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Der Audio Verlag Berliner Kindheit um 1900 A1042954696
Mit scheinbar kindlich-naivem Blick schaut der große Philosoph und Kulturkritiker Walter Benjamin zurück. Seine Erinnerungen an die Kindheit in jüdisch-bürgerlichen Verhältnissen im Berlin der Jahrhundertwende sind zugleich poetische Betrachtungen, verdichtet durch die Erfahrungen des Erwachsenen. Es sind Momente, Gegenstände und Begegnungen, die in kunstvollen sprachlichen Bildern zusammengesetzt sind: eine Schmetterlingsjagd im Berliner Umland, Reflexionen über die Siegessäule, die Betrachtung eines Telefons. Dieses einzigartige Zeitdokument in Form eines autobiografischen Rückblicks wird gelesen von Felix von Manteuffel. Lesung mit Felix von Manteuffel 1 mp3-CD ca. 2 h 12 min
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Frölich und Kaufmann Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919-1929. 1058428
Die Jahre 1919 bis 1929 markieren eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der Gedanken zum ersten Mal gedacht wurden, ohne die das Leben und Denken in unserer Gegenwart nicht dasselbe wäre. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden. Wolfram Eilenberger, Bestsellerautor, langjähriger Chefredakteur des »Philosophie Magazins« und der wohl begabteste und zurzeit auffälligste Vermittler von Geistesgeschichte im deutschsprachigen Raum, erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers und dessen Liebe zu Hannah Ahrendt. Der taumelnde Walter Benjamin, dessen amour fou auf Capri mit einer lettischen Anarchistin ihn selber zum Revolutionär macht. Der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein der, während er in Cambridge als Gott der Philosophie verehrt wird, in der oberösterreichischen Provinz vollkommen verarmt Grundschüler unterrichtet. Und schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet. Dank der großen Erzählkunst des Autors ist uns der Rückblick auf die Zwanziger Jahre zugleich Inspiration und Mahnung, aber in allererster Linie ein mitreißendes Lesevergnügen.
4-10 Werktage
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Frölich und Kaufmann Georg Simmel. Philosophische Kultur. 1465376
Georg Simmel war der Star unter den Denkern seiner Zeit. Ohne ihn hätten Kurt Tucholsky, Siegfried Kracauer, Ernst Bloch, Walter Benjamin und Theodor W. Adorno anders gedacht und geschrieben. In seinem Hauptwerk, der »Philosophie des Geldes«, das »als Kulturtheorie des voll entfalteten Kapitalismus die Arbeiten Max Webers in den Schatten stellt« (FAZ), fragt Simmel, was die moderne Geldwirtschaft aus den Menschen gemacht hat. Aus dem Inhalt: Philosophie des Geldes, Die Großstädte und das Geistesleben, Der Begriff und die Tragödie der Kultur u.a. Mit einem Text von Jürgen Habermas.
1-3 Werktage
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Jüdischer Verlag Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes A1055035664
1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, schrieb in Zürich die Philosophin und Schriftstellerin Margarete Susman Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes . Es ist der Versuch angesichts der Shoah, »in diesem Augenblick einer Weltkatastrophe«, die Geschichte des jüdischen Volkes aus dem Buch Hiob zu erklären, seinem Hadern mit Gott, seinem Fragen nach Gerechtigkeit. ln einzelnen Abschnitten über den Ursprung, die Schuld, die Verfolgung, den Zionismus, die Hoffnung deutet sie das Buch Hiob neu. Die überlieferte biblische Geschichte erweist sich als unvermindert gegenwärtig. »Jude sein heißt, sich entscheiden«, heißt es am Beginn lakonisch, und im Fortgang entfaltet Margarete Susman Grenzen und Möglichkeiten einer solchen Entscheidung. Margarete Susmans Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes ist heute weithin vergessen. Ihr Beharren auf einer religiösen Substanz in Formen des alltäglichen Zusammenlebens, in der Dichtung wie Philosophie mutet fremd an. Doch es ist eine Fremdheit, mit der vertraut zu machen sich lohnt. Ihre Hiobdeutung, die sie zuerst 1929 in einem Aufsatz über Franz Kafka vorbrachte, hat Martin Buber, Walter Benjamin, Gershom Scholem und Paul Celan beeinflußt. »Es gibt«, schreibt Margarete Susman, »keine große Leistung des Judentums im Exil bis in die späte Dichtung Kafkas hinein, die den Prozeßpartner nicht mehr mit Namen nennt, die nicht im Kern eine Theodizee, der Versuch einer Rechtfertigung Gottes vor seinem Volk oder eine Rechtfertigung des Volkes vor Gott wäre. Die ganze große nachbiblische Überlieferung kreist letztlich um diese Frage.«
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Tectum Spannungsfelder: Literatur und Freiheit, Fachbücher von Ursula Ebel, Sophie Lembcke
Der Sammelband präsentiert ausgewählte Texte des 1. Wiener Studierendenkongresses der Komparatistik im Januar 2010. Der Reader spiegelt die Vielfalt der Auseinandersetzungen mit dem Thema Spannungsfelder: Literatur und Freiheit des Kongresses wider. Sein Themenspektrum reicht von gesellschaftspolitischen Phänomenen wie der Zensur (DDR/BRD, Österreich, Böhmen) über Freiheitskonzeptionen von Literat/innen und Philosoph/innen (unter anderem Joseph Addison, Friedrich Schlegel, Kurt Schwitters, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Vladimir Nabokov, Jacques Derrida, Elfriede Jelinek, Antonia S. Byatt, Cormac McCarthy) bis hin zu konkreten Formen des politischen Widerstandes von Schriftsteller/innen (Jannis Ritsos, Nanni Balestrini, Christa Wolf, die Kärntner Slowen/innen, Lipej Kolenik, Karel Prusnik-Gasper). Es geraten gendertheoretische, poetologische und sprachphilosophische Essays ins Visier, ebenso wie literarische Bearbeitungen des Sujets 'Freiheit'. Kunst als Ort der Illusion von Freiheit, literarische Denk_frei_räume, Sprache als ein Ort der (Un)Freiheit, Literatur/Kunst als Mittel politischer Handlungsfähigkeit und künstlerische Praxis als Emanzipationsstrategie werden diskutiert. Dabei stehen nicht nur Traditionen, grammatische Konventionen und Gattungsgrenzen auf dem Prüfstand, sondern es werden auch neue Formen des Erzählens gesucht und der Begriff der Freiheit diskutiert. Dieser Sammelband greift aktuelle Forschungsinteressen auf, wie die Fragen nach dem Zusammenspiel von Sprache und Wirklichkeit/en und der Möglichkeit von Literatur zu Analyse und Konstruktion, und verhandelt diese interdisziplinär.
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Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe Verlag Verrat 1933
1933 ist eine ikonische Zahl – das Jahr, in dem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, ist gleichbedeutend mit dem bis dahin größten zivilisatorischen Zusammenbruch in der neueren abendländischen Geschichte. Anhand der Schicksale von Carl Müller sowie der Künstler Paul Klee, Stefan Zweig, Walter Benjamin und der Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz wird direkt erlebbar, wie es zum Aufschwung des Nationalismus kommen konnte und welche verheerenden Folgen die Machtübernahme der Nationalsozialisten hatte. Besonderen Fokus legt das Buch auf die Bedeutung der Menschenrechte sowie auf den Kampf gegen den Antisemitismus – Themen, die gerade jetzt von großer Bedeutung sind.
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Springer Intoxication, Modernity, and Colonialism, Fachbücher von Dušan I. Bjelić
Das Buch "Intoxication, Modernity, and Colonialism" von Dušan I. Bjelić bietet eine tiefgehende Analyse der Beziehung zwischen Drogen, Modernität und Kolonialismus. Es untersucht, wie Sigmund Freuds Auseinandersetzung mit Kokain und Walter Benjamins Beschäftigung mit Haschisch zwei unterschiedliche Kritiken an der modernen Gesellschaft und deren messianische Befreiung durch die Freuden des berauschenden Diskurses darstellen. Freud entdeckte Konzepte wie Libido und Unbewusstes im Kontext der industriellen Mimesis von Kokain, während Benjamin Inspiration für seine Kritik an der Phantasmagorie und deren psychoanalytischen Varianten in der Mimesis von Haschisch fand. Das Buch beleuchtet auch die kolonialen Diskurse, die aus der Verwendung dieser Drogen entstanden, und bietet somit verschiedene Perspektiven auf die befreienden Kräfte von Vergnügen, Unbewusstem und Träumen. Es ist eine fundierte und provokante Auseinandersetzung mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen Drogenkultur und sozialer Theorie.
5-7 Werktage
117,69€
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Musaicum Books Ursprung des deutschen Trauerspiels A1063433628
Ursprung des deutschen Trauerspiels ist Walter Benjamins anspruchsvolle Studie zum barocken Drama, in der sich Literaturgeschichte, Erkenntnistheorie und Allegorieanalyse verschränken. Gegen die klassische Vorherrschaft der Tragödie bestimmt Benjamin das Trauerspiel als eigene Form: politisch, höfisch, melancholisch und von der Erfahrung geschichtlicher Katastrophe geprägt. Sein Stil ist dicht, aphoristisch und spekulativ; er liest emblematische Bilder, Souveränität, Märtyrerfiguren und Ruinen als Zeichen einer Welt, in der Sinn nicht organisch erscheint, sondern allegorisch zerfällt. Benjamin, 1892 in Berlin geboren, war Philosoph, Literaturkritiker und Kulturtheoretiker an der Schwelle zwischen jüdischer Messianistik, marxistischer Geschichtsdeutung und romantischer Sprachphilosophie. Die Schrift entstand als Habilitationsarbeit und wurde von der Universität abgelehnt; gerade diese akademische Unbehaustheit erklärt ihre unkonventionelle Methode. Benjamins Interesse am Barock entspringt seinem Blick für vergessene Formen, für Krisenzeiten und für die Erkenntniskraft scheinbar marginaler ästhetischer Phänomene. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Gattungsgeschichte, sondern als Denkform begreifen wollen. Es fordert Geduld, belohnt sie jedoch mit einer der einflussreichsten Deutungen von Allegorie, Moderne und historischer Melancholie im 20. Jahrhundert.
3 - 5 Tagen
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Zsolnay Spiegel und Maske, Belletristik von Sigrid Weigel, Bernhard Fetz
Sigrid Weigel, Jahrgang 1950, ist Professorin am Deutschen Seminar der Universität Zürich und interimistische Leiterin des Einstein-Forums in Potsdam. Sie verfasste zahlreiche Publikationen, zuletzt "Das Geschlecht der Künst" (1996), "Entstellte Ähnlichkeit - Walter Benjamins entstellte Schreibweise" (1997) und "Ingeborg Bachmann und Paul Celan - Poetische Korrespondenzen" (1997). Das Buch "Ingeborg Bachmann" erschien 1999 im Zsolnay Verlag. Bernhard Fetz ist Literaturwissenschaftler und Direktor des Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Er verfasst Literaturkritik unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung und hat zahlreiche Arbeiten zur Literatur- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht. Er ist Mitherausgeber der Albert Drach-Werkausgabe.
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KNV Besorgung On Contemporary Art A1049474252
Translated into English for the first time, On Contemporary Art, a speech by the renowned novelist César Aira, was delivered at a 2010 colloquium in Madrid dedicated to bridging the gap between writing and the visual arts. On Aira’s dizzying and dazzling path, everything comes under question—from reproducibility of artworks to the value of the written word itself. In the end, Aira leaves us stranded on the bridge between writing and art that he set out to construct in the first place, flailing as we try to make sense of where we stand. Aira’s On Contemporary Art exemplifies what the ekphrasis series is dedicated to doing—exploring the space in which words give meaning to objects, and objects shape our words. Like the great writers Walter Benjamin and Hermann Broch before him, Aira operates in the space between fiction and essay writing, art and analysis. Pursuing questions about reproducibility, art making, and limits of language, Aira’s unique voice adds new insights to the essential conversations that continue to inform our understanding of art.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Die Physiognomie von Städten, das Sammeln von Büchern und die Didaktik von Ausstellungen, der französische Faschismus und die Gaskriegsgefahr, Neuigkeiten aus dem kulturellen Leben, Evolutionstheorien und die eigenen Träume: Walter Benjamins seit 1925 für Zeitungen und Zeitschriften verfasste Texte, geschrieben in Paris, Moskau und Berlin, sind weit mehr als journalistische Brotarbeiten. Sie schlagen theoretische und sprachliche Funken aus einer Vielzahl von Themen, zeigen Benjamin als Meister der kleinen Form und als herausragenden Beobachter seiner Zeit. Der Band versammelt Essays und essayistische Miniaturen, kritische Berichte, illustrierte Artikel, Interviews, Repliken, Würdigungen, Glossen und Satiren sowie Beiträge für Anthologien. Durch die Präsentation aller überlieferten Entwürfe und Fassungen ermöglicht die Edition erstmals den genauen Nachvollzug von Benjamins Schreibarbeit, etwa an dem großen Moskau-Essay, dessen besonders dicht dokumentierte Textgenese fasziniert. Der Kommentarband liefert die nötigen Kontextualisierungen und bietet eine Fülle neuer Quellen. Dokumentiert werden zeitgenössische Übersetzungen von Texten Benjamins ebenso wie bislang unbekannte Reaktionen auf seine Arbeiten – darunter ein Plagiat von überraschender Seite.
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Jüdischer Verlag Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes
1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, schrieb in Zürich die Philosophin und Schriftstellerin Margarete Susman Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes . Es ist der Versuch angesichts der Shoah, »in diesem Augenblick einer Weltkatastrophe«, die Geschichte des jüdischen Volkes aus dem Buch Hiob zu erklären, seinem Hadern mit Gott, seinem Fragen nach Gerechtigkeit. ln einzelnen Abschnitten über den Ursprung, die Schuld, die Verfolgung, den Zionismus, die Hoffnung deutet sie das Buch Hiob neu. Die überlieferte biblische Geschichte erweist sich als unvermindert gegenwärtig. »Jude sein heißt, sich entscheiden«, heißt es am Beginn lakonisch, und im Fortgang entfaltet Margarete Susman Grenzen und Möglichkeiten einer solchen Entscheidung. Margarete Susmans Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes ist heute weithin vergessen. Ihr Beharren auf einer religiösen Substanz in Formen des alltäglichen Zusammenlebens, in der Dichtung wie Philosophie mutet fremd an. Doch es ist eine Fremdheit, mit der vertraut zu machen sich lohnt. Ihre Hiobdeutung, die sie zuerst 1929 in einem Aufsatz über Franz Kafka vorbrachte, hat Martin Buber, Walter Benjamin, Gershom Scholem und Paul Celan beeinflußt. »Es gibt«, schreibt Margarete Susman, »keine große Leistung des Judentums im Exil bis in die späte Dichtung Kafkas hinein, die den Prozeßpartner nicht mehr mit Namen nennt, die nicht im Kern eine Theodizee, der Versuch einer Rechtfertigung Gottes vor seinem Volk oder eine Rechtfertigung des Volkes vor Gott wäre. Die ganze große nachbiblische Überlieferung kreist letztlich um diese Frage.«
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Edition text + kritik Glenn Gould
Das 20. Jahrhundert als "Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit" (Walter Benjamin) von Musik brachte einen neuen Typus von Pianisten und Pianistinnen hervor, der sich im Konzertsaal und ebenso im Aufnahmestudio gleichermaßen künstlerisch präsentieren muss. Unter ihnen ragt Glenn Gould (1932–1982) in besonderer Weise heraus – und das nicht nur wegen seiner Exzentrik. Obwohl (oder weil) Glenn Gould zu den berühmtesten Interpreten seiner Zeit gehört, zieht er sich bis 1964 nach und nach vollkommen aus dem Konzertleben zurück, prägt aber weiterhin aus dem Studio über Jahrzehnte die Wahrnehmung von Klaviermusik. Das Buch nimmt das Leben Glenn Goulds in den Blick, indem es sich an den zentralen Aufnahmen des Pianisten zwischen 1955 und seinem frühen Tod 1982 orientiert und neben den Stationen seines Lebens seine Einspielungen als Meilensteine der Interpretationsgeschichte vorstellt. Die Reihe "SOLO – Porträts und Profile" lädt dazu ein, die Künstlerinnen und Künstler der "klassischen" Musik kennenzulernen. Erstmals auf dem deutschsprachigen Buchmarkt stehen hier internationale Interpretinnen und Interpreten des 20. und 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Jedes Buch porträtiert in gut zugänglicher und kompakter Form eine Musiker-Persönlichkeit: Dirigentinnen und Dirigenten, Solistinnen und Solisten, Sängerinnen und Sänger. Biografie und Karriere werden ebenso vorgestellt wie wesentliche Merkmale des individuellen Musizierens. Eine Einordnung des künstlerischen Profils rundet die fundierten Darstellungen ab. Die Autorinnen und Autoren der Reihe sind auf ihrem jeweiligen Gebiet ausgewiesene Fachleute und kommen aus Forschung und Praxis.
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Penguin Hardcover Gehen allein unter Menschen, Belletristik von Antonio Muñoz Molina
Einer der bedeutendsten spanischsprachigen Autoren sucht nach der Seele unserer Zeit. Das Klingen von Gläsern, ein Inserat an einer Laterne, Müll am Strassenrand, die schwere Luft eines Sommerabends ... Bei seinen Entdeckungsreisen durch Grossstädte sammelt der passionierte Spaziergänger Antonio Muñoz Molina Eindrücke. Scheinbar unwichtige Begebenheiten, in der U-Bahn aufgeschnappte Dialoge, Werbeplakate, Zeitungsschlagzeilen fügt er zu kunstvollen Collagen unseres Alltags. Sie feiern die Vielfalt des heutigen städtischen Lebens und führen uns immer wieder ins Herz von Muñoz Molinas eigenem Schreiben. Wie sehr er dabei auf den Spuren berühmter Weltliteraten und Flaneure wandelt, wie Walt Whitman, Walter Benjamin oder James Joyce, zeigt er in kurzen, kundigen Passagen über seine literarischen Vorbilder. „Antonio Muñoz Molina ist zweifellos einer der herausragendsten spanischen Autoren der Gegenwart.“ Die Zeit.
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Suhrkamp Globalität, Lokalität, Digitalität, Fachbücher von Bernhard Waldenfels
Globale Herausforderungen wie Flucht, Migration, Terrorismus, Viruspandemie und Klimawandel rufen nach lokalen Antworten, die sich digitaler Mittel bedienen, ohne sich in Daten, Algorithmen und einer Technologie des Machbaren zu erschöpfen. Gastlichkeit, Zeitverschiebung und Ansprüche künftiger Generationen liefern Stichwörter für eine Phänomenologie, die sich im Medium des Pathischen und Responsiven bewegt. Der leibliche Austausch zwischen Kultur und Natur, zwischen Eigenem und Fremdem spielt sich in wechselnden Grenzzonen ab. Kritische Diagnosen wie die von Edmund Husserl, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Emmanuel Levinas, Jan Patocka, Paul Valéry oder Robert Musil tragen dazu bei, dass das Salz des Fremden nicht schal wird.
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20,00€
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GRIN Heiner Müller: Germania 3" - Geschichtsphilosophische Betrachtungen: "Es ist ein Irrtum, dass die Toten tot sind", Suche nach einem Sozialismus mit
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Engel der Geschichte, Texte von Autorinnen des 20. Jahrhunderts im poetischen und geschichtsphilosophischen Diskurs, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Komplexität des letzten Müller-Stücks ¿Germania 3 Gespenster am Toten Mann¿ (im Folgenden ¿Germania 3¿) stellt für eine Hausarbeit eine große Herausforderung dar. Die Darstellung eines großen Teils der Deutschen Geschichte gleich Müller in ¿Germania 3¿ kann nicht an dieser Stelle geschehen. Genauso-wenig kann eine Analyse aller intertextuellen Elemente erfolgen. Doch was hier geschehen soll, ist eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie Geschichte in ¿Germania 3¿ dargestellt ist und wie Müller Geschichte am Ende seines Lebens verstand. Das geschieht unter der Überschrift: ¿Es ist ein Irrtum das die Toten tot sind¿, ¿Germania 3¿ als die Suche nach einem Sozialismus mit menschlichem Antlitz? Endgültig kann diese Frage sicher nur in der Zusammenfassung beantwortet werden, doch die einzelnen Kapitel bereiten den Weg und begründen das, was am Ende auf wenigen Seiten komprimiert dargestellt ist. Und dieser Weg, da er ein so schwieriger und so geladen von Inhalt ist, soll schlicht beginnen, mit dem Kapitel ¿Vorab¿, in dem Hintergründe und Entstehung von ¿Germania 3¿ dargestellt werden genauso wie die Rezeption des Stücks. Die ¿Strukturelle Analyse¿, Kapitel 3, wird ¿Germania 3¿ als ein ausgeklügeltes Netz von Szenen zeigen und befaßt sich, weitgehend ohne Sekundärliteratur, mit der detaillierten Beschreibung des Dramas. Die Struktur des Stücks, so wie sie im dritten Kapitel dieser Arbeit dargestellt wird, ist auch in Schemen faßbar. Diese sind als Anhang im Kapitel 7 untergebracht und erleichtern hoffentlich das Verständnis. Die ¿Strukturelle Analyse¿ bildet die Grundlage für die weiteren geschichtsphilosophischen Betrachtungen. Da mir Walter Benjamin, als Oberthema des Semi-nars, eher bekannt war, als Stücke von Heiner Müller, erfolgte meine Betrachtung immer aus dieser Ausgangsposition. Deshalb wird Kapitel 4.1 einen Überblick über das Verständnis von Geschichte bei Benjamin liefern, der dieses in das Bild vom Engel der Geschichte packte. Gleichzeitig beeinflußten die geschichtsphilosophischen Betrachtungen Benjamins Müller, wie man später erkennen wird. Da für das weitere Verständnis eine Darstellung des Geschichtsbegriffs bei Müller nicht fehlen darf, folgt darauf auch die Frage nach dem, was nach dem Sozialismus bleibt, denn beides ist bei Müller eng verknüpft.
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Hoffmann & Campe Das Echo deiner Frage, Biografien von Eva Weissweiler
Sie schrieb genauso fundiert über Giftgas wie über die Diskriminierung der Frauen oder Musik im Stummfilm. Und das zu einer Zeit, in der der Holocaust nicht mehr als eine Ahnung war und Männer alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu dominieren schienen. Dora Benjamin war einmalig, auch wenn ihr Genie stets von dem ihres Ehemanns Walter Benjamin verdeckt blieb. Trotz ihrer ungewöhnlichen Selbstständigkeit war sie ihm verfallen und verzieh ihm seine zahllosen Affären. Das Echo deiner Frage thematisiert erstmals ausführlich die dramatische Beziehung des Paares zueinander, zweier Menschen, die aufgrund ihrer Unangepasstheit und ihrer jüdischen Abstammung stets heimatlos blieben, damit jedoch höchst unterschiedlich umgingen. Eine spannende Paarbiographie, in deren Mittelpunkt eine Frau steht, deren von Selbstverwirklichung, aufopfernder Liebe, Flucht und Verfolgung geprägtes Leben auch heute noch brandaktuell ist.
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Peter Lang Mythos und Utopie, Fachbücher von Patrick Baumgärtel
Den Begriff der „Naturgeschichte der Zerstörung“ verwendete W.G. Sebald in Luftkrieg und Literatur unter Bezug auf den englischen Wissenschaftler und Regierungsberater Lord Solly Zuckerman in Zusammenhang mit dem vom Luftkrieg zerstörten Nachkriegsdeutschland. Dieses Buch zeigt, dass er mehr als das ist. So prägend die Ruinenlandschaft jener Zeit für den Autor W.G. Sebald war, so bestimmte auch der an Walter Benjamin und Theodor W. Adorno angelehnte Begriff der „Naturgeschichte der Zerstörung“ die innere Ausrichtung seines Werks. Geschichte gerinnt zum Mythos, der im Widerspruch zur viel diskutierten „Poetik der Erinnerung“ des Autors steht. Gegenstand der Untersuchung bildet Sebalds erstes literarisches Werk Nach der Natur.
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Peter Lang Mapping the Tasteland, Fachbücher von Matias Bruera
"Mapping the Tasteland" ist ein Fachbuch, das die komplexen Beziehungen zwischen modernen europäischen und argentinischen Schriftstellern sowie den Themen Essen und Wein untersucht. Der Autor Matias Bruera zieht umfangreiche Forschungsergebnisse heran, um zu zeigen, wie Schriftsteller wie Roland Barthes, Walter Benjamin und James Joyce sowie argentinische Autoren wie Domingo F. Sarmiento und Ezequiel Martínez Estrada ihre Ideen über Nahrung und Getränke in ihren Werken verarbeiteten. Das Buch beleuchtet sowohl fiktionale als auch nicht-fiktionale Texte und analysiert, wie diese Denker die Moderne beeinflussten und weiterhin aktuelle Themen wie globalisierte Menüs und Ernährungsarmut prägen. Es bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der kulturellen Bedeutung von Essen und Wein in der Literatur und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.
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GD Publishing Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge A1077125096
Rainer Maria Rilkes "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" (1910) ist ein Schlüsselwerk der literarischen Moderne und lässt sich aus literaturwissenschaftlicher Sicht auf mehreren Ebenen analysieren und bewerten: Das Werk markiert einen Übergang von der klassischen Erzählform des 19. Jahrhunderts zur literarischen Moderne. Es steht in der Tradition des modernen Romans, vergleichbar mit James Joyce oder Marcel Proust, und bricht mit linearen Erzählstrukturen zugunsten einer fragmentarischen, subjektiven Darstellung. Malte Laurids Brigge ist ein Ich-Erzähler, dessen Aufzeichnungen introspektiv, assoziativ und oft traumartig wirken. Die Subjektivität steht im Zentrum – es geht weniger um äußere Handlung als um innere Zustände, Wahrnehmungen und Erinnerungen. Das Ich ist zersplittert, suchend, oft leidend – ein typisches Motiv der Moderne. Paris wird als Ort der Entfremdung, Krankheit und des Verfalls dargestellt. Die Großstadt ist nicht mehr Ort des Fortschritts, sondern der Vereinzelung und Existenzangst. Rilke verarbeitet hier seine eigenen Erfahrungen in Paris, etwa als Sekretär von Rodin. Rilkes Sprache ist poetisch, bildreich, oft schwer zugänglich. Die Sätze sind kunstvoll gebaut, mit vielen Metaphern und Symbolen. Die Grenzen zwischen Prosa und Lyrik verschwimmen – das Werk ist ein "Prosagedicht", wie es Rilke selbst nannte. Das Werk wurde zunächst kritisch aufgenommen, gilt heute aber als Meilenstein der literarischen Moderne im deutschsprachigen Raum. Es beeinflusste zahlreiche Autoren und Denker, etwa Elias Canetti oder Walter Benjamin. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht ist "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" ein radikal modernes Werk, das zentrale Themen der Moderne – Entfremdung, Ich-Verlust, Sprachskepsis – auf höchstem sprachlichen Niveau verarbeitet. Es ist ein introspektives, poetisches und philosophisches Buch, das sich jeder einfachen Interpretation entzieht – und gerade deshalb so faszinierend bleibt.
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Penguin Random House Mache die Welt A1056377387
Im vierten Band seiner Philosophiegeschichte widmet sich Richard David Precht den großen Ideen der Moderne. Die Moderne provoziert die Philosophie! Der Raum als feste Größe der Physik verliert an Bedeutung, die Frage, was Materie ist, erscheint auf einmal erstaunlich unklar. Ebenso unklar ist die Frage, was Leben ist, und auch das Bewusstsein wird zunehmend zum Rätsel. Mit Sigmund Freuds Psychoanalyse übernimmt das Unbewusste die Herrschaft über den Menschen und fordert die altehrwürdige Vernunftphilosophie heraus. Und auch der Blick auf das große Ganze scheint versperrt zu sein: Die Soziologie, ein neuer Konkurrent, beansprucht das Terrain für sich. Relevant bleibt die Philosophie nur dann, wenn sie einen Mehrwert schafft, der über die Perspektive der Naturwissenschaften, der Psychologen und Soziologen hinausgeht. Sie muss näher an die Dinge heran, tiefer ins Leben blicken und sehr viel genauer beschreiben als sie es traditionell getan hat. Muss die Philosophie das Fernrohr nach innen richten, tief in sich hineinsehen, dorthin, wo die experimentelle Psychologie nie hingelangt? Auf diese Weise entstehen Edmund Husserls Phänomenologie und die neuen Ontologien Martin Heideggers, Alfred North Whiteheads und Nicolai Hartmanns. Soll sie bei der Logik der Sprache ansetzen? So tun es die analytischen Philosophen im Anschluss an Ludwig Wittgenstein und Bertrand Russell. Oder ist Philosophie ein Denken in Bildern, Metaphern und Zwischenräumen wie bei Ernst Bloch und Walter Benjamin? Parallel zur Selbstverständigung der Philosophen radikalisieren sich die Zeitläufte. Der Erste Weltkrieg erschüttert die abendländische Zivilisation und fordert zum radikalen Neudenken auf. Ein Gedankenfestival der Ideen mit einem jähen Ende: dem Zweiten Weltkrieg. Kenntnisreich und elegant zeichnet Richard David Precht die Wege des Denkens in der Moderne nach - mit ihren weitreichenden Folgen bis hinein in unsere Zeit.
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Springer Philosophical Urbanism, Fachbücher von Abraham Akkerman
"Philosophical Urbanism" ist ein Fachbuch, das sich mit der Verbindung zwischen menschlichem Denken und urbaner Form beschäftigt, inspiriert von den Ideen Walter Benjamins. Es untersucht, wie sich das moderne Bewusstsein in der städtischen Umgebung manifestiert und analysiert die Wechselwirkungen zwischen mentalen Konzepten und der physischen Struktur von Städten. Der Autor, Abraham Akkerman, beleuchtet die Entwicklung von städtischen Räumen seit der neolithischen Ära und thematisiert, wie Geschlechterdarstellungen in der Architektur als räumliche Allegorien von Männlichkeit und Weiblichkeit fungieren. Das Buch bietet eine tiefgehende Analyse der psycho-kulturellen und urbanen Kontexte über verschiedene Epochen hinweg und zeigt auf, wie sich diese im Verlauf der Moderne verändert haben. Es ist ein bedeutender Beitrag zur Diskussion über die Beziehung zwischen Philosophie, Stadtplanung und gesellschaftlichen Strukturen.
5-7 Werktage
53,49€
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Dr. Cantz’sche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Deutschland in 50 Briefmarken
Die Briefmarke, so prophezeite 1928 der passionierte Philatelist Walter Benjamin, werde „das 20. Jahrhundert nicht überleben“. Zeit für eine Rückschau also: In 50 Essays reist Uwe Schütte durch 175 Jahre deutsche Post- und Mentalitätsgeschichte. Schütte analysiert die Bildsprache der Briefmarken und ihre Bedeutung für das kollektive Gedächtnis der Deutschen, vom Schwarzen Einser bis zur aktuellen Kryptomarke der Deutschen Post. Das zeigt, wie sich die Briefmarke von ihrer Funktion als Portonachweis emanzipierte, um ab dem frühen 20. Jahrhundert zu einer künstlerischen Kleingrafik in Massenauflage zu werden. Briefmarken dienten fortan als Propagandainstrument, wurden gesammelt und gefälscht, und avancierten zum Spiegel gesellschaftlicher Diskurse.
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Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Mythos und Utopie A1013504560
Den Begriff der «Naturgeschichte der Zerstörung» verwendete W.G. Sebald in Luftkrieg und Literatur unter Bezug auf den englischen Wissenschaftler und Regierungsberater Lord Solly Zuckerman in Zusammenhang mit dem vom Luftkrieg zerstörten Nachkriegsdeutschland. Dieses Buch zeigt, dass er mehr als das ist. So prägend die Ruinenlandschaft jener Zeit für den Autor W.G. Sebald war, so bestimmte auch der an Walter Benjamin und Theodor W. Adorno angelehnte Begriff der «Naturgeschichte der Zerstörung» die innere Ausrichtung seines Werks. Geschichte gerinnt zum Mythos, der im Widerspruch zur viel diskutierten «Poetik der Erinnerung» des Autors steht. Gegenstand der Untersuchung bildet Sebalds erstes literarisches Werk Nach der Natur.
3 - 5 Tagen
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Klett Cotta Zeit der Zauberer
Die Jahre 1919 bis 1929 markieren eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der Gedanken zum ersten Mal gedacht wurden, ohne die das Leben und Denken in unserer Gegenwart nicht dasselbe wäre. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden. Wolfram Eilenberger, Bestsellerautor, langjähriger Chefredakteur des »Philosophie Magazins« und der wohl begabteste und zurzeit auffälligste Vermittler von Geistesgeschichte im deutschsprachigen Raum, erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers und dessen Liebe zu Hannah Arendt. Der taumelnde Walter Benjamin, dessen amour fou auf Capri mit einer lettischen Anarchistin ihn selber zum Revolutionär macht. Der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein der, während er in Cambridge als Gott der Philosophie verehrt wird, in der oberösterreichischen Provinz vollkommen verarmt Grundschüler unterrichtet. Und schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet. Dank der großen Erzählkunst des Autors ist uns der Rückblick auf die Zwanziger Jahre zugleich Inspiration und Mahnung, aber in allererster Linie ein mitreißendes Lesevergnügen. »Dieses schön erzählte Buch schildert die Jahre zwischen 1919 und 1929, in denen Heidegger, Wittgenstein, Benjamin und Cassirer Weltbedeutung gewannen. Zusammen bilden sie eine erstaunliche geistige Konstellation, vier Lebensentwürfe und vier Antworten auf die Frage: Was ist der Mensch? Herausgekommen ist dabei das Sternbild der Philosophie in einem großen Augenblick im Schatten der Katastrophen davor und danach.« Rüdiger Safranski
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GRIN Die Wiederentdeckung des Karnevalesken in der politischen Philosophie
Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1, Universität Stuttgart (Institut für Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Politische Philosophie hat Bezüge zum Karnevalesken gefunden. Seit geraumer Zeit lässt sich aus einigen Veröffentlichungen die Annahme treffen, Karneval als politisches Phänomen begreifen zu können. Allerdings fehlt bislang eine umfassende Theorie, die karnevaleske Formen in all ihren Facetten zu einem politischen Modell ausarbeitet. Annäherungen dazu liefern Michael Hardt und Antonio Negri, die im Kontext ihrer Bücher Empire und Multitude auf ein politisches Bewusstsein zeigen, das sich den Karneval einverleibt hat. Sie verwenden dafür einige theoretische Grundlagen, die Michail M. Bachtin liefert, der wohl als der bekannteste und mittlerweile einflussreichste Karnevalsforscher anzusehen ist. Somit wäre die Linie Bachtin-Hardt/Negri gegeben. Unter dieser Perspektive erhalten die Überlegungen Bachtins sowohl eine kultur- und literaturwissenschaftliche als auch eine politische Dimension. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich noch andere Quellen, die diesen Bereich ergänzen und erweitern. Doch sind sie nicht sofort offensichtlich. [...] Allerdings wurden mir durch meine Hardt/Negri-Lektüre zusätzliche Querverbindungen klar. Ich bekam den Eindruck, dass Karneval sich keiner Systematik unterordnen lässt. Durch die Beschäftigung mit dem Post-Operaismus habe ich Paolo Virno herangezogen, der in seiner Auseinandersetzung mit dem Multitude-Konzept Positionen herausarbeitet, die Verknüpfungen zu dem Prinzip des Karnevals bei Hardt und Negri anbieten. Weitere Aspekte liefert die Historische Psychologie des Karnevals von Florens Christian Rang. Die Texte Rangs finden in der politischen Philosophie eigentlich keine Beachtung. Nur im Zusammenhang der Karnevalsforschung zu Bachtin ist Rang zu verorten. Meist sind seine Gedanken nur eine Randnotiz und erhalten eher Aufmerksamkeit durch die Freundschaft Rangs zu Walter Benjamin. Daraus ergab sich für mich, dem Rangschen Verständnis von Karneval nachzugehen und einen Komplex Rang-(Benjamin)-Bachtin aufzustellen. Eine gewisse Tradition des Karnevalesken eröffnete sich mir in der Protest- und Widerstandskultur, in Theorien und Praxen des Klassenkampfes und in subversiven Kommunikationsmodellen. Auch die »Situationistische Internationale« und globale Protestbewegungen der Gegenwart habe ich in meine Arbeit aufgenommen. Diese werden durch eng anknüpfende Untersuchungen abgerundet.
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De Gruyter Formen des Essayistischen A1072632349
Obgleich Walter Benjamin unbestritten als „unerreichter Meister" (Adorno) des Essays gilt, hat die Forschung dieser scheinbar selbstevidenten Gattungszuschreibung bislang kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei kreist Benjamins Schreiben und Denken in allen Werkphasen performativ wie reflexiv um Fragen der Darstellung, in denen sich ästhetische, erkenntnistheoretische, sprach- und geschichtsphilosophische, medientheoretische und ethisch-politische Perspektiven kreuzen. In diesen sich zu einer impliziten Schreibästhetik verdichtenden Formexperimenten und -reflexionen besitzt der Begriff des Essays paradigmatischen Rang. Die vorliegende Studie entwickelt in der Verknüpfung von Literaturwissenschaft, (Medien-)Ästhetik und Gattungstheorie anschlussfähige Kriterien, die Benjamins Essayismus als sich im Medium der Darstellung vollziehende ästhetische Reflexivität zu beschreiben erlauben. In exemplarischen Analysen autoreflexiver Verfahren der Kritik, Kommentierung und Medialisierung vom esoterischen Frühwerk bis zu den Thesen „Über den Begriff der Geschichte" werden die Paradigmen dieses textuellen Erkenntnismodells aufgezeigt, das seine Grenze in Benjamins spekulativem Begriff einer in Praxis umschlagenden „befreiten Prosa" findet.
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Löcker Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas, Belletristik von Alfred Zellinger
Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte, notiert Geschichten, wo er auf sie trifft, und fügt diese zu einer Collage einer persönlichen, imaginären Metropole zusammen, die ohne konkrete geographische Koordinaten irgendwo schwebt zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London. Es sind reale und virtuelle Geschichten, Begegnungen mit Lebenden und mit Toten, mit Künstlern, Schriftstellern und Philosophen in den Cafés und Bars seiner Städte. In Rom sind es Ovid und Horaz am Kapitol, Vergil im Porto di Roma, wo Aeneas landet, der 18-jährige Giacomo Casanova im Greco, den wir später wieder treffen werden in Wien, Triest und Venedig, Goethe in der Via del Corso und Nietzsche mit Lou Salome in einem Beichtstuhl des Petersdoms. Im Caffè Specchi in Triest sind es James Joyce und sein Freund Italo Svevo, in Venedig Thomas Mann im Florian, Hemingway in Harrys Bar und Peggy Guggenheim bei einer Party im Palazzo Venier dei Leoni. In Wien sind es Arnold Schönberg und sein Kreis im Cafè Museum und Karl Kraus an der Sirk-Ecke. Im Gmundner Cafè Brandl ist es Thomas Bernhard. Es sind die Väter der Minimal Music Terry Riley und Michael Nyman beim Segeln auf dem Traunsee. Auf Sylvia Beachs Pariser Partys im Buchladen Shakespeare & Company sind es Joyce, Hemingway, Henry Miller und Anais Nin, Künstler bei Gertrude Stein in der Rue de Fleurus. In Philippe Starcks Pariser Café Costes sind es Zola, Heine, Bourdieu, Debord, Baudrillard und Foucault. Es ist Walter Benjamin in seinem Pariser und Friedrich Engels in seinem Londoner Exil ... eine europäische Flanerie, verdichtet zu einer europäischen Erzählung.
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Suhrkamp Schriften. 5 Bände A1000401843
Teil 1 JUDAICA - Aufsätze aus den zwanziger Jahren Judentum und deutscher Geist Teil 2 VORTRÄGE (1978-1983) Adorno und seine Kritiker Erinnerung an Theodor W. Adorno Literatursoziologie im Rückblick Goethe und die falsche Subjektivität Zum Andenken Walter Benjamins Calibans Erbe Teil 3 BRIEFE Briefwechsel Leo Löwenthal - Theodor W. Adorno Briefwechsel Leo Löwenthal - Max Horkheimer Teil 4 ANHANG - Gespräche mit Leo Löwenthal »Mitmachen wollte ich nie« - Gespräch mit Helmut Dubiel( 1981) »Wir haben nie im Leben diesen Ruhm erwartet« - Gespräch mit Matthias Greffrath( 1979) Editorische Nachbemerkung
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Springer Philosophy and Autobiography, Fachbücher von Christopher Hamilton
Das Buch "Philosophy and Autobiography" von Christopher Hamilton untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Autobiografie. Ausgangspunkt ist die These von Stanley Cavell, dass diese beiden Bereiche sich gegenseitig beeinflussen. Hamilton entwickelt eine Philosophie der Autobiografie und analysiert fünf bedeutende autobiografische Werke, darunter die von Walter Benjamin, Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Er argumentiert, dass philosophische Texte oft autobiografische Elemente enthalten und beleuchtet, wie diese Werke traditionelle Auffassungen über die Philosophie in Frage stellen. Themen wie Selbstbewusstsein, Tod, ethisches Bewusstsein und die menschliche Existenz werden eingehend behandelt. Das Buch regt dazu an, über Selbstkenntnis und das Verständnis anderer nachzudenken und thematisiert insbesondere die Kindheit in den besprochenen Autobiografien.
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