersetzung. Laut Buber ist die Grundfeste einer Lern- und Entwicklungsraum schaffenden pädagogischen Haltung die echte Beziehung. Macht darf in ihr keinen Raum finden, deswegen gilt es, gleichzeitig Grenzen zu wahren und sie auszuschöpfen. Nicole Pankoke stellt pädagogische Praxis als Beziehungsarbeit und als Bewusstseinserweiterung dar. Professionelles Handeln braucht sowohl Vertrauen und das echte Gespräch als auch die Grenzanerkennung, -bildung und -veränderung. Pankoke setzt sich mit dem Aushalten von Dualismen, Polaritäten und dem Akzeptieren von Paradoxien innerhalb der Beziehungsarbeit auseinander. PädagogInnen brauchen nicht nur eine hohe Reflexionskompetenz, sondern vor allem den Mut, die Grenzen ihrer eigenen Erkenntnisse und Handlungen kritisch anzuerkennen. Hier liegt die Schnittstelle zu Silvia Röbens Ansatz. Sie verfolgt den Leitgedanken, diese jeder Person eigenen Grenzen wahrzunehmen und anzuerkennen – mit Blick sowohl auf die Person selbst als auch auf das in Beziehung tretende Gegenüber. Daraus folgt die Verantwortung des Einzelnen: Antworten auf das eigene (professionell pädagogische sowie persönliche) Handeln und Werden zu entwickeln. Es ist an der Zeit, sich darüber bewusst zu werden, wer wir sein wollen: Humankapital oder verantwortungsbewusst Gestaltende der Gegenwart. Ein Appell dieses Buchs besteht darin, dass PädagogInnen für sich selbst immer wieder Beziehungsräume brauchen, um sich ihren unbewussten Motiven zu stellen und so verantwortungsbewusst dialogisch handeln zu können.
3 - 5 Tagen
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Springer Wien Viktor Frankl und die Philosophie A1000609802
Viktor E. Frankl und die Philosophie – dieser rechtzeitig zum 100. Geburtstag des Gründers der „Dritten Wiener Schule der Psychotherapie“ erscheinende Band leuchtet den philosophischen Hintergrund von Frankls Logotheraphie aus und zeigt die enge Verwandtschaft psychotherapeutischer Praxis mit Grundfragen der Philosophie. Wie sollte es auch anders sein – steht doch für beide, die Philosophie und die Logotherapie, das Problem des Sinns im Mittelpunkt. Frankl hat auch immer wieder die Auseinandersetzung mit den großen Philosophen seiner Zeit gesucht, wie etwa mit Martin Heidegger und Karl Jaspers, Max Scheler, Gabriel Marcel oder Martin Buber – um nur einige zu nennen. Die Sinnsuche dieser Philosophen und der Wille zum Sinn, den Frankl in den Mittelpunkt seiner Psychotherapie gerückt hat, ergänzen einander nicht nur, sondern gehen in eine fruchtbare Synthese ein, die auch mit Begriffen wie Person, Geist, Verantwortung und Gewissen gekoppelt sind. Es ist hier nicht der Ort, die Bedeutung Frankls für die Psychotherapie, die Psychologie und die Philosophie zu würdigen. Frankls Auffassung – und hier stellt er sich auch in Gegensatz zu Sigmund Freud und Alfred Adler – daß Neurosen auf ungelöste metaphysische Fragen verweisen, seine Auseinandersetzung mit den Konstanten des Menschseins wie Leiden, Schuld, oder Tod implizieren unabdi- bar die Sinnfrage. Daß Viktor Frankl durch die Hölle der Konzentrationslager gegangen ist, macht seine Gedanken und sein ärztliches Handeln auch im Hinblick auf die in solchen Grenzsituationen naheliegende Sinnlosigkeit und deren Überwindung bedeutsam.
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Argon Jenny Erpenbeck über Christine Lavant A1069812522
»Menschen können gut ohne Gedichte sein, aber ein Gedicht nicht ohne Menschen.« Wie kann es sein, dass eine Strickerin aus dem Lavanttal in Kärnten zu einer der größten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts wird?Jenny Erpenbeck lässt uns an ihrer Faszination für Christine Lavant (1915–1973) teilhaben, deren Gedichte sie zum ersten Mal liest, als sie Mitte der Neunziger in Graz lebt. An der Faszination für eine Frau, die sich durch ihre Lesewut, Sensibilität und Klugheit aus dem elenden Dasein, das ihr durch Krankheit und Armut vorgezeichnet war, herausgeschrieben hat. Christine Lavants tiefgründiger Wahrnehmung des eigenen Leidens steht das zornige Fragen nach dem abwesenden Gott gegenüber, ihrem Stolz als Dichterin die Bescheidenheit der persönlichen Existenz, der Einsamkeit einer Außenseiterin ein unbändiger Humor.Befreundet mit Thomas Bernhard und den Lampersbergers, im Briefwechsel mit Martin Buber und Hilde Domin, in ihrer Liebe zum Maler Werner Berg ist sie zeit ihres Lebens eng verbunden mit Künstlern und Denkern, die in ihr, jenseits der Äußerlichkeiten ihrer zufälligen Existenz, die große Autorin und den warmherzigen Menschen erkennen und schätzen.Ein kraftvoller, ein poetischer Essay, der anschaulich macht, dass eine fremde Welt, die uns durchs Lesen aufgeschlossen wird, immer auch unsere eigene ist.
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GRIN Pädagogisches Portfolio. Mediale Gestaltung im Bildunskontext, pädagogische Gesprächsführung, Rollenübernahme, Bedeutung von Menschenbildern A1063921102
Fachbuch aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dieses Portfolio bearbeitet die Themenkomplexe der medialen Gestaltung im Bildunskontext, der pädagogischen Gesprächsführung, der Rollenverteilung und -übernahme und die Bedeutung von Menschenbildern. Zu Beginn der Arbeit wird das Potential der medialen, räumlichen Gestaltungen, innerhalb des Bildungskontextes, behandelt. Dabei werden Aspekte der Planung pädagogischer Veranstaltungen in den Blick genommen, ohne auf die Durchführung sowie deren Evaluation näher einzugehen. Der zweite Teil widmet sich dem Dialogischen in Bezugnahme auf das "echte Gespräch" von Martin Buber, in Verbindung mit Carl R. Rogers Ansatz der zwischenmenschlichen Interaktion. Diese Überlegungen sind besonders im Bereich einer gelingenden pädagogischen Gesprächsführung relevant. Der darauf folgende Teil der Arbeit, im Bereich der Gruppenleitung, beschäftigt sich mit der Rollenverteilung und -übernahme von Menschen im Rahmen von Gruppen sowie deren Auswirkung auf die interne Gruppendynamik. Der vierte und letzte Teil des Portfolios behandelt die Bedeutung von Menschenbildern und deren Auswirkungen bezüglich gezielter Ausgrenzung von Individuen und Gruppen. Verschiedene Menschenbilder beeinflussen das gesamte menschliche Handeln und stellen somit vor allem in Bezug auf pädagogische Handlungen eine übergeordnete Größe dar.
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Boer Verlag Die Galeere A1078491011
Der 26jährige Wiener Physiker Dr. phil. Erik Gyldendal kann weder die Frauen verstehen noch kommt er mit seinen Eltern zurecht. Handlungsort ist Wien. Der Bankier Gyldendal finanziert die Forschungen seines einzigen Sohnes Erik. Der junge begabte Physiker untersucht die Wirkung der Röntgenstrahlen auf Tiere. Seine Resultate werden von den Koryphäen unter den Wiener Physikern anerkannt. Erik darf an der Wiener Universität ein paar Wochenstunden vor einem überschaubaren Hörerkreis dozieren und wird schließlich außerordentlicher Professor, ein Akademiker, der aber noch nie eine Frau berührt hat. Da lernt er während seiner Vorlesung die schöne junge Russin Dina Ossonskaja kennen. Erik mu dieses Rasseweib unbedingt besitzen, denn die »Bestie des Geschlechts« peinigt ihn. Doch der Physiker verdirbt alles mit seinem dummen Gerede. Dabei wartet Dina nur auf ein einlenkendes Wort. Das kommt nicht und die Beziehung zerbricht. Ernst Weiß schreibt am 5. Juli 1912 an Martin Buber: »Die Grundidee war: Es sind Menschen aneinander gebunden ... die zweite Idee: Der Held ist der brutalste Egoist.« Daraus folgt seine »Vereinsamung«. Aus dieser flieht Erik in den Tod.
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LIT Zwischen den Zeiten A1072092430
Angeregt durch Gerhart Hauptmanns Drama Die Weber und die historischen Weberaufstände der vorletzten Jahrhundertwende in Schlesien und in der Oberlausitz schildert Auguste Hauschner in ihrem sozialkritischen Roman Zwischen den Zeiten die Arbeitsbedingungen und prekären Lebensverhältnisse der Fabrikarbeiter:innen im fiktiven Weberdorf Böhmischtal, in der Grenzregion zwischen Böhmen und Mähren. Reformbemühungen gehen im Text von der Protagonistin Therese Rommel aus, die als Verwaltungsmitarbeiterin der Fabrik zwischen den beiden Klassen steht und Interessengegensätze auszugleichen sucht. Als der Wiener Sozialist und Revolutionär Josef Kratky die Dorfbewohner allerdings zum Arbeitskampf zu ermuntern sucht und dabei ihren Glauben antastet, wird er so verprügelt, dass er abreisen muss. Zum Weberaufstand kommt es nicht. Auguste Hauschner, 1850 als Tochter einer assimilierten jüdischen Textilfabrikantenfamilie aus Prag geboren, zog nach ihrer Heirat nach Berlin und etablierte sich dort als Schriftstellerin und Mäzenin. Sie schrieb Romane, Novellen, Theaterstücke und Essays. In ihrem Salon verkehrten viele Geistesgrößen der Zeit, u. a. Max Brod, Gabriele Reuter, Martin Buber, Hedwig Dohm, Thomas Mann, Clara Viebig, Franz Werfel, Max Liebermann und Gustav Landauer. Als überzeugte Demokratin engagierte sie sich auch für die Rechte der Frau. Sie starb verarmt 1924 in Berlin.
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Kiepenheuer & Witsch GmbH Jenny Erpenbeck über Christine Lavant, Belletristik von Jenny Erpenbeck
„Menschen können gut ohne Gedichte sein, aber ein Gedicht nicht ohne Menschen.“ Wie kann es sein, dass eine Strickerin aus dem Lavanttal in Kärnten zu einer der grössten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts wird? Jenny Erpenbeck lässt uns an ihrer Faszination für Christine Lavant (1915–1973) teilhaben, deren Gedichte sie zum ersten Mal liest, als sie Mitte der Neunziger in Graz lebt. An der Faszination für eine Frau, die sich durch ihre Lesewut, Sensibilität und Klugheit aus dem elenden Dasein, das ihr durch Krankheit und Armut vorgezeichnet war, herausgeschrieben hat. Christine Lavants tiefgründiger Wahrnehmung des eigenen Leidens steht das zornige Fragen nach dem abwesenden Gott gegenüber, ihrem Stolz als Dichterin die Bescheidenheit der persönlichen Existenz, der Einsamkeit einer Aussenseiterin ein unbändiger Humor. Befreundet mit Thomas Bernhard und den Lampersbergers, im Briefwechsel mit Martin Buber und Hilde Domin, in ihrer Liebe zum Maler Werner Berg ist sie zeit ihres Lebens eng verbunden mit Künstlern und Denkern, die in ihr, jenseits der Äusserlichkeiten ihrer zufälligen Existenz, die grosse Autorin und den warmherzigen Menschen erkennen und schätzen. Ein kraftvoller, ein poetischer Essay, der anschaulich macht, dass eine fremde Welt, die uns durchs Lesen aufgeschlossen wird, immer auch unsere eigene ist.
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Copycat Der Reiter A1077883437
Der Reiter erscheint als dicht komponierter Text über Bewegung, Prüfung und innere Entscheidung. Die Figur des Reiters trägt das Geschehen über die Ebene bloßer Handlung hinaus: Ritt, Landschaft und Begegnung werden zu Chiffren einer geistigen Suche. Strauss' Sprache verbindet lyrische Verdichtung mit erzählerischer Klarheit; sie steht im Umfeld der deutsch-jüdischen Moderne, zwischen spätem Symbolismus, expressionistischer Zuspitzung und einer von biblischen Resonanzen geschulten Bildlichkeit. Ludwig Strauss, 1892 in Aachen geboren und 1953 in Jerusalem gestorben, war Dichter, Erzähler, Literaturwissenschaftler und Übersetzer. Seine Biographie ist von der Spannung zwischen deutscher Bildungstradition und jüdischer Erneuerung geprägt. Die Nähe zu Martin Bubers Denken, seine zionistische Orientierung und die spätere Übersiedlung nach Palästina schärften seinen Blick für Fragen von Heimat, Sprache, Sendung und geschichtlicher Verantwortung-Motive, die auch Der Reiter plausibel durchziehen. Zu empfehlen ist dieses Buch Lesern, die keine bloße Abenteuergeschichte erwarten, sondern eine symbolisch aufgeladene Prosa von hoher sprachlicher Disziplin. Der Reiter belohnt aufmerksame Lektüre durch seine Mehrdeutigkeit und eröffnet einen Zugang zu einem Autor, dessen Werk im Kanon der Moderne neu zu entdecken ist.
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Kiepenheuer & Witsch Jenny Erpenbeck über Christine Lavant A1067953675
»Menschen können gut ohne Gedichte sein, aber ein Gedicht nicht ohne Menschen.« Wie kann es sein, dass eine Strickerin aus dem Lavanttal in Kärnten zu einer der größten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts wird? Jenny Erpenbeck lässt uns an ihrer Faszination für Christine Lavant (1915–1973) teilhaben, deren Gedichte sie zum ersten Mal liest, als sie Mitte der Neunziger in Graz lebt. An der Faszination für eine Frau, die sich durch ihre Lesewut, Sensibilität und Klugheit aus dem elenden Dasein, das ihr durch Krankheit und Armut vorgezeichnet war, herausgeschrieben hat. Christine Lavants tiefgründiger Wahrnehmung des eigenen Leidens steht das zornige Fragen nach dem abwesenden Gott gegenüber, ihrem Stolz als Dichterin die Bescheidenheit der persönlichen Existenz, der Einsamkeit einer Außenseiterin ein unbändiger Humor. Befreundet mit Thomas Bernhard und den Lampersbergers, im Briefwechsel mit Martin Buber und Hilde Domin, in ihrer Liebe zum Maler Werner Berg ist sie zeit ihres Lebens eng verbunden mit Künstlern und Denkern, die in ihr, jenseits der Äußerlichkeiten ihrer zufälligen Existenz, die große Autorin und den warmherzigen Menschen erkennen und schätzen. Ein kraftvoller, ein poetischer Essay, der anschaulich macht, dass eine fremde Welt, die uns durchs Lesen aufgeschlossen wird, immer auch unsere eigene ist.
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Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler Rhetorik für Manager A1000689268
Vorwort 1. Wer redet, spricht stets auch über sich selbst. Rhetorische Auftritte sind auch persönliche Selbstbekundungen des Sprechenden. Zugleich mit dem, was ein Redner an Informationen vermittelt, gibt er sich in seiner Persönlichkeit zu erkennen. Der sprechende Mensch – der unaufdringlich monologisierende wie der im öffentlichen Dialog auftretende – teilt - aufhörlich Zeichen seiner Persönlichkeit mit. Er ist geradezu eingeb- den in den Zwang, sich dem Erwartungswillen der Zuhörer nach mens- lich Erlebbarem zu stellen. Schon das leibhaftige Dasein des Sprechenden drückt für den Zuhörer Sympathie oder Ablehnung aus. Die Art und Weise, in der sich ein Redner gebärdet, prägt die Atmosphäre menschlicher Nähe oder sachlichen Entfremdens. Aus dem Leiblichen treten Hinwendung (Martin Buber) zum Mitmenschen, Interesse an den Zuhörenden und genaues Wahrnehmen ihrer Reaktionen hervor. Im Sp- chen und in der Sprache des Redners schließlich öffnet sich sein Inneres für den, der darin Einlass begehrt. Ein Sprechender kann sich der Wa- nehmung seiner – allerdings aufmerksamen – Kommunikationspartner nicht entziehen. Körper, Sprechen und Sprache besitzen ihren jeweils eigenen Mitteilungscharakter. Diese Originalität des Elementaren bringt einen großen Teil jener Mitteilungswerte mit, von der die Beziehung des Redners zu seinen Zuhörern oftmals getragen wird. Den anderen Teil des tragfähigen Miteinanders oder des zwiespältigen Verbleibens bestimmt das inhaltlich Gesagte. 2. Rhetorisches Begegnen ist auch immer wertendes Begegnen. Die k- perliche, stimmlich-sprecherische und sprachliche Selbstdarstellung des Sprechenden prägt die Eindrücke im Zuhörer. Die individuellen A- druckselemente des Redners verwandeln ihn zu einem unverwechsel- ren Trägervon Erlebnissen, Befindlichkeiten und Emotionen.
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