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GRIN Walter Benjamin und der Rundfunk zwischen Theorie und Praxis A1008168355
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für deutsche Literatur), Veranstaltung: Grundkurs C Literatur und Rundfunk, Sprache: Deutsch, Abstract: Benjamins Hörspiele waren der Versuch, den Rundfunkapparat für das eigene mediendidaktische und politische Konzept nutzbar zu machen und im Rahmen der technischen Möglichkeiten zu verändern, um zu zeigen, dass der Gebrauch des Rundfunks als Propagandainstrument für den Faschismus eine Perversion der negativen Dialektik der Technik darstellte. Somit lassen sich seine Rundfunkexperimente historisch nicht nur im Streit um die Suche nach der neuen Gattung des Hörspiels sondern vor allem in der Auseinandersetzung um die Funktion und Möglichkeiten dieses neuen Mediums in der Weimarer Republik verorten, die nicht zuletzt eine grundlegend politische war. Seine theoretischen Überlegungen zum Radio sind aus Texten wie Der Autor als Produzent ( 1934 ), Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1935/36)u.a. sowie aus programmatischen Schriften zusammen mit dem Programmleiter des Südwestdeutschen Rundfunks, Ernst Schoen, entstanden oder aus der Diskussion mit Wolfgang Zucker und der Auseinandersetzung mit Brecht hervorgegangen, so zum Beispiel das Konzept der Hörmodelle oder auch die Überlegungen zum epischen Theater. Zu seiner praktischen Auseinandersetzung mit dem Rundfunk gehören Hörmodelle, Hörspiele, Berichte, Buchvorstellungen und philosophische Features, die zwischen 1927 und 1933 als Beiträge für die Berliner und Frankfurter Rundfunkgesellschaft entstanden sind. Bei den praktischen Rundfunkarbeiten von Walter Benjamin handelt es sich um radioadäquate Texte, die mittels Doppeldeutigkeiten und Allusionen stets den eigenen medialen Status reflektieren, die jedoch nicht dem Anspruch einer neuen literarischen Rundfunkkunst gerecht werden. Sie sollten statt dessen als Beispiel einer kommunikationstheoretischen Deutung des Mediums Rundfunk verstanden werden und fügen sich so in Benjamins medienpädagogisches und gesellschaftspolitisches Konzept ein. Benjamin bleibt bei dem Versuch, den Rundfunk als pädagogisches Instrument bzw. als ¿Kommunikationsapparat¿ zu erproben im Rahmen der gegebenen technischen und organisatorischen Möglichkeiten.Im Sinne der Verschränkung von Theorie und Praxis ist auch die vorliegende Hausarbeit in Form einer fruchtbaren Dichotomie angelegt. Im ersten Teil soll anhand bereits erwähnter theoretischer Texte Überlegungen Benjamins zum Rundfunk erörtert werden. Im Sinne einer deduktiven Verfahrensweise sollen in einem zweiten Teil diese dann am Beispiel der Analyse des Kinderhörspiels Radau um Kasperl überprüft werden.
3 - 5 Tagen
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Frank & Timme Ähnlichkeit und Analogie A1060808636
Walter Benjamin vermutete, dass jede höhere Funktion des Menschen, also auch die Erkenntnis, entscheidend durch das mimetische Vermögen mitbedingt sei. Hans-Ernst Schiller tritt an, Benjamins Hypothese zu bestätigen. Er spannt den Bogen vom archaischen Ritus über die Philosophie Platons und die der Renaissance bis zu Horkheimer und Adorno. Schiller thematisiert den Analogieschluss in der Erkenntnistheorie sowie die Analogie in der neuzeitlichen Naturwissenschaft und in der Kognitionspsychologie. Dabei leitet stets eine Frage sein Interesse: Welchen Beitrag zur Lösung unseres epochalen Problems der Zerstörung von Naturzusammenhängen kann der Rückgriff auf die Traditionen der Ähnlichkeit und der Entsprechung leisten?
3 - 5 Tagen
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Brunnen Einleitung in das Alte Testament, Fachbücher von Hendrik J. Koorevaar, Walter Hilbrands K5 096233599
Diese Einleitung zum Alten Testament, herausgegeben von Hendrik Koorevaar und Walter Hilbrands, beleuchtet die Hintergründe der Entstehung der Bücher des Alten Testaments und gibt Einblicke in deren Aufbau und Theologie. Die Autoren gehen in der Einleitungswissenschaft neue Wege, indem sie zum einen die biblischen Texte als historische Zeugnisse ernst nehmen und zum anderen ihrer Stellung und ihrer Bedeutung im Kanon des Alten Testaments hohe Bedeutung beimessen. Ausgangspunkt ist das Zeugnis der alttestamentlichen Autoren und ihrer Texte selbst. Die historischen und chronologischen Angaben des Alten Testaments werden ernst genommen und in Auseinandersetzung mit dem bisherigen Forschungsstand neu überprüft. Damit weist der historisch-kanonische Ansatz mutig neue Wege jenseits eines im Geschichtsbild des 19. Jahrhunderts verhafteten Mainstreams. Die allgemeinen Einleitungsfragen wie die nach der Textgestalt und Überlieferung, der Entstehung des Kanons, nach Chronologie und literarischen Gattungen werden ebenso behandelt wie die speziellen Fragen zu jedem Bibelbuch, also nach Autor, Entstehungszeit, Struktur und literarischer Einheitlichkeit des Buchs. Diese Einleitung ist ein europäisches Projekt, entstanden unter Mitwirkung eines Expertenteams von 32 Autoren, die in Lehre und Forschung tätig sind. Mit Beiträgen von Thomas Bänziger, Gunnar Begerau, Wolfgang Bluedorn, Manfred Dreytza, Stefan Felber, Walter Gisin, Raymond R. Hausoul, Walter Hilbrands, Andreas Käser, Benjamin Kilchör, Herbert H. Klement, Bernhard Kniess, Hendrik J. Koorevaar, Hetty Lalleman, Geert W. Lorein, Winfried Meissner, Ronald T. Michener, Alan R. Millard, Jonathan Pater, Mart-Jan Paul, Siegbert Riecker, Heinrich von Siebenthal, Julius Steinberg, David Van Acker, Hans van den Herik, Pieter Gert van der Veen, Eveline van Staalduine-Sulman, Jan Verbruggen, Heiko Wenzel, Hans-Georg Wünch und Carsten Ziegert.
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De Gruyter Raum und Interieurs in Thomas Manns Erzählwerk
Das 19. Jahrhundert sei „wohnsüchtig" gewesen, diagnostizierte Walter Benjamin einst. Das „Raumgefühl" (August Schmarsow) dieser Epoche prägt das literarische Werk Thomas Manns. Die Studie deutet Manns literarische Raumentwürfe nicht biographisch oder textimmanent, sondern begreift sie als Versuchsanordnungen zur materiellen Kultur, denen diskursanalytisch, wissensgeschichtlich und ideologiekritisch auf den Grund zu gehen ist. Dazu werden die in einschlägigen Werken Manns entworfenen Raumsemantiken in genauen Textlektüren profiliert: Die Arbeit untersucht etwa die Buddenbrooks im Hinblick auf zeitgenössische Diskurse um Interieurs und bürgerlichen Lebensstil; sie geht dem spatialisierten „Feindbegriff" (Reinhart Koselleck) des Barbarischen im Zauberberg nach und analysiert Topographien der Exilerfahrung in Joseph und seine Brüder . Ihr spezifisches Erkenntnisinteresse ermöglicht neue Einsichten auch zu vermeintlich „ausinterpretierten" (Helmut Koopmann) Texten.
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Cinema and Experience: Siegfried Kracauer, Walter Benjamin, and Theodor W. Adorno (Weimar and Now: German Cultural Criticism, 44, Band 44) 0520265602
Cinema and Experience: Siegfried Kracauer, Walter Benjamin, and Theodor W. Adorno (Weimar and Now: German Cultural Criticism, 44, Band 44)
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Verlag für Berlin-Brandenburg Zwei Flaneure in Berlin A1050772391
„Es kamen die Berliner Jahre, in denen der beste Teil meiner Freundschaft mit Hessel sichin vielen Gesprächen aus dem Passagenprojekt nährte“, schrieb Walter Benjamin 1935 an Theodor W. Adorno über Franz Hessel. Der Philosoph Benjamin lernte den Rowohlt-Lektor Hessel 1923 kennen, woraus eine lebenslange Freundschaft entstand. Hessel gab die Zeitschrift Vers und Prosa heraus, in der Benjamin Übertragungen von Baudelaire-Gedichten veröffentlichte, beide übersetzten gemeinsam Prousts À la recherche du temps perdu. Neben dem Interesse an französischer Literatur verband beide auch die „Flanerie“. Ausgehend vom früheren Joachimsthalschen Gymnasium in der heutigen Bundesallee, werden in dem Band ‚spazierend‘ einige für die beiden Flaneure biografisch bedeutsame Orte erkundet. So rekonstruiert der Autor ihr Leben im „Industriegebiet der Intelligenz“, dem urbanen Raum im Berliner Westen, in dem ein Großteil der Berliner Literatur- und Künstlerszene wohnte und arbeitete. Es waren die wenigen Jahre, in denen die Kultur in Berlin blühte, bevor der Machtantritt der Nationalsozialisten für einen Großteil der Berliner Literaten, Intellektuellen und Künstler Verfolgung und Exil oder Tod bedeutete.
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Insel Verlag Orte jüdischen Lebens A1009190177
Faszination Berlin-Mitte. Blanke Fassaden, bunte Shoppingwelt, dazwischen immer wieder Spuren des Vergangenen. Das Magnus-Haus am Kupfergraben, die Synagoge in der Oranienburger, die jüdische Knabenschule in der Großen Hamburger Straße. Jüdisches Leben prägte lange das Kulturleben, den wissenschaftlichen Diskurs, die Presselandschaft, die Welt der Finanzen und des Konsums, aber ebenso das Berlin der armen Leute, wie es sich im Scheunenviertel fand. Begleitet von Heinrich Heine, Rahel Varnhagen, Kurt Tucholsky, Walter Benjamin, Vicki Baum, Irmgard Keun, Gershom Scholem und vielen anderen erkundet Unda Hörner auf literarischen Streifzügen jüdische Häuser und Geschichte(n). Die Spaziergänge machen anschaulich, wie tief die jüdische Bevölkerung das Gesicht der Stadt geprägt hat.
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Gröls Verlag Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit A1068359094
"Als Marx die Analyse der kapitalistischen Produktionsweise unternahm, war diese Produktionsweise in den Anfängen. Marx richtete seine Unternehmungen so ein, dass sie prognostischen Wert bekamen. Er ging auf die Grundverhältnisse der kapitalistischen Produktion zurück und stellte sie so dar, dass sich aus ihnen ergab, was man künftighin dem Kapitalismus noch zutrauen könne. Es ergab sich, dass man ihm nicht nur eine zunehmend verschärfte Ausbeutung der Proletarier zutrauen könne, sondern schließlich auch die Herstellung von Bedingungen, die die Abschaffung seiner selbst möglich machen. Die im folgenden neu in die Kunsttheorie eingeführten Begriffe unterscheiden sich von geläufigeren dadurch, dass sie für die Zwecke des Faschismus vollkommen unbrauchbar sind. Dagegen sind sie zur Formulierung revolutionärer Forderungen in der Kunstpolitik brauchbar." Walter Benjamin (aus dem Vorwort) - Gröls-Klassiker
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GRIN Walter Benjamins Thesen in "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit". Inwiefern lassen sich diese auf die Social Media Welt d
Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik und Völker, Note: 1,7, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Die grundlegende Frage, die in dieser Auseinandersetzung thematisiert werden soll, ist, inwiefern sich die Erkenntnisse von Walter Benjamin aus dem Jahre 1935 auf das 21. Jahrhundert übertragen lassen. Dabei soll zwischen dem technischen Fortschritt in Bezug auf die Rezeption der Kunst sowie den Auswirkungen auf das alltägliche soziale Leben differenziert werden. Inwiefern lassen sich die technologischen Entwicklungen und die daraus entstehenden Veränderungen und Möglichkeiten mit der zunehmenden Technisierung der Welt und den sozialen Medien weiterführen? Die Beantwortung dieser Frage soll als Ziel dieser Untersuchung festgemacht werden. Die Betrachtung versucht die von Benjamin skizzierten Entwicklungen auf ihren derzeitigen Aktualitätsanspruch zu untersuchen. Hierfür ist es wichtig, im Vorhinein zu filtern, welche der Thesen überhaupt noch relevant sind und welche sich von der heutigen Lebensrealität entfernt haben. Da die moderne Medienwissenschaft und die Mediensoziologie zum Großteil auf Benjamins Auffassungen beruht, jene aber im Laufe der Zeit weiterentwickelt worden, basieren viele Erkenntnisse ursprünglich auf ihm.
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DuMont Buchverlag Die Engel von Paul Klee A1058097053
Paul Klees Engel sind vergesslich oder hässlich, sorgenvoll oder verspielt – genau das macht sie zu den beliebtesten Werken des Künstlers. Boris Friedewald schildert ihre Entstehung und Bedeutung innerhalb des Lebenswerks in einfühlsamem Zusammenhang: vom Christkind des jungen Paul Klee zum ›Maler des Zwischenreichs‹; der seinen persönlichen Zugang zu Engeln fand, bis zum ›Angelus novus‹; der Walter Benjamin ins Exil begleitete. Mit dem abstrakten Bild des ›Engel im Werden‹; in dem Kreuz, Kreis und Dreieck die bestimmenden Bildelemente sind, erfand Klee die Engel neu. Schließlich begegnen wir jenen wunderbaren Engeln, die Klee zu liebenswerten, uns nahestehenden Wesen werden lässt. Dieses Engel-Buch erfreut Augen und Seele gleichermaßen.
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Suhrkamp Angelus Novus A1000413939
»Angelus Novus« sollte eine Zeitschrift heißen, die Walter Benjamin 1922 plante. »Die wahre Bestimmung einer Zeitschrift«, schrieb Benjamin in der Ankündigung, »ist, den Geist ihrer Epoche zu bekunden . . . unerbittlich im Denken, unbeirrbar im Sagen und unter gänzlicher Nichtachtung des Publikums, wenn es sein muß, sich an dasjenige zu halten, was als wahrhaft Aktuelles unter der unfruchtbaren Oberfläche jenes Neuen oder Neuesten sich gestaltet.« Die Zeitschrift kam nicht zustande, aber die unter Benjamins Titel hier versammelten Zeitungs- und Zeitschriftenaufsätze, die in literarischen Essays wie auch in Kritiken und Rezensionen Autoren wie Brecht und Kafka, aber auch Dostojewski, Valery und Hofmannsthal würdigen, sind noch heute unentbehrlich.
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Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg Poetik des Zwischenraumes A1014150548
In der Moderne manifestieren sich aufgrund einer empfundenen Inkongruenz zwischen sprachlicher Darstellung und Welterfahrung die Zweifel an den Möglichkeiten der Sprache. Der weltliche "Totaleindruck" des modernen Lebens lässt sich nicht mehr allein durch das Medium der Sprache fassen, relevant werden dagegen das Raum-Zeitliche und damit das Bildliche als Interpretationsmedien der Wirklichkeit. Sprachkrise und Verbildlichung sind dabei als Schlüsselfiguren der modernen Wahrnehmung aufzufassen: In dem untersuchten Zeitraum gilt nicht mehr der Primat der Vernunft; im Gegenteil wird das Projekt der Aufklärung in Frage gestellt und nach neuen Wegen der Wirklichkeitserfassung und -kritik gesucht. Die vorliegende Studie rekurriert diesbezüglich auf Walter Benjamins physiognomische Geschichtsschreibung und seinen gleichzeitigen Versuch einer sprachlichen Kulturkritik, welche die essentielle Bildlichkeit des 17. bis 20. Jahrhunderts mit den Mitteln der Moderne durchdringen möchte.
1 - 2 Wochen
58,00€
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Fischer Taschenbuch Verlag Im Zeichen des Saturn A1000116969
Susan Sontags stimulierende Ideen bei der Betrachtung kultureller Phänomene, ihre analytische Intelligenz, die Leidenschaftlichkeit ihrer Stellungnahmen führen oft zu überraschenden Aufschlüssen über europäische Themen, Die Autoren, über die sie »Im Zeichen des Saturn« schreibt – Walter Benjamin, Roland Barthes, Elias Canetti, Leni Riefenstahl u. a. – zeigen die Richtung an, in der sie den Begriff der Moderne aus persönlicher Sicht weiterentwickelt und – auch für Eingeweihte – verblüffend neu befragt hat.
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Harrassowitz The Remembrance of Things Past, Fachbücher von Matthew Rampley
"Die Remembrance of Things Past" ist ein Fachbuch, das sich mit den bedeutenden kulturellen Theorien des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt, insbesondere mit den Arbeiten des Kunsthistorikers Aby M. Warburg und des Philosophen Walter Benjamin. Beide Denker haben sich intensiv mit Themen wie Historiographie, kollektiver Erinnerung und der Beziehung der modernen Gesellschaft zu früheren menschlichen Existenzformen beschäftigt. Dieses Buch bietet eine tiefgehende Analyse ihrer intellektuellen Verbindungen und untersucht, wie ihre unterschiedlichen Ansätze zur Bedeutung der Moderne und ihr gemeinsames Erbe für die Gegenwart beitragen. Durch die Verknüpfung von Diskursen aus Ästhetik, Kunstgeschichte, Anthropologie und Psychologie wird ein umfassendes Bild der modernen menschlichen Entwicklung gezeichnet, das als kritische Auseinandersetzung mit dem Fortschrittsglauben ihrer Zeit dient.
5-7 Werktage
34,00€
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Meiner, F Die Rückschritte der Poesie
Seit zunächst Walter Benjamin, dann Werner Kraft die kulturkritischen Schriften des Livländers C. G. Jochmann (1789 – 1830) der Vergessenheit entrissen haben, findet besonders dessen Abhandlung »Die Rückschritte der Poesie« zunehmend Interesse. Gegen den Zeitgeist, insbesondere gegen die Kunstauffassung der Romantik, verteidigt Jochmann – in gesellschaftskritischer und kunsttheoretischer Hinsicht – den Fortschrittsgedanken der europäischen Aufklärung. Im Anschluss an Hamann, Herder und Rousseau, besonders aber an Vico, begreift Jochmann den Verfall der früheren Hochformen der Dichtkunst als das entwicklungsgeschichtlich notwendige Resultat des zivilisatorischen Fortschritts, als Folge der Emanzipation der Phantasie zur wissenschaftlichen Vernunft. Darin liegt für Jochmann jedoch keine Aufforderung zur Preisgabe der Kunst, sondern zur Anerkenntnis des geschichtlichen Wandels, dem Formen und Aufgaben der Kunst unterliegen. Benjamin sagte über den Text, dass ihm »was die sprachliche Gestalt anbetrifft, in seiner Zeit weniges, was seinen Gehalt angeht, im 19. Jahrhundert nichts an die Seite zu stellen ist.«
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30,00€
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DuMont Buchverlag Die Engel von Paul Klee
Paul Klees Engel sind vergesslich oder hässlich, sorgenvoll oder verspielt – genau das macht sie zu den beliebtesten Werken des Künstlers. Boris Friedewald schildert ihre Entstehung und Bedeutung innerhalb des Lebenswerks in einfühlsamem Zusammenhang: vom Christkind des jungen Paul Klee zum ›Maler des Zwischenreichs‹; der seinen persönlichen Zugang zu Engeln fand, bis zum ›Angelus novus‹; der Walter Benjamin ins Exil begleitete. Mit dem abstrakten Bild des ›Engel im Werden‹; in dem Kreuz, Kreis und Dreieck die bestimmenden Bildelemente sind, erfand Klee die Engel neu. Schließlich begegnen wir jenen wunderbaren Engeln, die Klee zu liebenswerten, uns nahestehenden Wesen werden lässt. Dieses Engel-Buch erfreut Augen und Seele gleichermaßen.
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Löcker Verlag Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas A1053265272
Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte, notiert Geschichten wo er auf sie trifft, fügt diese sich zur Collage einer persönlichen, imaginären Metropole, die ohne konkrete geographische Koordinaten irgendwo schwebt zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London. Es sind reale und virtuelle Geschichten, Begegnungen mit Lebenden und mit Toten, mit Künstlern, Schriftstellern und Philosophen in den Cafès und Bars seiner Städte. In Rom sind es Ovid und Horaz am Kapitol, es ist Vergil im Porto di Roma, wo Aeneas landet; es ist der 18-jährige Giacomo Casanova im Greco, den wir später wieder treffen werden in Wien, Triest und Venedig; es ist Goethe in der Via del Corso und Nietzsche mit Lou Salome in einem Beichtstuhl des Petersdoms; im Caffè Specchi in Triest sind es James Joyce und sein Freund Italo Svevo; in Venedig Thomas Mann im Florian, Hemingway in Harrys Bar und Peggy Guggenheim bei einer Party im Palazzo Venier dei Leoni; in Wien sind es Arnold Schönberg und sein Kreis im Cafè Museum und Karl Kraus an der Sirk-Ecke; im Gmundner Cafè Brandl ist es Thomas Bernhard; es sind die father of minimal music Terry Riley und Michael Nyman beim Segeln auf dem Traunsee; auf Sylvia Beachs Pariser Partys im Buchladen Shakespeare & Company sind es Joyce, Hemingway, Henry Miller und Anais Nin, es sind Künstler bei Gertrude Stein in der Rue de Fleurus, in Philippe Starcks Pariser Cafe Costes sind es Zola, Heine, Bourdieu, Debord, Baudrillard und Foucault; es ist Walter Benjamin in seinem Pariser und Friedrich Engels in seinem Londoner Exil ... eine europäische Flanerie, verdichtet zu einer europäischen Erzählung.
1 - 2 Wochen
29,80€
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Weidler Buchverlag Berlin Transkulturelle Hermeneutik I A1059202742
Die hier veröffentlichten zwölf Beiträge basieren auf Vorträgen, die an der Hebräischen Universität in Jerusalem im akademischen Jahr 2019 gehalten wurden. Die zwölf DAAD-Vorlesungen in deutscher Sprache wurden als Vorlesungsreihe zur Förderung deutschsprachiger Kultur- und Literaturwissenschaften an der »Faculty of Humanities« der »Hebrew University of Jerusalem« von Michael Fisch, dem Inhaber des »Walter Benjamin-Chair for German-Jewish Literary and Cultural Studies« initiiert und realisiert. Das »Department for German Language and Literature«, das »Franz Rosenzweig Minerva Research Center« für deutsch-jüdische Kulturgeschichte, Philosophie und Literatur, das »Richard Koebner Minerva Center« für deutsche Geschichte und das Dekanat der »Faculty of Humanities« der Hebräischen Universität unterstützten diese Vorlesungsreihe. In alphabetischer Reihenfolge sind in diesem Band vertreten: Monika Albrecht (Universität Vechta), Inge Arteel (Vrije Universiteit Brüssel), Ernest Hess-Lüttich (Technische Universität Berlin), Michael Hofmann (Universität Paderborn), Saliou Mbaye (Université Cheikh Anta Diop de Dakar), Martina Möller (Université de la Manouba de Tunis), Paul Pechmann (Universität Wien), Johanna Pink (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), Nadjib Sadikou (Europa-Universität Flensburg) Arata Takeda (Freie Universität Berlin), Daniel Weidner (Humboldt Universität Berlin) und Wolfgang Welsch (Friedrich-Schiller-Universität Jena). Die hier genannten zwölf Kolleginnen und Kollegen stellten in großer Zuverlässigkeit und bester Zusammenarbeit ihre Texte für eine Veröffentlichung in diesem Sammelband zur Verfügung. Dieses Buch ist dem Literaturwissenschaftler Stéphane Mosès (1931-2007) gewidmet.
3 - 5 Tagen
52,00€
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Weidler Buchverlag Berlin Transkulturelle Hermeneutik II A1061901599
Die hier veröffentlichten vierzehn Beiträge wurden zur einen Hälfte aus dem Kollegium und zur anderen Hälfte von befreundeten Akademikerinnen und Akademikern der Abteilung für Deutsche Sprache und Literatur der Hebräischen Universität in Jerusalem zur Veröffentlichung überreicht. In alphabetischer Reihenfolge sind in diesem Band vertreten: Ofer Ashkenazi (Jerusalem), Gabriela Börschmann (Jerusalem), Amir Engel (Jerusalem), Michael Fisch (Jerusalem), Ahmed Haykel Gaafar (Bamberg), Vivian Liska (Jerusalem), Ethel Matala de Mazza (Berlin), Angelika Neuwirth (Jerusalem), Sandra Reimann (Oulo), Christoph Schmidt (Jerusalem), Peter Sloterdijk (Berlin), Joseph Vogl (Berlin), Wolfgang Welsch (Berlin) und Barbara Wiedemann (Tübingen). Die hier genannten vierzehn Kolleginnen und Kollegen stellten in großer Zuverlässigkeit und bester Zusammenarbeit ihre Texte zur Verfügung. Im Jahr 1977 wurde die Einrichtung eines Lehrstuhls für Germanistik an der Hebräischen Universität beschlossen. Die Idee hierfür ging auf Gershom Scholem (1897-1982) zurück. Die Germanistik-Abteilung an der Hebräischen Universität wurde nur zwei Jahre später gegründet und ihr erster Leiter wurde Stéphane Moses (1931-2007). Die Hochschule trieb die institutionelle Etablierung der Germanistik voran, indem sie regelmäßig Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland einlud. An der Jerusalemer Abteilung wurde im Jahr 2000 der Walter-Benjamin-Lehrstuhl für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturwissenschaften eingerichtet, den seit 2018 Michael Fisch bekleidet. Auf seine Initiative hin erschienen bislang zwei Sammelbände zur »Transkulturellen Hermeneutik«. Dieses Buch ist dem Philosophen Moses Mendelssohn (1729-1786) gewidmet.
3 - 5 Tagen
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Löcker Verlag Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas A1053265272
Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte, notiert Geschichten wo er auf sie trifft, fügt diese sich zur Collage einer persönlichen, imaginären Metropole, die ohne konkrete geographische Koordinaten irgendwo schwebt zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London. Es sind reale und virtuelle Geschichten, Begegnungen mit Lebenden und mit Toten, mit Künstlern, Schriftstellern und Philosophen in den Cafès und Bars seiner Städte. In Rom sind es Ovid und Horaz am Kapitol, es ist Vergil im Porto di Roma, wo Aeneas landet; es ist der 18-jährige Giacomo Casanova im Greco, den wir später wieder treffen werden in Wien, Triest und Venedig; es ist Goethe in der Via del Corso und Nietzsche mit Lou Salome in einem Beichtstuhl des Petersdoms; im Caffè Specchi in Triest sind es James Joyce und sein Freund Italo Svevo; in Venedig Thomas Mann im Florian, Hemingway in Harrys Bar und Peggy Guggenheim bei einer Party im Palazzo Venier dei Leoni; in Wien sind es Arnold Schönberg und sein Kreis im Cafè Museum und Karl Kraus an der Sirk-Ecke; im Gmundner Cafè Brandl ist es Thomas Bernhard; es sind die father of minimal music Terry Riley und Michael Nyman beim Segeln auf dem Traunsee; auf Sylvia Beachs Pariser Partys im Buchladen Shakespeare & Company sind es Joyce, Hemingway, Henry Miller und Anais Nin, es sind Künstler bei Gertrude Stein in der Rue de Fleurus, in Philippe Starcks Pariser Cafe Costes sind es Zola, Heine, Bourdieu, Debord, Baudrillard und Foucault; es ist Walter Benjamin in seinem Pariser und Friedrich Engels in seinem Londoner Exil ... eine europäische Flanerie, verdichtet zu einer europäischen Erzählung.
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Parodos Verlag Weihnachten bei Philosophen A1055340475
Was hat den kleinen Mann bloß an den Nordpol getrieben? Er ist Philosoph. In der Eiswüste der Abstraktion will er seine Gedanken klären. Da kommt ihm ein anderer Bewohner der Polarregion in die Quere: der Weihnachtsmann. Der ist gar nicht erfreut über seinen neuen Nachbarn, diese reflektierende Quasselstrippe. Trotz ihrer ultimativen Höflichkeit streiten sie sich bald. Worüber? Über Weihnachten natürlich. Und darüber, dass der Weihnachtsmann, sagt der Philosoph, nur eine fromme Ideologie unters Volk der Kaufsüchtigen bringe. Der ist gar nicht dieser Meinung. Der Weihnachtsmann wendet seine ganze Berufserfahrung auf, um den Philosophen vom Gegenteil zu überzeugen. Er hat einen entscheidenden Vorteil. Er kennt die großen Denker persönlich. Zwar nur von wenigen Minuten am Weihnachtsabend her, aber immerhin! Während der Philosoph nur deren Werke zitieren kann. Unser Philosoph erblasst vor Neid. Philosoph und Weihnachtsmann verabreden eine Wette. Der Philosoph begleitet den Weihnachtsmann im Rentierschlitten und schaut ihm kritisch über die Schulter. Dann werde man ja sehen, ob Weihnachten das Fest der edlen Herzen oder die banale Geschenkorgie voll kalter Berechnung sei. Der Philosoph erwartet ein Fest der Ideologiekritik, das den faulen Zauber genüsslich entlarvt. Der Weihnachtsmann schwelgt in seiner festlich gestimmten Welt. Jeder versucht nach Kräften, den anderen auszubooten. Der Weihnachtsmann ist sich seiner Sache sicher. Der Philosoph darf besonders schwierige Kunden frei auswählen. Gemäß seiner Wunschliste besuchen sie am Weihnachtsabend Immanuel Kant in Königsberg, Søren Kierkegaard in Kopenhagen, Karl Marx in London, Walter Benjamin in Berlin und Theodor W. Adorno im noch halb zerstörten Frankfurt. Bei jedem Besuch erleben sie ihr blaues Wunder.
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Transcript Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften A1011824727
Architektur ist ein Feld, das den Umgang mit verschiedenen Wissensformen erfordert und dieses Wissen im Entwurf sozialer Räume interpretiert: Architektur richtet Situationen ein und bestimmt die Wahrnehmbarkeit von Körpern, Dingen und Praktiken. Ebenso verteilt, ordnet und steuert Architektur Prozesse und Abläufe.Der zweibändige Reader versammelt klassische Texte aus den Kulturwissenschaften, die dieses ästhetische und logistische Wissen der Architektur aufschlüsseln. Er legt damit die Grundlage für eine kulturwissenschaftliche Architekturforschung, die Architektur in ihren kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Zusammenhängen untersucht.Dieser erste Band umreißt eine Ästhetik des sozialen Raumes, der zweite Band nimmt die Logistik des sozialen Raumes in den Blick.Zum Aufbau dieses Bandes:1. Architektur als Kunst (u.a. Theodor W. Adorno, Jacques Rancière)2. Techniken der Wahrnehmung (u.a. Erwin Panofsky, Walter Benjamin)3. Geschichte der Sinne (u.a. Georg Simmel, Alain Corbin)4. Körper, Leib und Raum (u.a. Ernst Cassirer, Maurice Merleau-Ponty)5. Lesbarkeit (u.a. Roland Barthes, Jean Baudrillard)6. Praktiken und Situationen (u.a. Judith Butler, Guy Debord)Zum Aufbau des zweiten Bandes:1. Orte und Identitäten (u.a. Martin Heidegger, Doreen Massey)2. Schwellen und Grenzen (u.a. Mary Douglas, Rem Koolhaas)3. Anordnungen und Verteilungen (u.a. Michel Foucault, Pierre Bourdieu)4. Wege und Kanäle (u.a. Marshall McLuhan, Vilém Flusser)5. Märkte, Eigentum und Verwertung (u.a. David Harvey, Saskia Sassen)6. Handeln und Entwerfen (u.a. Henri Lefebvre, Bruno Latour)
1 - 2 Wochen
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Goldmann Mache die Welt, Sachbücher von Richard David Precht K5 079939268
Im vierten Band seiner Philosophiegeschichte widmet sich Richard David Precht den grossen Ideen der Moderne. Die Moderne provoziert die Philosophie! Der Raum als feste Grösse der Physik verliert an Bedeutung, die Frage, was Materie ist, erscheint auf einmal erstaunlich unklar. Ebenso unklar ist die Frage, was Leben ist, und auch das Bewusstsein wird zunehmend zum Rätsel. Mit Sigmund Freuds Psychoanalyse übernimmt das Unbewusste die Herrschaft über den Menschen und fordert die altehrwürdige Vernunftphilosophie heraus. Und auch der Blick auf das grosse Ganze scheint versperrt zu sein: Die Soziologie, ein neuer Konkurrent, beansprucht das Terrain für sich. Relevant bleibt die Philosophie nur dann, wenn sie einen Mehrwert schafft, der über die Perspektive der Naturwissenschaften, der Psychologen und Soziologen hinausgeht. Sie muss näher an die Dinge heran, tiefer ins Leben blicken und sehr viel genauer beschreiben als sie es traditionell getan hat. Muss die Philosophie das Fernrohr nach innen richten, tief in sich hineinsehen, dorthin, wo die experimentelle Psychologie nie hingelangt? Auf diese Weise entstehen Edmund Husserls Phänomenologie und die neuen Ontologien Martin Heideggers, Alfred North Whiteheads und Nicolai Hartmanns. Soll sie bei der Logik der Sprache ansetzen? So tun es die analytischen Philosophen im Anschluss an Ludwig Wittgenstein und Bertrand Russell. Oder ist Philosophie ein Denken in Bildern, Metaphern und Zwischenräumen wie bei Ernst Bloch und Walter Benjamin? Parallel zur Selbstverständigung der Philosophen radikalisieren sich die Zeitläufte. Der Erste Weltkrieg erschüttert die abendländische Zivilisation und fordert zum radikalen Neudenken auf. Ein Gedankenfestival der Ideen mit einem jähen Ende: dem Zweiten Weltkrieg. Kenntnisreich und elegant zeichnet Richard David Precht die Wege des Denkens in der Moderne nach – mit ihren weitreichenden Folgen bis hinein in unsere Zeit.
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Transcript Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften
Architektur ist ein Feld, das den Umgang mit verschiedenen Wissensformen erfordert und dieses Wissen im Entwurf sozialer Räume interpretiert: Architektur richtet Situationen ein und bestimmt die Wahrnehmbarkeit von Körpern, Dingen und Praktiken. Ebenso verteilt, ordnet und steuert Architektur Prozesse und Abläufe.Der zweibändige Reader versammelt klassische Texte aus den Kulturwissenschaften, die dieses ästhetische und logistische Wissen der Architektur aufschlüsseln. Er legt damit die Grundlage für eine kulturwissenschaftliche Architekturforschung, die Architektur in ihren kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Zusammenhängen untersucht.Dieser erste Band umreißt eine Ästhetik des sozialen Raumes, der zweite Band nimmt die Logistik des sozialen Raumes in den Blick.Zum Aufbau dieses Bandes:1. Architektur als Kunst (u.a. Theodor W. Adorno, Jacques Rancière)2. Techniken der Wahrnehmung (u.a. Erwin Panofsky, Walter Benjamin)3. Geschichte der Sinne (u.a. Georg Simmel, Alain Corbin)4. Körper, Leib und Raum (u.a. Ernst Cassirer, Maurice Merleau-Ponty)5. Lesbarkeit (u.a. Roland Barthes, Jean Baudrillard)6. Praktiken und Situationen (u.a. Judith Butler, Guy Debord)Zum Aufbau des zweiten Bandes:1. Orte und Identitäten (u.a. Martin Heidegger, Doreen Massey)2. Schwellen und Grenzen (u.a. Mary Douglas, Rem Koolhaas)3. Anordnungen und Verteilungen (u.a. Michel Foucault, Pierre Bourdieu)4. Wege und Kanäle (u.a. Marshall McLuhan, Vilém Flusser)5. Märkte, Eigentum und Verwertung (u.a. David Harvey, Saskia Sassen)6. Handeln und Entwerfen (u.a. Henri Lefebvre, Bruno Latour)
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Suhrkamp Eine ungewöhnliche Klassik nach 1945 A1023100389
In der lebensbedrohenden Schreibkrise der späten siebziger Jahre wurden für Handke die Wiedergewinnung der Sprache und die Verbindung zur Tradition zu einer Frage des Überlebens. Nicht nur die literarische, auch die künstlerische, philosophische und wissenschaftliche Tradition verwandelt er in seinem Werk nun bewusst in ein Organon der schönen Alltäglichkeit und der Lebenskunst. Hans Höller zeichnet diese verborgene oder offen zutage liegende literarische Verwandlung der Tradition im Werk Handkes nach, er zeigt die Weiterentwicklung von Walter Benjamins „Schwellenkunde“ in eine Textlandschaft der rettenden Übergänge und Passagen, die Umsetzung von Goethes „Farbenlehre“ in die heitere Farbsemantik der Texte oder die erstaunliche, bisher kaum von der Kritik gewürdigte Wiederentdeckung der ‚schönsten Philosophie des Raums’; wie Ernst Bloch die „Ethik“ des Spinoza genannt hat. Das Novum von Handkes Werk gegenüber der Weimarer Klassik liege darin, dass er das dort unterbelichtete Soziale ins Spiel bringt, literarisch den Weg nach unten geht, zu den Nicht-Privilegierten, die Sprengkraft der Materialität der Triebe verteidigt und die mediale Dimension der Sprache mitdenkt. Handkes Bücher werden als immer neue Variante von Hölderlins „Komm; ins Offene, Freund“; gelesen, als die schönste literarisch-philosophische Wendung gegen die Weltkrankheit der Depression. Darum findet man in diesem Handke-Buch heitere Studien zu Flüssen, Bergen, Wolken, zu den Spatzen und zum Himmel, dem Licht und den Farben, den Geräuschen und Naturlauten, dem Schnee, den Gasthäusern und Gärten, oder dem „terrain vague“; der prekären Zwickelwelt zwischen den Straßen, Eisenbahnlinien oder den Busbahnhöfen und Vorortkaschemmen. Nicht zuletzt aber geht es in diesen Studien um Handkes Sinn für Arbeit und menschliche Würde, der das Zentrum seiner Idee des Klassischen bildet und sein Werk in ungewöhnlichen sozialkritischen Zusammenhängen neu entdecken lässt.
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Goldmann Mache die Welt A1056361187
Im vierten Band seiner Philosophiegeschichte widmet sich Richard David Precht den großen Ideen der Moderne. Die Moderne provoziert die Philosophie! Der Raum als feste Größe der Physik verliert an Bedeutung, die Frage, was Materie ist, erscheint auf einmal erstaunlich unklar. Ebenso unklar ist die Frage, was Leben ist, und auch das Bewusstsein wird zunehmend zum Rätsel. Mit Sigmund Freuds Psychoanalyse übernimmt das Unbewusste die Herrschaft über den Menschen und fordert die altehrwürdige Vernunftphilosophie heraus. Und auch der Blick auf das große Ganze scheint versperrt zu sein: Die Soziologie, ein neuer Konkurrent, beansprucht das Terrain für sich. Relevant bleibt die Philosophie nur dann, wenn sie einen Mehrwert schafft, der über die Perspektive der Naturwissenschaften, der Psychologen und Soziologen hinausgeht. Sie muss näher an die Dinge heran, tiefer ins Leben blicken und sehr viel genauer beschreiben als sie es traditionell getan hat. Muss die Philosophie das Fernrohr nach innen richten, tief in sich hineinsehen, dorthin, wo die experimentelle Psychologie nie hingelangt? Auf diese Weise entstehen Edmund Husserls Phänomenologie und die neuen Ontologien Martin Heideggers, Alfred North Whiteheads und Nicolai Hartmanns. Soll sie bei der Logik der Sprache ansetzen? So tun es die analytischen Philosophen im Anschluss an Ludwig Wittgenstein und Bertrand Russell. Oder ist Philosophie ein Denken in Bildern, Metaphern und Zwischenräumen wie bei Ernst Bloch und Walter Benjamin? Parallel zur Selbstverständigung der Philosophen radikalisieren sich die Zeitläufte. Der Erste Weltkrieg erschüttert die abendländische Zivilisation und fordert zum radikalen Neudenken auf. Ein Gedankenfestival der Ideen mit einem jähen Ende: dem Zweiten Weltkrieg. Kenntnisreich und elegant zeichnet Richard David Precht die Wege des Denkens in der Moderne nach – mit ihren weitreichenden Folgen bis hinein in unsere Zeit.
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Goldmann Mache die Welt
Im vierten Band seiner Philosophiegeschichte widmet sich Richard David Precht den großen Ideen der Moderne. Die Moderne provoziert die Philosophie! Der Raum als feste Größe der Physik verliert an Bedeutung, die Frage, was Materie ist, erscheint auf einmal erstaunlich unklar. Ebenso unklar ist die Frage, was Leben ist, und auch das Bewusstsein wird zunehmend zum Rätsel. Mit Sigmund Freuds Psychoanalyse übernimmt das Unbewusste die Herrschaft über den Menschen und fordert die altehrwürdige Vernunftphilosophie heraus. Und auch der Blick auf das große Ganze scheint versperrt zu sein: Die Soziologie, ein neuer Konkurrent, beansprucht das Terrain für sich. Relevant bleibt die Philosophie nur dann, wenn sie einen Mehrwert schafft, der über die Perspektive der Naturwissenschaften, der Psychologen und Soziologen hinausgeht. Sie muss näher an die Dinge heran, tiefer ins Leben blicken und sehr viel genauer beschreiben als sie es traditionell getan hat. Muss die Philosophie das Fernrohr nach innen richten, tief in sich hineinsehen, dorthin, wo die experimentelle Psychologie nie hingelangt? Auf diese Weise entstehen Edmund Husserls Phänomenologie und die neuen Ontologien Martin Heideggers, Alfred North Whiteheads und Nicolai Hartmanns. Soll sie bei der Logik der Sprache ansetzen? So tun es die analytischen Philosophen im Anschluss an Ludwig Wittgenstein und Bertrand Russell. Oder ist Philosophie ein Denken in Bildern, Metaphern und Zwischenräumen wie bei Ernst Bloch und Walter Benjamin? Parallel zur Selbstverständigung der Philosophen radikalisieren sich die Zeitläufte. Der Erste Weltkrieg erschüttert die abendländische Zivilisation und fordert zum radikalen Neudenken auf. Ein Gedankenfestival der Ideen mit einem jähen Ende: dem Zweiten Weltkrieg. Kenntnisreich und elegant zeichnet Richard David Precht die Wege des Denkens in der Moderne nach – mit ihren weitreichenden Folgen bis hinein in unsere Zeit.
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Suhrkamp Tanz auf den Rändern
Als einsamer Spaziergänger und weltabgewandter Poet in der Dachkammer ist Robert Walser zur literarischen Legende geworden. Sein Werk jedoch wendet sich auch seiner Zeit zu. Diese noch wenig bekannte Seite Walsers rückt Peter Utz entschieden ins Licht und leuchtet dessen Epoche neu aus. Er zieht dazu alle heute bekannten Texte heran, darunter bisher unentdeckte Feuilletons, und sämtliche Bleistift -Entwürfe. Anhand des von Robert Walser geprägten Leitbegriffs »Jetztzeitstil« verfolgt Peter Utz, wie dieser Autor sich seiner Zeit aussetzt, auch wenn er sich von ihr löst, und wie er sich von ihr distanziert, wenn sie ihn einzuholen droht: eine tänzerische Bewegung, in der er aus seiner Zeit vielfältige, unerwartete und überraschende Bewegungsimpulse aufgreift. Von der scheinbar zeitfernen Aschenbrödel-Figur führt dieser Tanz zur zeittypischen »Nervosität«, vom Alpenmythos und den Weltuntergangsphantasien der Epoche zu ihrer Nietzsche-Verehrung und zur umstrittenen Schriftsteller-Ikone Kleist. Hellhörig bleibt Walser für dieses Stimmengewirr seiner Zeit, ohne ihr nach dem Munde zu reden. Robert Walser muß im Lauf der Jahre seine literarische Produktion zwar immer stärker auf das Zeitungsfeuilleton ausrichten, doch verwandelt er den Raum »unter dem Strich«, am Rande der Tagesaktualität, in einen Spielraum seiner schriftstellerischen Souveränität. Dort kann er sich, wie seine Zeitgenossen Walter Benjamin und Franz Kafka, als literarischer Labyrinthgänger gezielt verirren. Und dort kann er als kühner Schreibtischtänzer immer neue Tanzfiguren erproben. Diese faszinieren über seine »Jetztzeit« hinaus: Der Tänzer Walser läßt unsere Zeit nicht los, weil wir ihn nie ganz mit Begriffen fassen und eindeutig festlegen können.
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Königshausen u. Neumann Rahmenwechsel Kulturwissenschaften A1009841248
Rahmenwechsel – G. Brandstetter: Intermedialität zwischen Bild, Tanz und Video. „Las Meninas“ in Übertragung: Evelyn Sussmans „89 Seconds at Alcazar“ und Edouard Locks „Velazquez’ Little Museum“ – W. Müller-Funk: Benjamin und der translational turn. Thesen und Anmerkungen – T. M. L. R. Cadete: ’...sondern macht sichtbar’ – das fehlende Objekt oder die Unterflache der Kultur – V. Nünning: Literaturgeschichte nach dem ‘Cultural Turn’: Auswahlprinzipien und Konzepte einer kulturwissenschaftlichen Literaturgeschichtsschreibung – G. L. Schiewer: Der ‚Dialog der Kulturen’ in der Diskussion: Perspektiven internationaler Kommunikation in nicht-idealer Situation – A. Sousa Ribeiro: Entgrenzen oder abgrenzen? Anmerkungen zur Germanistik (auch in Portugal) – Raum Eroberung – G. Neumann: Baukunst. Zu Franz Kafkas Architekturen – M. Schmeling: Der Vergleich mit dem Fremden. Die andere Kultur im Diskurs der Moderne – M. Matos: Zur (Re-) Präsentation der Reise im Lichte medialer Migrationsprozesse – C. Martins: Moderne, Imperialismus, Essayismus. Fiktionen der Totalitat bei Robert Muller und Robert Musil – (Un)sichtbarkeiten – C. Wulf: Imagination und Performativität. Zur Dynamik der Entwicklung von Kultur – A. Montandon: Die Entstehung einer nächtlichen Fantastik am Beispiel Ludwig Tiecks – A. Opitz: Im Katalog der Wunsche. Zur Semantik der Ware im 20. Jahrhundert – I. Capeloa Gil: Die Herren der Bilder. Die Verbildlichung der Katastrophe bei Walter Benjamin und Spike Lee – A. Rassidakis: Gottfried Benn, Morgue: Poetik der Prasenz – K. L. Pfeiffer: Medien- und Menschenspiele der Kultur im Horizont der Ästhetik – Gedächtnis und Erinnerung – A. Nünning: Kulturen als Erinnerungs- und Erzählgemeinschaften: Grundzuge und Perspektiven einer kulturgeschichtlichen Erzählforschung – M. Dias: Kann Kultur den Frieden sichtbar machen ? Vom “ursachlichen Pazifismus” zur “zivilisierten Konfliktkultur“ – F. Mota Alves: Erinnerte Geschichte(n): individuelle Identität und kollektives Gedachtnis in Am Beispiel meines Bruders und Der Freund und der Fremde von Uwe Timm – F. Viana Guarda: Zwischen kulturellem Gedächtnis und Familienerinnerung. Zu den Romanen Spione von Marcel Beyer und Himmelskörper von Tanya Duckers – L. Afonso Soares: Die unerträgliche Last der Erinnerungen: Über Ruth Kluger und Imre Kertesz – T. Seruya: Das besondere Gedächtnis der Enkel Chamissos
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Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte Risse
Roswitha Schieb beschreibt und befragt die Lebensläufe von dreißig Schriftstellern, Künstlern, Schauspielern, Wissenschaftlern oder Politikern aus den letzten zweihundert Jahren, in deren Biografie und Werk sich die Verwerfungen der deutschen Geschichte wie in einem Brennspiegel offenbaren. Dreh- und Angelpunkt all ihrer Studien ist die Zeit des Nationalsozialismus einschließlich seiner Vorgeschichte und seiner langen Nachwirkungen. Dabei beleuchtet sie besonders solche Persönlichkeiten, deren Wege abseits des Mainstreams verliefen und verlaufen. Bei den Porträtierten handelt es sich oft um Menschen, die nicht auf der Siegerseite standen und daher mit zwiespältigen Gefühlen und wacherem Blick wahrnehmen konnten, was mit ihnen und um sie herum geschah. Verstricktheit und Aufbegehren, Widersprüchlichkeit und Widerstand, Scheitern und Aufbruch werden in ihren vielfältigen Ausprägungen gezeigt. Dabei stehen stets die Auswirkungen der »großen Geschichte« auf die Einzelschicksale im Fokus. Die Essays des in sieben Hauptkapitel unterteilten Buches folgen einer chronologischen Ordnung von der Mitte des 19. Jahrhunderts über den Ersten Weltkrieg, die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg über die Nachkriegszeit in beiden deutschen Staaten bis ins Heute, wo es auch Fragen des aktuellen Rechtspopulismus berührt. Mit Beiträgen über Fanny Lewald; Agnes Wabnitz; Clara Immerwahr und Fritz Haber; Else Ury; Walter Benjamin; Selma Meerbaum-Eisinger und Anita Lasker-Wallfisch; Billy Wilder; Marlene Dietrich; Hans Sahl; Günther Anders; Bernward Vesper; Gisela Elsner und Oskar Roehler; Herbert, Eva und Thomas Hupka; Günther Schabowski; Inge Müller; Brigitte Reimann; Christa Reinig; Horst Strempel; Helga Schütz; Roger Loewig; Helga M. Novak; Amon Göths Tochter Monika Hertwig und seine Enkelin Jennifer Teege; Carolin Emcke; Ursula Krechel; Hans Pleschinski.
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