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Schirmer Mosel Verlag Antlitz der Zeit, Sachbücher von August Sander
Antlitz der Zeit. 60 Fotos deutscher Menschen war die erste Portraitsammlung, die August Sander (1876–1964) veröffentlichte. 1929 im Münchner Kurt Wolff/Transmare Verlag erschienen, stösst das Buch unmittelbar auf breite mediale Resonanz, wird im Feuilleton der grossen Tageszeitungen besprochen, in literarischen Beilagen empfohlen und in Fachzeitschriften hoch gelobt. Unter den Rezensenten finden sich so klingende Namen wie Walter Benjamin, Kurt Tucholsky, Wilhelm Hausenstein, Sanders Malerfreund Franz W. Seiwert, Luise Straus-Ernst bis hin zu Walker Evans in den USA. Antlitz der Zeit war als Vorausschau auf das weit umfassender geplante Portraitprojekt Menschen des 20. Jahrhunderts gedacht, das Sander in den 20er Jahren trotz eines hohen Arbeitspensums als Berufsphotograph systematisch verfolgte. Der Erfolg des Buches bestärkte ihn in seinen künstlerischen Ambitionen, denen der Nationalsozialismus allerdings ein jähes Ende setzte: Antlitz der Zeit fiel der Zensur zum Opfer – wie auch viele seiner prominenten Rezensenten und die meisten der Printmedien, in denen es besprochen worden war. Unser Band ist weit mehr als eine weitere Neuauflage von Sanders Klassiker. Die hier abgedruckten rund 80 zwischen 1929 und 1933 in der Presse veröffentlichten Artikel, die zum Bestand des August Sander Archivs der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur gehören, begleiten die 60 Bildmotive und Alfred Döblins Originaltext der Erstausgabe mit einem vielstimmigen Chor zeitgenössischer Reaktionen.
Sofort lieferbar, 1-2 Werktage
39,80€
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preigu

Frölich und Kaufmann Sigmar Polke. Daphne. Signierte Ausgabe im Schuber. 1476882
Das von Reiner Speck in Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipierte Buch »Daphne« gibt Einblick in die Werkstatt Sigmar Polkes und in das durch subtile Ironie bestimmte Werk eines der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Mit dieser Anthologie von Bildfindungsquellen und Dokumenten wird Polkes Schöpfungsprozess in vierundzwanzig Kapiteln am Beispiel von großformatigen Fotokopien beleuchtet. So offenbart sich die ungewöhnliche Methodik einer Bildgenese. Die alte Form des handlichen Skizzenbuches scheint abgelöst vom Aktenordner, der diese manipulierten Blätter aus Kopiergeräten versammelt. Irgendwann einmal wird das ein oder andere Blatt zum Motiv eines großen Bildes oder eines kleineren graphischen Zyklus’. Die Dramaturgie später zu schaffender Werke beginnt vor dem Kopiergerät, ihre Dramatik wird durch Hand und Blick des Künstlers bestimmt. Druckpunkt und Raster, Sujet und Geschwindigkeit bestimmen das scheinbar unvorhersehbare und zuweilen schwer deutbare Geheimnis eines Bildes, dessen Entwürfe dem Abfall einer Reproduktionsmaschine gleichen. Auch wenn die im Buch dokumentierten Sujets nur einen kleinen Einblick in die bisher geheimgehaltenen Arbeitsschränke und Archive des Künstlers geben, so ist es doch ein wesentlicher. Das Einzigartige des vorgelegten Bandes ist die tautologische Handhabung und Reflexion seines Entstehungsprozesses: Die Originalkopien wurden im gleichen Verfahren in ihrer ursprünglichen Größe reproduziert, geordnet und gebündelt. Erstmals ist so ein Künstlerbuch mit einer solchen Aura an Authentizität entstanden, so dass anhand dessen Walter Benjamins Essay »Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit« neu gelesen werden muss. (Text dt., engl.)
1-3 Werktage
498,00€
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Edition Clandestin Frédéric Pajak: Manifeste incertain 1, Fachbücher von Frédéric Pajak
Meine Grossmutter liebte mich sehr, ja sie umsorgte mich zärtlich. Frédéric Pajak, geboren 1955 bei Paris, Franzose und Schweizer. Autor, Künstler und Verleger. Seine Bücher, für die er zahlreiche Preise bekam, darunter 2014 den Prix Médicis und 2015 den Schweizer Literaturpreis, kombinieren Zeichnung und Text. Im "Manifeste incertain 1" setzt sich Pajak mit dem Leben und Werk des Philosophen Walter Benjamin auseinander. "Manifeste incertain 1" ist der erste Band eines insgesamt neunteiligen Werks, welcher erstmals in deutscher Übersetzung erscheint.
4-7 Werktage
35,00€
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Reclam, Philipp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
Als Walter Benjamin diesen Aufsatz 1936 im Pariser Exil in französischer Übersetzung publizierte, blieb das erhoffte Echo aus. Inzwischen gehört er zum Kanon der Ästhetik, der Medienwissenschaft und der politischen Theorie. Die Abhandlung, die in ihrem Kern von einer weltgeschichtlichen Krise der Tradition handelt, hat paradoxerweise den Status eines klassischen Textes gewonnen, der selbst zum festen Bestand der Überlieferung gehört. Der Text der vorliegenden Ausgabe wurde am Nachlass überprüft. Besonders interessante Alternativversionen einiger Abschnitte werden im Anhang wiedergegeben. Ein Zeilenkommentar und ein Nachwort geben wertvolle Verständnishilfen.
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Carl Hanser Adrienne Mesurat A1000445413
Eine kleine Villa in der französischen Provinz, ein Vater und zwei erwachsene Töchter, die ältere kränklich, die jüngere achtzehn und lebenshungrig. Was äußerlich wohl geordnet scheint, wird für Adrienne Mesurat zu einer Hölle auf Erden. Vom Vater gegängelt und von der Schwester schikaniert, verliebt sie sich in den Arzt Maurecourt. Eine obsessive und fanatische Liebe, die jedoch unerwidert bleibt. Als die Schwester Germaine aus dem Haus des Vaters flieht, steht Adrienne dessen Willkür allein gegenüber. »Eines der allerbesten Bücher des Jahrhunderts« (Walter Benjamin) in der glanzvollen Neuübersetzung von Elisabeth Edl.
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Transcript Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften
Architektur ist ein Feld, das den Umgang mit verschiedenen Wissensformen erfordert und dieses Wissen im Entwurf sozialer Räume interpretiert: Architektur richtet Situationen ein und bestimmt die Wahrnehmbarkeit von Körpern, Dingen und Praktiken. Ebenso verteilt, ordnet und steuert Architektur Prozesse und Abläufe.Der zweibändige Reader versammelt klassische Texte aus den Kulturwissenschaften, die dieses ästhetische und logistische Wissen der Architektur aufschlüsseln. Er legt damit die Grundlage für eine kulturwissenschaftliche Architekturforschung, die Architektur in ihren kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Zusammenhängen untersucht.Dieser erste Band umreißt eine Ästhetik des sozialen Raumes, der zweite Band nimmt die Logistik des sozialen Raumes in den Blick.Zum Aufbau dieses Bandes:1. Architektur als Kunst (u.a. Theodor W. Adorno, Jacques Rancière)2. Techniken der Wahrnehmung (u.a. Erwin Panofsky, Walter Benjamin)3. Geschichte der Sinne (u.a. Georg Simmel, Alain Corbin)4. Körper, Leib und Raum (u.a. Ernst Cassirer, Maurice Merleau-Ponty)5. Lesbarkeit (u.a. Roland Barthes, Jean Baudrillard)6. Praktiken und Situationen (u.a. Judith Butler, Guy Debord)Zum Aufbau des zweiten Bandes:1. Orte und Identitäten (u.a. Martin Heidegger, Doreen Massey)2. Schwellen und Grenzen (u.a. Mary Douglas, Rem Koolhaas)3. Anordnungen und Verteilungen (u.a. Michel Foucault, Pierre Bourdieu)4. Wege und Kanäle (u.a. Marshall McLuhan, Vilém Flusser)5. Märkte, Eigentum und Verwertung (u.a. David Harvey, Saskia Sassen)6. Handeln und Entwerfen (u.a. Henri Lefebvre, Bruno Latour).
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Transcript Verlag Authentizität in den Medien, Fachbücher von Katrin Brümmer, Martin Scholz
Zwischen Authentizität und medialer Vermittlung herrscht ein Spannungsverhältnis. Ausgehend von Walter Benjamins Konzept der Aura fragen die Beiträgerinnen, wie Echtheitsansprüche in analogen und digitalen Medien erzeugt, vermittelt oder hinterfragt werden können. Dabei widmen sie sich den Bedingungen und Verfahren medialer Authentizitätszuschreibungen: Welche gestalterischen, ästhetischen und erzählerischen Mittel erzeugen Glaubwürdigkeit? Und welche Rolle spielen kulturelle, historische oder gesellschaftliche Kontexte für die Wahrnehmung von Echtheit? Die Ergebnisse eröffnen interdisziplinäre Zugänge auf ein zentrales Thema unserer Gegenwart – kritisch, reflexiv und hochaktuell.
4-7 Werktage
45,00€
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Moluna GmbH

Parodos Verlag Weihnachten bei Philosophen A1055340475
Was hat den kleinen Mann bloß an den Nordpol getrieben? Er ist Philosoph. In der Eiswüste der Abstraktion will er seine Gedanken klären. Da kommt ihm ein anderer Bewohner der Polarregion in die Quere: der Weihnachtsmann. Der ist gar nicht erfreut über seinen neuen Nachbarn, diese reflektierende Quasselstrippe. Trotz ihrer ultimativen Höflichkeit streiten sie sich bald. Worüber? Über Weihnachten natürlich. Und darüber, dass der Weihnachtsmann, sagt der Philosoph, nur eine fromme Ideologie unters Volk der Kaufsüchtigen bringe. Der ist gar nicht dieser Meinung. Der Weihnachtsmann wendet seine ganze Berufserfahrung auf, um den Philosophen vom Gegenteil zu überzeugen. Er hat einen entscheidenden Vorteil. Er kennt die großen Denker persönlich. Zwar nur von wenigen Minuten am Weihnachtsabend her, aber immerhin! Während der Philosoph nur deren Werke zitieren kann. Unser Philosoph erblasst vor Neid. Philosoph und Weihnachtsmann verabreden eine Wette. Der Philosoph begleitet den Weihnachtsmann im Rentierschlitten und schaut ihm kritisch über die Schulter. Dann werde man ja sehen, ob Weihnachten das Fest der edlen Herzen oder die banale Geschenkorgie voll kalter Berechnung sei. Der Philosoph erwartet ein Fest der Ideologiekritik, das den faulen Zauber genüsslich entlarvt. Der Weihnachtsmann schwelgt in seiner festlich gestimmten Welt. Jeder versucht nach Kräften, den anderen auszubooten. Der Weihnachtsmann ist sich seiner Sache sicher. Der Philosoph darf besonders schwierige Kunden frei auswählen. Gemäß seiner Wunschliste besuchen sie am Weihnachtsabend Immanuel Kant in Königsberg, Søren Kierkegaard in Kopenhagen, Karl Marx in London, Walter Benjamin in Berlin und Theodor W. Adorno im noch halb zerstörten Frankfurt. Bei jedem Besuch erleben sie ihr blaues Wunder.
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Transcript Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften A1011824727
Architektur ist ein Feld, das den Umgang mit verschiedenen Wissensformen erfordert und dieses Wissen im Entwurf sozialer Räume interpretiert: Architektur richtet Situationen ein und bestimmt die Wahrnehmbarkeit von Körpern, Dingen und Praktiken. Ebenso verteilt, ordnet und steuert Architektur Prozesse und Abläufe.Der zweibändige Reader versammelt klassische Texte aus den Kulturwissenschaften, die dieses ästhetische und logistische Wissen der Architektur aufschlüsseln. Er legt damit die Grundlage für eine kulturwissenschaftliche Architekturforschung, die Architektur in ihren kulturellen, sozialen, ökonomischen und politischen Zusammenhängen untersucht.Dieser erste Band umreißt eine Ästhetik des sozialen Raumes, der zweite Band nimmt die Logistik des sozialen Raumes in den Blick.Zum Aufbau dieses Bandes:1. Architektur als Kunst (u.a. Theodor W. Adorno, Jacques Rancière)2. Techniken der Wahrnehmung (u.a. Erwin Panofsky, Walter Benjamin)3. Geschichte der Sinne (u.a. Georg Simmel, Alain Corbin)4. Körper, Leib und Raum (u.a. Ernst Cassirer, Maurice Merleau-Ponty)5. Lesbarkeit (u.a. Roland Barthes, Jean Baudrillard)6. Praktiken und Situationen (u.a. Judith Butler, Guy Debord)Zum Aufbau des zweiten Bandes:1. Orte und Identitäten (u.a. Martin Heidegger, Doreen Massey)2. Schwellen und Grenzen (u.a. Mary Douglas, Rem Koolhaas)3. Anordnungen und Verteilungen (u.a. Michel Foucault, Pierre Bourdieu)4. Wege und Kanäle (u.a. Marshall McLuhan, Vilém Flusser)5. Märkte, Eigentum und Verwertung (u.a. David Harvey, Saskia Sassen)6. Handeln und Entwerfen (u.a. Henri Lefebvre, Bruno Latour).
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GRIN Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Kultur A1005653007
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Medien, Kunst, Musik, Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Modernisierungstheorien, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Auswirkungen einer sich verändernden Welt auf die Kultur und die Implikationen für das Verhältnis der Menschen zur Kultur stellen einen Themenkomplex dar, der in den letzten Jahrzehnten vor dem Hintergrund des als Globalisierung bekannten Phänomens an Bedeutung gewonnen hat. Dennoch ist diese keine gänzlich neue Fragestellung. Einige der aktuellen Autoren, deren Beiträge zu dieser Diskussion in dieser Arbeit behandelt werden, haben auf diesen Umstand hingewiesen, und stellen den Theoretikern des Postmodernismus Beispiele entgegen, die belegen dass die Veränderungen und Probleme in Bezug auf das Verhältnis der Kultur zum Menschen in einer komplexer und differenzierter werdenden Welt nicht erst in der unmittelbaren Vergangenheit aufgetreten sind, sondern vielmehr Charakteristika der Moderne sind (und teilweise schon vorher zu beobachten waren), die schon Anfang des 20. Jahrhunderts bestanden und die Arbeit von Autoren wie Georg Simmel, Walter Benjamin, W.B. Yeats oder James Joyce beeinflussten. Welche Auswirkungen hat die fortschreitende Globalisierung auf die Kultur? Sind diese Entwicklungen zu begrüßen oder abzulehnen? Welche Möglichkeiten gibt es, auf die Veränderungen zu reagieren, ihren weiteren Verlauf zu beeinflussen, sie aufzuhalten oder gar aufzuhalten? Einige der gängigsten Theorien, die versuchen, Antworten auf diese Fragen zu geben, werden hier vorgestellt. Grob eingeteilt gibt es zunächst zwei Gruppen von Theorien: jene, die von einer neuen globalen Kultur ausgehen, die nicht mit irgend einer bestehenden nationalstaatlichen Kultur identisch ist, und auf der anderen Seiten die Theorien des kulturellen Imperialismus, die vor allem auf den wachsenden Einfluss der US-Amerikanischen Kultur in der Welt abheben.
3 - 5 Tagen
17,95€
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Campus Die Moderne als Sozialmythos
»Es hat keine Epoche gegeben, die sich nicht im exzentrischen Sinne ›modern‹ fühlte und unmittelbar vor einem Abgrund zu stehen glaubte.« Walter Benjamin Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Modernisierung. Unablässig modernisiert die Moderne sich selbst, überall lauern neue Schübe funktionaler Differenzierung, und immer schneller brechen sich evolutionäre Prozesse der Rationalisierung von Handlungssphären Bahn. Wer glaubt daran – und warum? Und über welche Krisen versucht die Moderne sich und ihre soziologischen Interpreten hinwegzutäuschen? Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1992
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Drava Respektverweigerung
Heute scheint auch der Weltoffene, wenn es um Fremde geht, nicht ohne ausdrückliche Betonung von deren Zugehörigkeit zu einer 'anderen Kultur' auszukommen. Mehr noch: Als Mensch mit Migrationshintergrund wird der Fremde seine Zugehörigkeit zu einer 'fremden Kultur' auch in den Folgegenerationen nicht los. Welches Konzept von Gesellschaft steckt hinter der Inflation des Begriffs 'Kultur' in der aktuellen Debatte ('fremde Kultur', 'unsere Kultur', 'Leitkultur', 'Multikulturalität' etc.)? Welche Art Unterschiede sollen 'kulturelle' Unterschiede denn sein? Gelten für Angehörige 'anderer Kulturen' andere Maßstäbe hinsichtlich Demokratie, Freiheit und Recht? Im untertitelgebenden Essay plädiert Sama Maani eindrücklich dafür, derartigen?'Kultur'zuschreibungen den Respekt zu verweigern. Aber auch in den anderen fünf Beiträgen ist der Autor, 'ein Iraner mit einem ›außereuropäischen Migrationshintergrund‹' (Maani über Maani), mit (psycho-)analytisch geschultem Blick und treffenden Formulierungen um klärende Zuspitzung bemüht. So fragt er in Warum wir über den Islam nicht reden können, warum wir, wenn wir vorgeben, über den Islam zu reden, über alles mögliche andere (Terrorismus, Migration, 'Integration') reden, nur nicht über den Islam. Emma und die Revolutionen im Iran versucht den Charakter der iranischen?Revolutionen und ihre Reinszenierungen mit Hilfe von Sigmund Freuds und Walter Benjamins Theorien der Nachträglichkeit zu analysieren. Die Frage, warum manche dem Staat Israel eine besondere moralische Verantwortlichkeit zuschreiben, während ihn andere als 'Ursache allen Übels' ansehen, versucht der Autor in Warum uns Israel erregt zu beantworten. Als pointierte Verteidigung der Psychoanalyse erweist sich der Beitrag Warum uns Psychotherapie nicht weiterhilft. Schließlich stellt sich Maani im?Schlussessay Warum die Vergangenheit nicht vergeht die Frage, ob wir angesichts der 'Religionskriege' im Nahen Osten, angesichts der Wiederkehr des Nationalismus in?Europa Zeugen einer Umkehr des Zivilisationsprozesses sind, so wie sie beim Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter der Fall war.
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15,80€
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Persona verlag Die Stille und der Wolf A1033414761
Angeregt durch die Einteilung der Welt in vier Elemente hat der Autor seine Essays unter vier Begriffe zusammengefasst: Lehm, Glut, Tinte und Äther. Schenkels Sujets sind überaus vielfältig: ein altes Haus, der Schnee von morgen, Bogenschießen und Radfahren, Zauber und Fluch von Bibliotheken und warum Märchen gut tun. Zahlenmystik und fliegendes Geld begegnen sich auf der Einbahnstraße Walter Benjamins. Es sind Essays, die scheinbar leicht daherkommen, den Leser unterhalten und dabei zum Nachdenken anregen. Mit Wortwitz und Hintersinn steigern sie unsere Neugier auf die Welt.
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GRIN Die Avantgarde. Ihre Entwicklung im 20. Jahrhundert und Folgen im Kontext des Zeitgeistes
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie, Note: 1,0, Leuphana Universität Lüneburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Um den Begriff und die Entwicklung der Avantgarde - somit die frühe aktivistische Kunst - näher zu beleuchten, gilt es den Begriff zunächst zu definieren und zu differenzieren. Im Folgenden wird dann die Entwicklung der Avantgarde im 20. Jahrhundert beleuchtet und mit dem entsprechenden Entstehungskontext in Verbindung gebracht. Daran schließt eine kurze Kritik der Avantgarde an, die zu der Frage nach Aktivismus bei dem gegenwärtigen Zeitgeist im Zeitalter der Digitalisierung führt, den avantgardistischen Aspekt der Kritik am Distributionsapparat aufnimmt, die bestehende Politikverdrossenheit näher beleuchtet und schließlich zum Fazit führt in dem beantwortet werden soll, ob und inwiefern die Avantgarde sich während und nach dem zweiten Weltkrieg weiterentwickelt hat. Mit dem Begriff des Zeitgeistes hat sich nach Hermann Joseph Hiery eine Variable etabliert, mit der versucht wird zu veranschaulichen, was die Eigenart, ferner das Denken und Fühlen der Menschen oder zumindest der Überzahl dieser, innerhalb einer Epoche ausmacht. Das deutsche Wort "Zeitgeist" als Entlehnung aus dem Lateinischen ging von dem Deutschen später als zeitgeisty (Adj.) ins Englische und damit in die Weltsprache ein. Nach einem Zitat von J. W. Goethe geht der Zeitgeist als "jenes Übergewicht", dass "eine Zeit lang sein Wesen treibt" mit einem Beigeschmack der Unterdrückung derer einher, die nicht entsprechend denken und fühlen. An diesem Punkt setzte im 20. Jahrhundert die Avantgarde an, die jene Bewegung beschreibt, die sich in der Konfrontation verwirklicht. Herauszuheben ist in diesem Kontext, die Avantgarde als "Politisierung der Kunst", nach Walter Benjamin. Dabei bezieht sich Benjamin auf die Errungenschaften der Avantgarde, vor allem im Widerstand gegen die Durchsetzung von faschistischen Doktrinen. Bei alledem wirft sich die Frage auf, was aus der historischen Avantgarde und der Politisierung der Kunst geworden ist, in Zeiten wo Generationen in Westeuropa frei von Krieg und Unterdrückung heranwachsen, sich durch das Zeitalter der Digitalisierung in den beinahe grenzenlosen Möglichkeiten der Selbstverwirklichung wiederfinden wie verlieren und in vielen Bezügen abgegrenzt in ihrer eigenen Komfortzone leben und diese auch ungern verlassen; den persönlichen Erfolg stark priorisieren und sich in Bezug auf innen- wie außenpolitische Themen selten positionieren.
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BoD - Books on Demand Berliner Kindheit um Neunzehnhundert A1060080380
In der Reihe »Klassiker in neuer Rechtschreibung« gibt Klara Neuhaus-Richter die 10.000 wichtigsten Bücher der Weltliteratur in der empfohlenen Schreibweise nach Duden heraus. Walter Benjamin: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. Fassung letzter Hand Die Szenen einer Kindheit in den bürgerlichen Verhältnissen des Berliner Westens um 1900 verbinden sich zu einer losen Sammlung von Bildern und Erinnerungsstücken eines staunenden Kindes. Entstanden in den 1930er Jahren. Erstdruck: 1950. Neu herausgegeben von Klara Neuhaus-Richter, Berlin 2021. Umschlaggestaltung von Rainer Richter unter Verwendung einer Porträtzeichnung von Josefine Weinschrott. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Über den Autor: 1892 in Berlin als ältestes von drei Kindern eines Antiquitätenhändlers geboren, studiert Walter Bendix Schoenflies Benjamin Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte zunächst in Freiburg im Breisgau, dann in Berlin. Dem Einzug zum Militärdienst entgeht er 1915 durch einen Umzug nach Bern, wo er 1919 erfolgreich seine Doktorthese zur »Kunstkritik in der deutschen Romantik« verteidigt. Zurück in Berlin arbeitet er als Publizist und freier Schriftsteller. In Frankfurt am Main lernt er Theodor W. Adorno kennen, seine Habilitationsschrift zum »Ursprung des deutschen Trauerspiels« erweist sich als für den damaligen akademischen Betrieb nicht geeignet und er zieht sie zurück. Er reist nach Neapel, Paris und Moskau, arbeitet für den Rundfunk und beansprucht für sich ein »linkes Außenseitertum«. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten geht er ins Exil nach Paris, wo Hannah Arendt ihn unterstützt. Im September 1940 flieht er zu Fuß über einen Pyrenäenpass und erreicht Portbou in Spanien. In der Nacht vom 26. auf den 27. September nimmt sich Walter Benjamin aus Angst vor einer Auslieferung an die Nazis das Leben.
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Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte Risse A1053840420
Roswitha Schieb beschreibt und befragt die Lebensläufe von dreißig Schriftstellern, Künstlern, Schauspielern, Wissenschaftlern oder Politikern aus den letzten zweihundert Jahren, in deren Biografie und Werk sich die Verwerfungen der deutschen Geschichte wie in einem Brennspiegel offenbaren. Dreh- und Angelpunkt all ihrer Studien ist die Zeit des Nationalsozialismus einschließlich seiner Vorgeschichte und seiner langen Nachwirkungen. Dabei beleuchtet sie besonders solche Persönlichkeiten, deren Wege abseits des Mainstreams verliefen und verlaufen. Bei den Porträtierten handelt es sich oft um Menschen, die nicht auf der Siegerseite standen und daher mit zwiespältigen Gefühlen und wacherem Blick wahrnehmen konnten, was mit ihnen und um sie herum geschah. Verstricktheit und Aufbegehren, Widersprüchlichkeit und Widerstand, Scheitern und Aufbruch werden in ihren vielfältigen Ausprägungen gezeigt. Dabei stehen stets die Auswirkungen der »großen Geschichte« auf die Einzelschicksale im Fokus. Die Essays des in sieben Hauptkapitel unterteilten Buches folgen einer chronologischen Ordnung von der Mitte des 19. Jahrhunderts über den Ersten Weltkrieg, die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg über die Nachkriegszeit in beiden deutschen Staaten bis ins Heute, wo es auch Fragen des aktuellen Rechtspopulismus berührt. Mit Beiträgen über Fanny Lewald; Agnes Wabnitz; Clara Immerwahr und Fritz Haber; Else Ury; Walter Benjamin; Selma Meerbaum-Eisinger und Anita Lasker-Wallfisch; Billy Wilder; Marlene Dietrich; Hans Sahl; Günther Anders; Bernward Vesper; Gisela Elsner und Oskar Roehler; Herbert, Eva und Thomas Hupka; Günther Schabowski; Inge Müller; Brigitte Reimann; Christa Reinig; Horst Strempel; Helga Schütz; Roger Loewig; Helga M. Novak; Amon Göths Tochter Monika Hertwig und seine Enkelin Jennifer Teege; Carolin Emcke; Ursula Krechel; Hans Pleschinski.
1 - 2 Wochen
24,90€
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GRIN Die Wiederentdeckung des Karnevalesken in der politischen Philosophie A1016436012
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1, Universität Stuttgart (Institut für Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Politische Philosophie hat Bezüge zum Karnevalesken gefunden. Seit geraumer Zeit lässt sich aus einigen Veröffentlichungen die Annahme treffen, Karneval als politisches Phänomen begreifen zu können. Allerdings fehlt bislang eine umfassende Theorie, die karnevaleske Formen in all ihren Facetten zu einem politischen Modell ausarbeitet. Annäherungen dazu liefern Michael Hardt und Antonio Negri, die im Kontext ihrer Bücher Empire und Multitude auf ein politisches Bewusstsein zeigen, das sich den Karneval einverleibt hat. Sie verwenden dafür einige theoretische Grundlagen, die Michail M. Bachtin liefert, der wohl als der bekannteste und mittlerweile einflussreichste Karnevalsforscher anzusehen ist. Somit wäre die Linie Bachtin-Hardt/Negri gegeben. Unter dieser Perspektive erhalten die Überlegungen Bachtins sowohl eine kultur- und literaturwissenschaftliche als auch eine politische Dimension. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich noch andere Quellen, die diesen Bereich ergänzen und erweitern. Doch sind sie nicht sofort offensichtlich. [...] Allerdings wurden mir durch meine Hardt/Negri-Lektüre zusätzliche Querverbindungen klar. Ich bekam den Eindruck, dass Karneval sich keiner Systematik unterordnen lässt. Durch die Beschäftigung mit dem Post-Operaismus habe ich Paolo Virno herangezogen, der in seiner Auseinandersetzung mit dem Multitude-Konzept Positionen herausarbeitet, die Verknüpfungen zu dem Prinzip des Karnevals bei Hardt und Negri anbieten. Weitere Aspekte liefert die Historische Psychologie des Karnevals von Florens Christian Rang. Die Texte Rangs finden in der politischen Philosophie eigentlich keine Beachtung. Nur im Zusammenhang der Karnevalsforschung zu Bachtin ist Rang zu verorten. Meist sind seine Gedanken nur eine Randnotiz und erhalten eher Aufmerksamkeit durch die Freundschaft Rangs zu Walter Benjamin. Daraus ergab sich für mich, dem Rangschen Verständnis von Karneval nachzugehen und einen Komplex Rang-(Benjamin)-Bachtin aufzustellen. Eine gewisse Tradition des Karnevalesken eröffnete sich mir in der Protest- und Widerstandskultur, in Theorien und Praxen des Klassenkampfes und in subversiven Kommunikationsmodellen. Auch die »Situationistische Internationale« und globale Protestbewegungen der Gegenwart habe ich in meine Arbeit aufgenommen. Diese werden durch eng anknüpfende Untersuchungen abgerundet.
3 - 5 Tagen
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Sonderzahl Was ich sah, hörte, lernte …
Giorgio Agambens Buch Was ich sah, hörte, lernte … , 2022 erstmals unter dem Titel Quel che ho visto, udito, appreso … erschienen, ähnelt keinem seiner bisherigen Bücher. Der schmale Band nimmt sowohl in formaler wie auch in inhaltlicher Hinsicht eine Sonderstellung innerhalb des Werkes eines der bedeutendsten Denker der Gegenwart ein, der im deutschsprachigen Raum besonders durch seine mehrbändige Homo sacer- Studie (1995–2015) zur biopolitischen Moderne bekannt geworden ist.In hoch verdichteten Prosaminiaturen von zwei bis zwanzig Zeilen reiht Agamben, dem verborgenen Kompositionsprinzip einer Wunderkammer vergleichbar, prägende Begegnungen mit Weggefährten und Orten, Lektüreerfahrungen, Natur- und Selbstbeobachtungen als Ausgangspunkte philosophischer Reflexion aneinander. Stets sind in diese auch andernorts formulierte Gedanken und Begriffe in kaschierter Form, wie ein fernes Echo, das in den Denkbildern nachzittert, eingewoben, wodurch ein vielschichtiges Beziehungsnetz zu Agambens umfangreichem Werk entsteht. Dem Sammlungscharakter des Buches, dem – auch im Wortsinne – Auf-lesen des Verstreuten, entspricht die Vielheit seiner zwischen Aphorismus, Essay und Prosagedicht changierenden Textformen. Sie durchdringt sämtlich ein Geist der Sammlung, Betrachtung und Versenkung. Sein einender Gegenstand ist, ob nun vordergründig Kafkas Erlösungsbegriff, das Farbenspiel auf der Insel Ponza, das Evangelium als Lebensform, ein Studienseminar mit Heidegger in Le Thor oder die neapolitanische Volkstheaterfigur Pulcinella beschrieben werden, das Denken in der Sprache. Denn in diesem Prisma philosophischer Reflexionen, poetischer Bilder und persönlicher Erfahrungen wird, in immer neuen Brechungen, eine sprachphilosophische Aporie ausgeleuchtet, die Agambens Werk wie ein feiner Faden durchzieht: die Grenzen des sprachlich Fassbaren, ihre ins Vorsprachliche oder Unsagbare ausfransenden weißen Ränder und ihre Kreuzungen mit Leben, Körper und Geschichte, mit den Mitteln der Sprache selbst auszuloten. An anderer Stelle hat er diese Aufgabe mit Walter Benjamin als »Idee der Prosa« charakterisiert. Ihre Mobilisierung auch der ästhetischen, sinnlichen Funktion der Sprache steht weder im Dienst einer normativen Philosophie und Ethik noch bloß ›schöner‹ Literatur, sondern ist – das zeigt dieses Büchlein – ethisch sui generis.
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16,00€
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Übersetzung – Sprache und Interpretation
Die in diesem Band versammelten Beiträge aus der italienischen und deutschen Forschung sind in hermeneutischen, phänomenologischen und analytischen Perspektiven der Problematik der Übersetzung und der Interpretation gewidmet. Diskutiert werden wichtige Übersetzungstheorien, so z.B. die von Friedrich Schleiermacher, Martin Heidegger, Walter Benjamin, Emilio Betti, Willard Van Orman Quine und Jacques Derrida. Der Übersetzungsbegriff wird systematisch in den Dimensionen der Erkenntnistheorie, der Sprachphilosophie und der Philosophiegeschichte verhandelt. In Verbindung von Theorie und Praxis der Übersetzung werden Probleme insbesondere bei der Übersetzung philosophischer Texte erörtert.
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87,30€
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Königshausen u. Neumann Berlin im Krisenjahr 1923
Das Spektrum der hier dokumentierten Beiträge einer Ringvorlesung aus dem Sommersemester 2023 an der Freien Universität Berlin reicht von den Reaktionen auf Einsteins Relativitätstheorie bis zur finanziellen Unterstützung der „Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft“ durch den japanischen Industriellen Hoshi. Die Vorlesungen widmen sich literarischen Texten unter anderem von Else Lasker-Schüler, Franz Kafka, Ödon von Horváth und Vladimir Nabokov, sowie theoretischen Abhandlungen von Heinrich Mann, Walter Benjamin, Carl Schmitt, Ludwig Marcuse und Arthur Moeller van der Bruck. Auch die zeitgenössische Film- und Kinolandschaft wird in die Vorlesungen mit einbezogen.
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BoD - Books on Demand Berliner Kindheit um Neunzehnhundert A1060080363
In der Reihe »Klassiker in neuer Rechtschreibung« gibt Klara Neuhaus-Richter die 10.000 wichtigsten Bücher der Weltliteratur in der empfohlenen Schreibweise nach Duden heraus. Walter Benjamin: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. Fassung letzter Hand Die Szenen einer Kindheit in den bürgerlichen Verhältnissen des Berliner Westens um 1900 verbinden sich zu einer losen Sammlung von Bildern und Erinnerungsstücken eines staunenden Kindes. Entstanden in den 1930er Jahren. Erstdruck: 1950. Neu herausgegeben von Klara Neuhaus-Richter, Berlin 2021. Umschlaggestaltung von Rainer Richter unter Verwendung einer Porträtzeichnung von Josefine Weinschrott. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Über den Autor: 1892 in Berlin als ältestes von drei Kindern eines Antiquitätenhändlers geboren, studiert Walter Bendix Schoenflies Benjamin Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte zunächst in Freiburg im Breisgau, dann in Berlin. Dem Einzug zum Militärdienst entgeht er 1915 durch einen Umzug nach Bern, wo er 1919 erfolgreich seine Doktorthese zur »Kunstkritik in der deutschen Romantik« verteidigt. Zurück in Berlin arbeitet er als Publizist und freier Schriftsteller. In Frankfurt am Main lernt er Theodor W. Adorno kennen, seine Habilitationsschrift zum »Ursprung des deutschen Trauerspiels« erweist sich als für den damaligen akademischen Betrieb nicht geeignet und er zieht sie zurück. Er reist nach Neapel, Paris und Moskau, arbeitet für den Rundfunk und beansprucht für sich ein »linkes Außenseitertum«. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten geht er ins Exil nach Paris, wo Hannah Arendt ihn unterstützt. Im September 1940 flieht er zu Fuß über einen Pyrenäenpass und erreicht Portbou in Spanien. In der Nacht vom 26. auf den 27. September nimmt sich Walter Benjamin aus Angst vor einer Auslieferung an die Nazis das Leben.
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Wallstein Verlag Einbahnstraße A1058265805
Walter Benjamins philosophisch-literarische »Einbahnstraße« aus dem Jahr 1928 in einem Faksimile der Erstausgabe. Benjamins als Konstellation von Gedankensplittern publizierte Sammlung »Einbahnstraße« nimmt in vielem die offene Form vorweg, die seine späteren Vorhaben bis hin zum »Passagenwerk« kennzeichnen sollte. Die buchästhetische Gestalt, in der sie vom Rowohlt Verlag präsentiert wurde, ist - vom Umschlag angefangen über die Schriftwahl bis hin zum eigenwilligen Stand der Paginierung - selbst für die experimentierfreudige Zeit der ausgehenden zwanziger Jahre sehr avanciert. Die Komposition des Textes ist an diese spezifische Form nicht nur äußerlich gekoppelt, sondern findet sich in ihr gespiegelt. Für Studienzwecke ist es unabdingbar, den schmalen, von Benjamin akribisch korrigierten Band in der gestalterischen Disposition des Erstdrucks zugrunde zu legen.
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Übersetzung – Sprache und Interpretation A1037500644
Die in diesem Band versammelten Beiträge aus der italienischen und deutschen Forschung sind in hermeneutischen, phänomenologischen und analytischen Perspektiven der Problematik der Übersetzung und der Interpretation gewidmet. Diskutiert werden wichtige Übersetzungstheorien, so z.B. die von Friedrich Schleiermacher, Martin Heidegger, Walter Benjamin, Emilio Betti, Willard Van Orman Quine und Jacques Derrida. Der Übersetzungsbegriff wird systematisch in den Dimensionen der Erkenntnistheorie, der Sprachphilosophie und der Philosophiegeschichte verhandelt. In Verbindung von Theorie und Praxis der Übersetzung werden Probleme insbesondere bei der Übersetzung philosophischer Texte erörtert.
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Weidler Buchverlag Berlin Bibliographie zu Leben und Werk von Ignaz Goldziher A1069121873
Das hier vorliegende Verzeichnis versammelt sämtliche Veröffentlichungen von Ignaz Goldziher (1850-1921) aus den Jahren von 1862 bis 1920 und jene Texte, welche posthum erschienen. Es beginnt mit der Abhandlung »Sichat Jiczchak« des erst zwölfjährigen Gymnasialschülers und endet mit den »Gesammelten Schriften«, die in sechs Bänden von 1967 bis 1973 publiziert wurden. Die siebenhundertfünfzig Veröffentlichungen von Ignaz Goldziher deuten auf jenen einundsiebzig Jahre alt gewordenen Orientalisten hin, welcher in sechs Jahrzenten unermüdlichen Fleißes nicht nur Monographien und Einzelstudien, Aufsätze und Beiträge, vor allem auch Rezensionen veröffentlichte. Das vorliegende Verzeichnis wurde nach Autopsie angefertigt und nach Erstveröffentlichung chronologisch angeordnet. Zudem wurden kommentierende Erläuterungen zu den einzelnen Einträgen formuliert und hinzugefügt. Es umfasst siebenhundertfünfzig Einträge mit Texten von Ignaz Goldziher und zweihundertfünfzig weiterführende Quellen, die auf dessen Leben und Werk verweisen oder darüber hinaus für die Erforschung seiner Biographie und seines Schaffens von Bedeutung sein können. Damit könnte dieses Verzeichnis die Grundlage für eine zukünftige Werkbiographie dieses außergewöhnlichen Orientalisten bieten. Dieses Buch ist dem Orientalisten Paul Ernst Kahle (1875-1964) gewidmet. Prof. Dr. Michael Fisch ist seit 2018 Inhaber des Walter-Benjamin-Lehrstuhls an der Hebrew University of Jerusalem. Dieses akademische Engagement wird im Sommer 2024 nach sechs akademischen Jahren enden. Er ist Schriftsteller und Übersetzer, Literatur- und Textwissenschaftler. Von 2008 bis 2011 arbeitete er in Tunis, danach am Institut für Semitistik und Arabistik der Freien Universität Berlin. Von 2012 bis 2018 bekleidete er in sechs akademischen Jahren eine Gastprofessur in Kairo. Er lebt seit fünfzehn Jahren in der arabisch-islamischen Welt und ist Autor von zwanzig Büchern und Herausgeber von vierzig Editionen. Zudem liegen zehn Übersetzungen, Romane und Gedichtbände vor. Insgesamt also siebzig Bücher. Aufsätze und unzählige Artikel sowie Vorträge an dreißig Universitäten und Institutionen weltweit runden dieses akademische Engagement vorerst ab. Unter anderem ist er der Herausgeber der Buchreihe »Beiträge zur transkulturellen Wissenschaft«, in der in acht Jahren zwanzig Bände erschienen sind.
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Suhrkamp Buckower Elegien A1000422217
Die Buckower Elegien, lange Zeit nur als lyrische Stellungnahmen zur Politik eingeschätzt, erhalten vor ihrem antiken Hintergrund klassische Einfachheit und »Naivität«. Jan Knopfs Kommentare, orientiert an Walter Benjamins Muster, liefern die erste Gesamtdeutung des Zyklus, und zwar Gedicht für Gedicht in Einzelanalysen, deren Gesamtheit ein komplexes Bild Brechtscher Alterslyrik ergibt. Zugleich stellt der Band die erste vollständige und nach Brechts Plänen geordnete kritische Ausgabe der Buckower Elegien dar.
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Transcript Erzähltes Wohnen A1017951272
Wohnen wird ab dem 18. Jahrhundert zu einem zentralen Thema der Selbstvergewisserung der bürgerlichen Gesellschaft: Insbesondere Identität oder Privatheit und Öffentlichkeit werden durch die Fortschreibung von Wohndiskursen in der Literatur inszeniert. Vor dem Hintergrund des langen, »wohnsüchtig[en]« 19. Jahrhunderts (Walter Benjamin) untersucht diese Studie Texte der deutschsprachigen Literatur von Karl Philipp Moritz über Goethe, die Romantiker und Theodor Fontane bis hin zu Alfred Kubin im kulturellen Kontext und verfolgt in zahlreichen Einzelanalysen die narrative Produktivität des Diskurskomplexes Wohnen.
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Suhrkamp »Der liebe Gott wohnt im Detail« Briefwechsel 1939-1969 A1033766745
»Er gefällt mir außerordentlich gut und wir fanden uns recht viel zu sagen« schrieb Gershom Scholem 1938 an Walter Benjamin. Mit »Er« ist Theodor W. Adorno gemeint, den Scholem kurz zuvor in New York persönlich kennengelernt hatte. Es war der Beginn einer 30 Jahre währenden intellektuellen und freundschaftlichen Beziehung. Und der Auftakt für eine mehr als 200 Briefe umfassende Korrespondenz, die eine ganze Epoche deutsch-jüdischer Geistesgeschichte auf eindrucksvolle Weise dokumentiert und nun erstmals vollständig veröffentlicht wird. Biographisches spielt in dem äußerst intensiv geführten Briefwechsel ebenso eine Rolle wie philosophisch-theologische Fragestellungen. Adorno zeigt großes Interesse an jüdischem Denken und liefert scharfsinnige Analysen der Schriften Scholems. Scholem wiederum kommentiert die Neuerscheinungen Adornos und erweist sich als profunder Kenner der zeitgenössischen Philosophie. Um Mystik und Dialektik, Erlösung und Messianismus, Mythos und Aufklärung kreisen ihre Diskussionen, außerdem um Arendt und Marcuse, Heidegger und Bloch, Buber und Lukács. Auch die Tagespolitik kommt zur Sprache, etwa die Situation im Nahen Osten oder die beginnende Studentenrevolte. Fixstern der Korrespondenz ist aber der gemeinsame Freund Walter Benjamin, der wie kein Zweiter für das Schicksal der deutsch-jüdischen Intellektuellen im 20. Jahrhundert steht.
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De Gruyter Deutsche Dramaturgie vom Naturalismus bis zur Gegenwart
Frontmatter -- INHALTSVERZEICHNIS -- VORWORT -- I. Dramaturgie des Naturalismus -- Aus: Technik des realistischen Dramas / Kerr, Alfred -- Aus: Die Freie Bühne in Berlin / Brahm, Otto -- Aus: Evolution des Dramas / Holz, Arno -- Die Menschen in Ibsens Dramen Eine kritische Studie / Hofmannsthal, Hugo von -- Ibsen Gedenkrede / Kerr, Alfred -- Aus: Das Drama und die moderne Weltanschauung / Ernst, Paul -- II. Die neuen Vorbilder: Strindberg, Wedekind, Hofmannsthal -- August Strindberg / Schickele, René -- Wedekind und das tragische Epigramm / Bab, Julius -- Die Büchse der Pandora / Kraus, Karl -- Die Wedekind / Blei, Franz -- Hofmannsthal und das neue Pathos / Bab, Julius -- Aus: Brief über das Drama an Hugo von Hofmannsthal / Borchardt, Rudolf -- III. Dramaturgie des Expressionismus -- Versudi eines zukünftigen Dramas / Pinthus, Kurt -- Kunst und Definition / Hasenclever, Walter -- Die Unsterblichen. Zwei Überdramen / Goll, Yvan -- Das lebendige Theater / Leonhard, Rudolf -- Aus: Theater / Werfel, Franz -- Aus: Das politische Theater / Piscator, Erwin -- IV. Die Dramaturgie der Dichter -- Formung von Drama – Bericht vom Drama / Kaiser, Georg -- Gedanken über das Wesen des Dramas – Die Kunst, ein heiteres Theaterwerk, das den Zeitaugenblick überdauert, zu schreiben / Sternheim, Carl -- Das Drama im geistigen Leben der Völker – Aus: Dramaturgie / Hauptmann, Gerhart -- Der Held im Drama / Schnitzler, Arthur -- Aus: Über Charaktere im Roman und im Drama – Komödie / Hofmannsthal, Hugo von -- Das neue Drama und das neue Theater / Musil, Robert -- Aus: Über experimentelles Theater / Brecht, Bertolt -- Aus: Theaterprobleme / Dürrenmatt, Friedrich -- Aus: Der Autor und das Theater / Frisch, Max -- V. Theorie und Kritik der Philosophen -- Aus: Zur Soziologie des modernen Dramas / Lukács, Georg -- Aus: Zum Phänomen des Tragischen / Scheler, Max -- Was ist das epische Theater? / Benjamin, Walter -- Über das Tragische / Jaspers, Karl -- QUELLENNACHWEIS -- NAMENVERZEICHNIS
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Postmoderne Topographien A1007484227
Ernst Jüngers Roman Eumeswil hat bei seinem Erscheinen im Jahr 1977 wesentliche Elemente jener ‘condition posthistoire’ vorweggenommen, die die kulturkritischen Debatten der folgenden Jahre prägen sollten. Ähnlich wie Christoph Ransmayrs Roman Morbus Kitahara arbeitet Jüngers literarische Imagination eines Zustandes der Nachgeschichtlichkeit mit Techniken der Repräsentation von zeitlichen Strukturen in topographischen Konstellationen. Die Schauplätze beider Romane gewinnen ihr Bildarsenal aus dem destruierten Kontinuum einer katastrophisch verlaufenden Geschichte. Mit einem an Walter Benjamins Kulturtheorie geschulten Blick werden die Bildkonstellationen entzifferbar.
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Transcript Vergangenheitsverhältnisse A1045213592
Ist Identität eine Funktion des Gedächtnisses?Mithilfe von Walter Benjamins Erfahrungstheorie kritisiert Felix Denschlag die Theorie des »kollektiven Gedächtnisses« von Maurice Halbwachs sowie Jan und Aleida Assmann und ergänzt sie im Sinne einer Theorie der Vergangenheitsverhältnisse. Der Identitätsbegriff wird – gegenüber der Konstruktion einer bruchlosen Kontinuität – als »kontinuierliche Diskontinuität« begriffen und dem willentlich verfügbaren Gedächtnis wird ein weit darüber hinaus gehender Bereich einer »schöpferischen Unordnung« entgegensetzt. Auf diese Weise lässt sich das individuelle Erfahrungsmoment gegenüber der intersubjektiv verfügbaren und beherrschbaren sozialen Identität betonen.
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