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Suhrkamp Profanes Leben A1009190274
Wenn gegenwärtig die Religion mit Macht in den Diskurs zurückkehrt, lohnt sich ein Rückgriff auf das Denken Walter Benjamins. Denn immer wieder kreist Benjamin um jene eigenartige Dialektik der Säkularisierung, die die Moderne wesentlich bestimmt. Seine Texte greifen Figuren auf wie »Schöpfung«, »Gesetz«, »Schuld« und »Leben«, die sowohl religiöse als auch profane Implikationen haben. Seine Schreibweise, Bildlichkeit und Arbeit an der Sprache lösen diesen Doppelsinn nicht auf, sondern machen ihn fruchtbar, indem sie beschreiben, wie Säkularisierung in der Moderne immer zugleich eine Verwerfung und eine Verwandlung des religiösen Erbes impliziert. Mit Benjamin das entstellte Nachleben der Religion und ihre gegenwärtige Wiederkehr in ihrer ganzen Ambivalenz zu verstehen ist das Ziel der Beiträge dieses Bandes.
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Matthes & Seitz Verlag Hanf, Ratgeber von Judith Schalansky, Ute Woltron, Falk Nordmann
Als in ihrem Garten unverhofft eine Hanfpflanze heranwächst, lässt Ute Woltron sie gewähren. Erst als der Arzt ihr empfiehlt, ihre Migräne mit Cannabis zu bekämpfen, beginnt sie, sich eingehender mit dem Gewächs zu beschäftigen, das die Menschheit spaltet: in Verächter, die seinen Konsum kriminalisieren, und Verehrer, die seine vielfältigen Wirkungen preisen. In ihrem unverblümten Pflanzenportrait öffnet Ute Woltron Pforten zu geheimen Gärten, zu Gewächshäusern in Kellern oder Wandschränken und entführt uns in die Subkultur einer Geheimwissenschaft. Sie findet Cannabis in alten chinesischen Kräuterbüchern, den Schriften Walter Benjamins und der Musik von Louis Armstrong, folgt seinem Duft in die Stube ihres japanischen Nachbarn und zeichnet seinen Weg vom Heilmittel zur kriminalisierten Droge nach. Woltron portraitiert Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht ohne Hanf leben wollen, und plädiert für ein Umdenken im Umgang mit dem Gewächs und seinen Produkten, deren Bandbreite von widerstandsfähigen Seilen und Textilien bis zum haltbarsten aller je produzierten Papiere reicht.
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Hentrich und Hentrich Verlag Berlin Der leuchtende Augenblick A1030684327
In der jüdischen Tradition bedeutet Lesen nicht nur Wissenserwerb, sondern auch Kraftquelle des Augenblicks. Immer wieder haben Kulturphilosophen wie Walter Benjamin oder Aby Warburg auf diesen magischen Moment des Lesen hingewiesen. Zur Geschichte des Lesens gehören aber auch die Orte, an denen Menschen ihre besonderen Erfahrungen mit Büchern machen. Ob in Cafés, Krankenhäusern, Flugzeugen, U-Bahnen oder in politischen Verstecken, in Kriegszonen oder in den Ghettos der Alten und der Neuen Welt: die Lektüre verändert sich je nach Umgebung, in der Leser sich mit Texten beschäftigen. Der Autor und Kulturwissenschaftler Gernot Wolfram erkundet in diesem Essay das Verhältnis zwischen Leser, Büchern und Orten und zeigt wie stark es unsere Wahrnehmung von Kultur prägt. Sein Blick darauf erscheint als Schlüsselzugang zur Kultur, wobei er sich immer wieder auf bestimmte Traditionen jüdischen Kulturverständnisses beruft. Ein farbig und lebendig geschriebener Essay über die Macht des Lesens im Raum der Kultur.
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XS-Verlag Empfindungsapparate A1077603817
Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich das menschliche Empfinden durch Film, Telefon, Automobil und Flugzeug radikal. Diesen epochalen Umbruch hat Marcel Proust in seinem Roman »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« festgehalten. Zugleich hinterließ dieser Roman eine nicht leicht zu lesende Spur in der Mediengeschichte. In mehreren Essays untersucht Dietrich Leder, wie Proust die Medientheorie des 20. Jahrhunderts beeinflusste, wie das, was Walter Benjamin bei ihm herauslas, andere mühsam in den Roman rückprojizierten, wie der Roman unter die Deutschen kam, wie er von Kino, Fernsehen und Radio angeeignet wurde und welche Spuren seine Rezeption hinterließ – in der Normandie, bei Undine Gruenter und Marguerite Duras, bei Ernst Jünger und Francis Ford Coppola. Dietrich Leder nähert sich dem Heiligen Gral der Literaturwissenschaft mit der Unbefangenheit des Medienwissenschaftlers. Dabei fördert er nicht nur einen Fundus an Kuriosa aus der Editions- und Rezeptionsgeschichte zutage, sondern entziffert Prousts monumentales Romanwerk als eine Phänomenologie der Sinneswahrnehmungen im technischen Zeitalter.
Erscheint am 1.5.2027
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Frölich und Kaufmann Walter Benjamin. Berliner Kindheit um 1900. 1640828
Zurecht gehört die Kurzprosa Walter Benjamins zum Kanon der Klassischen Moderne. Seine berühmten Denkbilder, die vordergründig meist Unscheinbares und Alltägliches in den Blick nehmen, zielen immer auf ein tieferes Verständnis der Zeitläufte und beschwören dabei die Ängste wie Hoffnungen des frühen 20. Jahrhunderts herauf. Benjamins biografisches Werk »Berliner Kindheit um 1900« spiegelt anhand von einzelnen bruchstückhaften Erinnerungen meisterhaft die unwissende Sicht des Kindes auf eine unüberschaubare, sich langsam öffnende Welt. »Über Walter Benjamin ist wahnsinnig viel geschrieben worden, über seine Ideen und Theorien vor allem. Unter seinen Werken gibt es eins, das besonders gut zugänglich und einfach sehr, sehr schön ist: sein Buch »Berliner Kindheit um 1900.« (Dlf.)
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Suhrkamp Judaica II A1000423213
Dem ersten Band »Judaica« in der Bibliothek Suhrkamp läßt Scholem, der große Repräsentant jüdischen Erbes, einen zweiten Band folgen, eine Sammlung von Vorträgen und Essays. Sie kreisen um zwei Themen: einmal um die Stellung der Juden zu den Deutschen, zu ihren eigenen Problemen in Israel und der jüdischen Diaspora, zum anderen dem der jüdischen Geistigkeit der Gegenwart, wie sie sich in drei bedeutenden Menschen darstellt, mit denen Scholem bis zu ihrem Tod verbunden war: S. J. Agnon, Martin Buber und Walter Benjamin. Scholems Benjamin-Essay gibt erhellende Einblicke in teilweise unbekannte Details im Leben und Werk dieses großen Kritikers.
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Campus Die Moderne als Sozialmythos A1055411476
»Es hat keine Epoche gegeben, die sich nicht im exzentrischen Sinne ›modern‹ fühlte und unmittelbar vor einem Abgrund zu stehen glaubte.« Walter Benjamin Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Modernisierung. Unablässig modernisiert die Moderne sich selbst, überall lauern neue Schübe funktionaler Differenzierung, und immer schneller brechen sich evolutionäre Prozesse der Rationalisierung von Handlungssphären Bahn. Wer glaubt daran – und warum? Und über welche Krisen versucht die Moderne sich und ihre soziologischen Interpreten hinwegzutäuschen? Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1992
5 - 7 Tagen
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Wallstein Verlag Walter Benjamin und Roland Barthes A1073625095
Dialoge zwischen den Kulturtheoretikern Walter Benjamin und Roland Barthes in Beiträgen zu Literatur, Film, Oper und Architektur sowie zu Marx, Baudelaire, Proust und Brecht. Während der Literaturwissenschaftler Walter Benjamin (1892-1940) im Umkreis der in Deutschland begründeten Kritischen Theorie publizierte, war der französische Semiologe Roland Barthes (1915-1980) maßgeblich an der Etablierung des (Post-)Strukturalismus beteiligt. Trotz biografischer, historischer und theoretischer Distanz finden sich überraschende Berührungspunkte zwischen beiden Denkern. Beide bereiteten den »material turn« der Geisteswissenschaften vor, indem sie den Zusammenhang von Schreibbedingungen, Arbeitsmethoden und Werkstruktur reflektierten. Beiden studierten Literaturwissenschaftlern gemeinsam war die Erweiterung genuin sprach- bzw. literaturwissenschaftlicher Analysen auf neue Untersuchungsfelder. Sie kritisierten die Vorstellung einer Natürlichkeit gesellschaftlicher Werte und fokussierten die grundlegend geschichtliche, von Produktionsbedingungen abhängige Signatur der Kultur. Der Band versammelt Beiträge zu Film, Fotografie, Roman- und Dramentheorie, Schreibgeste und Formethos, Architektur, Gesang, Oper und Trauerspiel sowie zu Marx, Baudelaire, Proust und Brecht. Dabei werden Konzepte zu Gedächtnis, Mythos, Literatur und Autorschaft des Einen im Licht der Denkfiguren des Anderen neu beleuchtet.
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Walter de Gruyter Epoche und Metapher, Fachbücher von Benjamin Specht
Der Zeitgeist äussert sich in Bildern. Epochen konstituieren sich nicht allein über gemeinsame Wissensbestände und Begrifflichkeiten, sondern durch einen geteilten Fundus an Metaphern und metaphorischen Konzepten. In ihnen kann eine Zeit Befindlichkeiten gestalten, Leitideen ausprägen, Denk- und Verhaltensstile artikulieren und damit Schnittstellen thematisieren, die (noch) nicht begrifflich verhandelbar sind. Metaphern sind somit unabdingbar für ein stimmiges Weltbild in einer Kulturgemeinschaft. Die Alltagssprache sowie die poetische Kommunikation bieten dabei einen unverstellteren Zugang als der wissenschaftliche und philosophische Diskurs, und der Literatur kommt somit bei der Herausbildung, Vermittlung und Untersuchung von Epochenmetaphorik eine Schlüsselrolle zu. Was aber prädestiniert manche Bildkomplexe und -praktiken zu bestimmten Zeiten zu besonderer Breitenwirkung? Auf welche kommunikativen Bedürfnisse reagieren sie, welche Rolle spielen sie bei der Bildung, Begrenzung und Kohäsion einer Epoche? Bei der Untersuchung dieser Fragen ist Zusammenarbeit zwischen einem synchron-erklärendem und einem diachron-verstehendem Zugriff unverzichtbar. So versammelt der Band Beiträge aus Literatur- und Wissenschaftsgeschichte ebenso wie aus Linguistik und Philosophie und geht interdisziplinär der Genese, den Strukturen und Funktionen von epochalen Metaphernkonjunkturen nach. Damit eröffnet er neue Wege in der gegenwärtigen Diskussion um die Kulturfunktion der Metapher.
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GRIN Walter Benjamin und der Rundfunk zwischen Theorie und Praxis
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für deutsche Literatur), Veranstaltung: Grundkurs C Literatur und Rundfunk, Sprache: Deutsch, Abstract: Benjamins Hörspiele waren der Versuch, den Rundfunkapparat für das eigene mediendidaktische und politische Konzept nutzbar zu machen und im Rahmen der technischen Möglichkeiten zu verändern, um zu zeigen, dass der Gebrauch des Rundfunks als Propagandainstrument für den Faschismus eine Perversion der negativen Dialektik der Technik darstellte. Somit lassen sich seine Rundfunkexperimente historisch nicht nur im Streit um die Suche nach der neuen Gattung des Hörspiels sondern vor allem in der Auseinandersetzung um die Funktion und Möglichkeiten dieses neuen Mediums in der Weimarer Republik verorten, die nicht zuletzt eine grundlegend politische war. Seine theoretischen Überlegungen zum Radio sind aus Texten wie Der Autor als Produzent ( 1934 ), Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1935/36)u.a. sowie aus programmatischen Schriften zusammen mit dem Programmleiter des Südwestdeutschen Rundfunks, Ernst Schoen, entstanden oder aus der Diskussion mit Wolfgang Zucker und der Auseinandersetzung mit Brecht hervorgegangen, so zum Beispiel das Konzept der Hörmodelle oder auch die Überlegungen zum epischen Theater. Zu seiner praktischen Auseinandersetzung mit dem Rundfunk gehören Hörmodelle, Hörspiele, Berichte, Buchvorstellungen und philosophische Features, die zwischen 1927 und 1933 als Beiträge für die Berliner und Frankfurter Rundfunkgesellschaft entstanden sind. Bei den praktischen Rundfunkarbeiten von Walter Benjamin handelt es sich um radioadäquate Texte, die mittels Doppeldeutigkeiten und Allusionen stets den eigenen medialen Status reflektieren, die jedoch nicht dem Anspruch einer neuen literarischen Rundfunkkunst gerecht werden. Sie sollten statt dessen als Beispiel einer kommunikationstheoretischen Deutung des Mediums Rundfunk verstanden werden und fügen sich so in Benjamins medienpädagogisches und gesellschaftspolitisches Konzept ein. Benjamin bleibt bei dem Versuch, den Rundfunk als pädagogisches Instrument bzw. als ¿Kommunikationsapparat¿ zu erproben im Rahmen der gegebenen technischen und organisatorischen Möglichkeiten.Im Sinne der Verschränkung von Theorie und Praxis ist auch die vorliegende Hausarbeit in Form einer fruchtbaren Dichotomie angelegt. Im ersten Teil soll anhand bereits erwähnter theoretischer Texte Überlegungen Benjamins zum Rundfunk erörtert werden. Im Sinne einer deduktiven Verfahrensweise sollen in einem zweiten Teil diese dann am Beispiel der Analyse des Kinderhörspiels Radau um Kasperl überprüft werden.
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GRIN Walter Benjamins Produktionsbegriff in "Der Autor als Produzent". Eine Textdiskussion
Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Sonstiges, Note: 1,0, Leuphana Universität Lüneburg, Veranstaltung: Produktion / Produktivität in Kultur-, Kunst- und Medientheorie, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei dem Text ¿Der Autor als Produzent¿ handelt es sich um einen Aufsatz des deutschen Philosophen sowie Literatur- und Kulturkritikers Walter Benjamin, in welchem er in Anlehnung an Brecht die Intellektuellen und Künstler dazu aufruft, ¿den Produktionsapparat nicht zu beliefern, ohne ihn zugleich, nach Maßgabe des Möglichen, im Sinne des Sozialismus zu verändern¿. Benjamin konzipiert den Begriff des ¿Produzenten¿ als einen reflektierten und im Dienste des Klassenkampfes agierenden Typus von Autorschaft. Der ¿Produzent¿ wird entworfen als eine Form des Intellektuellen, der ¿seine Solidarität mit dem Proletariat erfährt¿ und dementsprechend literarisch operiert. Damit diese Solidarität der Intellektuellen mit dem Proletariat über die einer literarisch vermittelnden Instanz hinausgeht, ist es notwendig, dass die gebildeten Intellektuellen selbst Verräter an ihrer Ursprungsklasse werden. Benjamin konzipiert Bildung dabei selbst als ein ¿Produktionsmittel¿, das die Intellektuellen als soziales Bildungsprivileg von der Bürgerklasse erhalten haben. Um nun diesen unabdingbaren Verrat Folge zu leisten, ist eine Transformation notwendig, die darin liegt, dass die Schriftsteller nicht lediglich den Produktionsapparat mit Inhalten ¿ mögen sie auch noch so revolutionär sein ¿ beliefern, sondern selbst zu ¿Ingenieuren¿ werden, die aktiv auf diesen einwirken, indem sie ihn ¿den Zwecken der proletarischen Revolution¿ anpassen.
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GRIN Der Spur auf der Spur. Eine Auseinandersetzung mit Walter Benjamin A1059424317
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Spur auf der Spur sein - das bedeutet zunächst eine Extrapolation vornehmen. Wir wollen nicht nur in Nippsachen, Deckchen und Transparenten Spuren lesen, sondern auch andere alltägliche Dinge in den Blick nehmen. Nicht nur das 19. Jahrhundert hinterlässt spuren. Wenn Benjamin über Bücher, Tische, Tassen oder Teppiche spricht, scheinen auch diese Dinge die Fähigkeit zu besitzen Spuren zu speichern. Es stellt sich daher zunächst die Aufgabe die Struktur der Spur zu entschlüsseln. Im Anschluss daran werden wir jene Texte, in denen wir diese Struktur der Spur zugrunde legen können, in eine Ordnung bringen. Diese Ordnung soll uns helfen folgende Frage zu beantworten: Was sagen uns die Spuren, die Benjamin in den Dingen entdeckt? Die Hypothese lautet zweierlei: dass erstens die Bedeutung der Spuren darin liegt, dass sie die enge Verbundenheit zwischen Mensch und Ding sichtbar machen; und dass zweitens in dieser Subjekt-Objekt-Relation die Idee von Identität, Sozialität und Kultur beheimatet ist. Wir müssen daran anknüpfend auch die Frage versuchen zu beantworten, warum für Benjamin die Relevanz besteht diese Spuren in den Blick zu nehmen; und auch, ob wir heute immer noch davon sprechen können, dass sich die gesellschaftlichen Konzepte von Identität und Sozialität oder überhaupt von Kultur, als Schnittstelle von Spuren zwischen Menschen und Dingen etablieren. Wir werden sehen, dass sich Spuren zwar immer noch in dieser Schnittstelle abzeichnen, aber die vernetzte, digitale Welt, als neuer Spurenträger ins Auge gefasst werden muss. Benjamins Prognose über den Verfall der Spuren durch die Moderne, bekommt unter dem Licht der digitalen Welt, eine neue Stoßrichtung.
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CEP Europäische Verlagsanstalt Ad Walter Benjamin A1066845995
Es ist mehr als bloß ein Zufall, dass von allen Protagonisten der Kritischen Theorie ausgerechnet Walter Benjamin, "zur eigentlichen Achtundsechziger-Ikone" (Karl Heinz Bohrer) wurde. Niemand anderes als dieser vom Glück Verlassene stand so sehr für den existenziellen Ernst des Denkens. Als Adorno ihn 1938 aufforderte, sich in Sicherheit zu bringen, weigerte er sich mit dem Hinweis, dass es "in Europa noch Positionen zu verteidigen" gebe, und bezahlte letztlich mit seinem Leben dafür. Sein fragmentiertes, oft enigmatisches Werk drückt eine radikale Haltung aus: die eines Gefährdeten, der die Fragilität der Moderne selbst ins Zentrum seiner Theoriebildung gestellt hatte. Diese existentielle Dimension unterschied ihn von seinen Weggefährten. Doch dem Umgang mit seinem erst im Nachhinein legendär gewordenen Werk haftet häufig etwas Epigonenhaftes an - als ob nicht gerade Widerspruch und Kritik Treue zum Denken Benjamins ausmachten: Nur wer auch in theoretischer Hinsicht den jeweiligen "Glutkern Aktualität" einer Aufgabe zu suchen und zu bergen bereit ist, leistet ihm die Gefolgschaft, die seinem Werk angemessen ist. Insofern ist es höchste Zeit, Benjamin gegen seine Bewunderer zu verteidigen.
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Suhrkamp Studien zur Philosophie Walter Benjamins A1037846031
1965 zuerst erschienen, blieb das Buch Tiedemanns bis heute die einzige umfassende Darstellung der Philosophie Walter Benjamins; seit längerem vergriffen, wird es jetzt unverändert wieder vorgelegt. Nach Tiedemann untersteht Benjamins Denken, so energisch es den Habitus aller Schulphilosophie abgestreift hat, dennoch einem spezifisch philosophischen Formgesetz. Mit der Einsicht in dieses Formgesetz, das in der Geschichte der Philosophie kaum schon vor Benjamin begegnet, fällt die in den Wahrheitsgehalt des Benjaminschen Werks zusammen. »Während Tiedemann sich auf einige zentrale Komplexe beschränkt und vor dem ominösen Ideal der Vollständigkeit hütet, ist es seiner Konzentration gleichwohl gelungen, die Einheit, den strengen Zusammenhang und die konstitutive Kraft des Benjaminschen Denkens darzutun. Nach dieser Arbeit wird es keinem mehr möglich sein, sich hinter das Argument zu verschanzen, das von Benjamin Inaugurierte sei aperçuhaft oder rhapsodischen Wesens.« Theodor W. Adorno
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Rowohlt Berlin Walter Benjamin, Biografien von Lorenz Jäger
Walter Benjamin wollte in keine Schublade oder philosophische Schule passen, sein Werk blieb unvollendet – und doch zählt er zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Intellektuelle wie Adorno und Kracauer bewunderten ihn als Genie. Lorenz Jäger erzählt das Leben des aussergewöhnlichen Literaten: Er schildert Benjamins Kindheit in der Familie eines jüdischen Kunsthändlers, die Studienjahre in Freiburg und Berlin, wo die so anregende Freundschaft mit Gershom Scholem begann, sowie die wechselhafte Beziehung zur Frankfurter Schule. Benjamin reiste nach Moskau, wo er sich vorsichtig der kommunistischen Bewegung näherte; im Pariser Exil diskutierte er mit Hannah Arendt und arbeitete am grossen „Passagen-Werk“, das Fragment blieb. 1940 floh er vor der Gefahr, nach Deutschland ausgeliefert zu werden, in das spanische Portbou, wo er sich das Leben nahm – ein Ende, rätselhaft wie vieles in Benjamins Leben und Schreiben. Jäger vergegenwärtigt eindrucksvoll den Lebensweg Walter Benjamins und zeichnet zugleich ein faszinierendes Zeitbild der ersten Jahrhunderthälfte, vom arrivierten Berliner Judentum über die Intellektuellenkreise der Weimarer Republik bis zu den Schrecken des Exils und der Verfolgung. Eine hochspannende Biographie, die Leben und Werk dieses grossen Denkers neu erschliesst.
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Suhrkamp Briefwechsel 1930–1940, Fachbücher von Walter Benjamin
Die Korrespondenz zwischen Gretel Adorno und Walter Benjamin, die 1930 einsetzt, aber erst mit Benjamins Emigration nach Frankreich ihre volle Intensität erreicht, ist nicht nur ein spätes Zeugnis des intellektuellen Berlin der zwanziger Jahre, sondern auch das Dokument einer grossen Freundschaft, die unabhängig von der Beziehung Benjamins zu Theodor W. Adorno bestand.
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Königshausen u. Neumann Walter Benjamins Konzept der Lektüre
Walter Benjamin (1892-1940), einem der schillerndsten Denker des 20. Jahrhunderts, gilt seit langem die akademische Aufmerksamkeit. Seine Werke sind fest in den Kanon der Philosophie und Literaturwissenschaft integriert. Die ausufernde Sekundärliteratur lässt eine Beschäftigung zunächst redundant erscheinen. Diese Studie besinnt sich aber auf ein grundsätzliches Problem, das in allen Kommentaren wiederkehrt: Die Schwierigkeit, eine derart bilderreiche und assoziative Schrift in klar umgrenzte Begriffe zu überführen und die weitreichenden Intuitionen argumentativ zu erschließen. Hier wird der Versuch unternommen, auf diese sprachliche und konzeptuelle Resistenz zu reflektieren. So werden die Probleme der Interpretation selbst zu integralen Momenten einer Interpretationstheorie. Diese findet ihren Ansatz in einem erweiterten Lektürebegriff. In der Figur eines exzessiven Lesers trifft das Vorhaben einer Entzifferung von Traum- und Warenwelt auf den Versuch, Erfahrungen lesbar zu machen. Dieser Aneignungsprozess Benjamins wird nachgezeichnet, um Auskunft darüber zu erhalten, wie er selbst zu lesen sei. So kommt es schließlich zu einer Lektüre des Lesens und der Rekonstruktion einer Bilderschrift. Dementsprechend wird ein Bedeutungsspielraum eröffnet, in dem die einzelnen Denkmotive an Kontur gewinnen können, ohne schließlich auf restriktive Thesen festgelegt zu werden. Dieser Versuch, Benjamins Physiognomie als Leser zu rekonstruieren, ist eher dem Essay als dem Kommentar verpflichtet.
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Ibiza: La isla perdida de Walter Benjamin (Eolasfoto) 841945365X
Ibiza: La isla perdida de Walter Benjamin (Eolasfoto)
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Aufenthalte und Passagen: Leben und Werk Walter Benjamins. Eine Chronik 186376
Aufenthalte und Passagen: Leben und Werk Walter Benjamins. Eine Chronik
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Springer The Palgrave Walter Benjamin Handbook, Fachbücher von Nathan Ross
Das Palgrave Walter Benjamin Handbook ist ein umfassendes Nachschlagewerk, das sich mit dem Werk des einflussreichen Denkers Walter Benjamin auseinandersetzt. Es richtet sich an Studierende und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen, darunter Philosophie, Literatur, Film- und Medienwissenschaft, Politikwissenschaft, Religion, Architektur, Kunst und Geschichte. Dieses Handbuch bietet eine tiefgehende Analyse von Benjamins Ideen und deren Relevanz in unterschiedlichen Kontexten. Durch die Beiträge internationaler Wissenschaftler wird ein interdisziplinärer Dialog gefördert, der die Komplexität von Benjamins Denken widerspiegelt. Jede Sektion des Buches argumentiert für die Integration ihres Themas in das Gesamtwerk und zeigt auf, wie scheinbar spezialisierte Fragestellungen mit den Herausforderungen und Fragen anderer Bereiche verknüpft sind. Die Vielfalt der Perspektiven ermöglicht es den Leserinnen und Lesern, neue Verbindungen zu entdecken und ein umfassenderes Verständnis von Benjamins Einfluss auf die Geisteswissenschaften zu gewinnen.
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Archiv – Zitat – Nachleben A1037507855
Mit der Etablierung von Walter Benjamin als einem der Begründer der modernen Medienwissenschaften ging teilweise eine erhebliche Verengung des Blickwinkels einher. Dieser Band nähert sich dem Konzept der Medien ausgehend von Benjamins Interesse an der paradoxen Figur einer Repräsentation des Unrepräsentierbaren, der die Medien immer dann gerecht werden, wenn sie durch eine Zäsur ihrer Lesbarkeit zum Verweis auf dasjenige werden, was jenseits der Überlieferung und Sichtbarkeit liegt. Die Beiträge machen deutlich, dass die Frage nach den Medien niemals nur als Frage nach verschiedenen Techniken und den Theorien über sie zu stellen ist. Vielmehr soll der Fokus auf den Umgang mit Medien darauf hinweisen, wie sehr die kulturelle Funktion von Medien von einer Übersetzung in Praxis abhängt.
3 - 5 Tagen
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Walter de Gruyter Alberts:Nietzsches Problem der Rangordn, Fachbücher von Benjamin Alberts
Gerade weil das Bestehen auf Rangordnungen in der heutigen Gesellschaft anstössig und fremd wirkt, ist es lohnenswert, sich ihnen mit Nietzsche neu zu stellen, der sie als sein Problem bezeichnete. Er richtet sie gezielt gegen die Gleichheit, von der er befürchtet, ihr Anspruch auf Universalität verunmögliche Individualität, Anders-Sein und damit auch alle Grösse. Den moralischen Wert der Gleichheit kritisieren heisst nicht, sich von demokratischen Grundprinzipien oder Errungenschaften zu verabschieden. Geklärte Rangverhältnisse reduzieren Komplexität, vereinfachen die Kommunikation, machen Verhalten erwartbar und vereinfachen so die Orientierung. So könnte gerade in den modernen Ausprägungen der Demokratie ein offenerer Umgang mit Rangordnungen zu ihrer Stärkung beitragen. Die Nietzsche-Forschung hat eine Beschäftigung mit dem Begriff bisher weitgehend vermieden. Alberts schliesst diese Forschungslücke. Er geht persönlichen, philologischen und philosophischen Anhaltspunkten für Nietzsches Denken nach und untersucht die Perspektiven, die dabei auf verschiedenste Lebensbereiche wie Natur, Religion, Moral, Wissenschaft und Interindividualität eröffnet werden.
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GRIN Name, Wesen und Konstellation der Figuren in Goethes Roman "Die Wahlverwandtschaften" A1023775494
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Goethes "Wahlverwandtschaften" und Walter Benjamin, Sprache: Deutsch, Abstract: ,Die Wahlverwandtschaften' von Johann W. Goethe ist einer der am vielschichtigsten konstruierten Romane der deutschen Literatur. Die Deutung des Romans ist bis heute nicht abgeschlossen und immer wieder entdeckt die literaturwissenschaftliche Forschung neue Facetten dieses Werkes. Eine dieser Mosaiksteine, den man als Leser, Kritiker und Forscher beachten muss, wenn man den Roman verstehen möchte, ist die Bedeutung der Namen. In den Fokus der Literaturwissenschaft sind Namen durch die Erkenntnis geraten, dass sie ein bewusstes gestalterisches Mittel in einem modernen Roman sein können. Des Weiteren erfüllen Namen bzw. die Benennung von Figuren oder der Verzicht darauf, in einem Roman immer ganz bestimmte Zwecke. Der Bedeutung von Namen in literarischen Texten widmet sich eine ganze Forschungsdisziplin, die so genannte ,Onomastik'. Auf diese werde ich im ersten Kapitel dieser Arbeit eingehen. Das Besondere der Namen in den Wahlverwandtschaften ist der immens wichtige Stellenwert, den Goethe ihnen durch Gestaltung und Bedeutung gibt. Denn jede Figur, die einen Eigennamen besitzt, wird durch diesen auch in ihrem Wesen determiniert und charakterisiert. In den Wahlverwandtschaften geht die Namensbedeutung über das normale Maß, wie man es in den meisten anderen Romanen vorfindet, hinaus. Die Namen dienen nicht nur der Identifizierung der auftretenden Figuren, sondern auch zu einigen anderen Zwecken. Diese Multifunktion der Namen im Roman aufzuzeigen und zu interpretieren, ist Inhalt und Ziel dieser Arbeit.
3 - 5 Tagen
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Surrealismus als Erkenntnis: Walter Benjamin - Weimarer Einbahnstrasse und Pariser Passagen 3476006336
Surrealismus als Erkenntnis: Walter Benjamin - Weimarer Einbahnstrasse und Pariser Passagen
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Frölich und Kaufmann Walter Benjamin. Gesammelte Werke. 2 Bände im Schuber. 1432575
»Benjamin ist ein Sprachmagier, der die Kunst beherrscht, seine Leser zu verführen.« (DLF Kultur) Diese Werkausgabe bündelt in zwei umfangreichen Bänden alles, was man von Benjamin lesen muss. Sie stellt auch wichtige Briefe vor, mit denen die einzelnen Werke in einen biografischen Zusammenhang gesetzt werden. Mit Einbahnstraße, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Berliner Kindheit um neunzehnhundert, Berliner Chronik, Über den Begriff der Geschichte, Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Geschichte, Zur Kritik der Gewalt, Moskauer Tagebuch, Kulturgeschichte des Spielzeugs, Der Weg zum Erfolg in dreizehn Thesen, Paris, die Stadt im Spiegel, Die Wiederkehr des Flaneurs, Ich packe meine Bibliothek aus, Haschisch in Marseille, Lichtenberg, Deutsche Menschen, Auszüge aus dem Passagenwerk u.v.m.
4-10 Werktage
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Springer Nietzsches Nihilism in Walter Benjamin, Fachbücher von Mauro Ponzi 9783319392660
"Nietzsche’s Nihilism in Walter Benjamin" von Mauro Ponzi ist eine tiefgehende Analyse der Einflüsse von Friedrich Nietzsches Nihilismus auf Walter Benjamins philosophisches Werk. In diesem Hardcover-Buch wird die komplexe Beziehung zwischen Nietzsches Ideen und Benjamins Theorien über Kunst, Avantgarde und politische Handlung untersucht. Ponzi rekonstruiert die Wege, auf denen Benjamin Nietzsches Nihilismus in seine eigene Philosophie integriert, und zeigt, wie er versucht, diesen durch messianische Hoffnung zu überwinden. Das Buch beleuchtet die Darstellung der Moderne als einen Ort ständiger Katastrophe und analysiert, wie Benjamin Figuren wie Baudelaire und Marx als Allegorien nutzt, um die dunklen Seiten der modernen Gesellschaft zu verdeutlichen. Durch literarische Kritik wird die Vielfalt der Quellen von Benjamins Denken erforscht, was zu einem tieferen Verständnis der kommunikativen und kulturellen Trends der Gegenwart führt.
9-11 Werktage
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Das Denkbild bei Walter Benjamin
Benjamins Denkbild-Begriff ist nur im Wechselspiel eines historischen, philosophischen und gattungsgeschichtlichen Zugriffs darzulegen. Das Denkbild als literarischer Typus durchzieht sein Gesamtwerk und bietet dabei stets erkenntnistheoretische Qualität. Die Texte veranschaulichen private, subjektive, zumeist triviale Ereignisse, die blitzartig, auratisch hervortreten und eine Bedeutung gegen die Konvention erhalten, die Benjamin glaubwürdig und zitierbar in einem Zeitalter macht, das alles, was nicht polysemantisch ist, von vornherein in Frage stellt. Paradoxal und dialektisch wie die Denkbilder sind, zugleich intuitiv und mystisch, werden ihnen rationale Einsichten gegenübergestellt, um sie derart erfahrbar zu machen. Ausgewählte Beispiele werden analysiert, theoretische Konzepte an den Denkbildern literarisch erprobt und Form wird am Inhalt gemessen.
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Klostermann, Vittorio Kommentar, Übersetzung, Theater in Walter Benjamins frühen Schriften
Im frühen Werk Walter Benjamins wird eine differenzierte Theorie der literarischen Kritik entwickelt: dies vor allem in der Arbeit über den "Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik" und im Essay über "Goethes Wahlverwandtschaften". In den Kontext dieser Theorie gehören aber auch der Kommentar "Zwei Gedichte von Friedrich Hölderlin" von 1914, der Essay "Die Aufgabe des Übersetzers" von 1921 und die zwischen 1916 und 1928 im Umkreis des "Trauerspiel"-Buchs entstandenen dramen- und theatertheoretischen Schriften. Diesen Arbeiten widmet sich Patrick Primavesis Studie. Kommentar, Übersetzung und Theater versucht der Autor darin als Bezugspunkte einer Ästhetik darzustellen, die nicht nur zwischen Kunst und Wissenschaft oder zwischen Produktion und Rezeption zu vermitteln hätte, sondern ebenso zwischen Schrift und Körper, subjektiver und kollektiver Erfahrung. Ein ehrgeiziges Programm, das jedoch die Ambitionen der Benjaminschen Theoriebildung recht genau widerspiegelt. Durch eine präzise Lektüre der angeführten Schriften Benjamins gelingt es Primavesi, den Leser von seinen Thesen zu überzeugen – Thesen, die auch für das spätere Werk Benjamins von nicht geringer Bedeutung sind.
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GRIN Walter Benjamins Filmtheorie in Auseinandersetzung mit den Filmen von Leni Riefenstahl A1055888329
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,7, Design Akademie Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: In der folgenden Arbeit werde ich die Filmtheorie von Walter Benjamin, den Filmen von Leni Riefenstahl gegenüberstellen. Der Propagandafilm "Triumph des Willens" war einer der bekanntesten Propagandafilme, der während der Zeit des Nationalsozialismus gedreht wurde. Die Regisseurin des Filmes war Leni Riefenstahl. Der Film wurde er am 28. März 1935 zum ersten Mal gezeigt. Der Film wurde in Deutschland sowie auch im Ausland sehr erfolgreich. Bei dem Internationalen Filmfestival in Venedig 1935 erhielt Leni Riefenstahl dafür den Preis für den besten ausländischen Dokumentarfilm. Die Bilder des Filmes sprachen für sich. Es gab keine Untertitel jedoch dafür Hintergrundmusik von Richard Wagner. Der Propagandafilm und auch Leni Riefenstahl als Regisseurin lösten große Diskussionen aus. Nach 1945 behauptete sie, dass man sie beinahe dazu gezwungen hätte, diesen Film zu machen. Für sie stand in dem Dokumentarfilm nicht die Politik im Vordergrund, sondern das Filmen und Darstellen des Reichparteitages in Nürnberg 1934. Zu der Zeit als der Film gedreht wurde und auch noch später, galt er aufgrund seiner filmtechnischen Neuerungen, wie beispielsweise einer veränderten Kameraführung und besonderen künstlerischen Darstellungen, als sehr innovativ. Man war der Meinung, dass man die Technik wie auch den Inhalt des Filmes, nämlich die Verklärung der Nationalsozialisten, lösen und einfach nur als Beispiel für einen gut inszenierten Film verwenden kann. Auch heutzutage besteht die Diskussion immer noch, jedoch gibt es mittlerweile einige Stimmen die den Film auch abgesehen von der Botschaft, welche dieser vermittelt, für nicht gelungen halten.
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