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Suhrkamp Gesammelte Briefe. 6 Bände A1042168911
Als 1966 die erste Sammlung der Briefe Walter Benjamins erschien, konnten die beiden Herausgeber Gershom Scholem und Theodor W. Adorno aus einem Material »von etwa 600 Briefen« auswählen. Um Raum zu gewinnen, mußte die Ausgabe auf weniger Wichtiges verzichten; Auslassungen in den Briefen waren aus Gründen des Persönlichkeitsrechts notwendig. Demgegenüber hatten sich die Bedingungen wesentlich verbessert, als Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, die Herausgeber der ab 1972 erschienenen »Gesammelten Schriften« Benjamins, mit den Vorbereitungen zu einer neuen, möglichst vollständigen Edition der Briefe Benjamins begannen, die die »Gesammelten Schriften« ergänzen und nach deren Beendigung erscheinen sollte. Der erste, hier vorgelegte Band umfaßt 221 Briefe und Karten Benjamins aus den Jahren 1910-1918. In ihrer Chronologie dokumentieren die Briefe die letzten Schuljahre, die »entscheidenden Jahre der Jugendbewegung«, wie Scholem in einem Brief an Dora Benjamin schrieb, und die Studienzeit in Freiburg, Berlin, München und Bern, ohne jedoch einen lückenlosen biographischen Zusammenhang herstellen zu können, geschweige denn suggerieren zu wollen; eher bezeugen die Briefe das Unstete, manchmal Verwirrende in Benjamins Entwicklung während dieser Jahre. Manches bleibt auch heute noch unklar; nicht jede Verwicklung, besonders in den erregten Debatten um die Zeitschrift »Der Anfang« und um den Berliner »Sprechsaal«, läßt sich entwirren. Dennoch zeichnen die sehr verschiedenartigen Briefe, angefangen von den in den Schulferien geschriebenen Nonsense-Briefen an Herbert Blumenthal bis zu den umfangreichen theorietischen Erörterungen in den Briefen an Ludwig Strauß, Gershom Scholem und Ernst Schoen, eine differenzierte Physiognomie des jungen Benjamin.
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Suhrkamp Gesammelte Briefe. 6 Bände A1042168911
Als 1966 die erste Sammlung der Briefe Walter Benjamins erschien, konnten die beiden Herausgeber Gershom Scholem und Theodor W. Adorno aus einem Material »von etwa 600 Briefen« auswählen. Um Raum zu gewinnen, mußte die Ausgabe auf weniger Wichtiges verzichten; Auslassungen in den Briefen waren aus Gründen des Persönlichkeitsrechts notwendig. Demgegenüber hatten sich die Bedingungen wesentlich verbessert, als Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, die Herausgeber der ab 1972 erschienenen »Gesammelten Schriften« Benjamins, mit den Vorbereitungen zu einer neuen, möglichst vollständigen Edition der Briefe Benjamins begannen, die die »Gesammelten Schriften« ergänzen und nach deren Beendigung erscheinen sollte. Der erste, hier vorgelegte Band umfaßt 221 Briefe und Karten Benjamins aus den Jahren 1910-1918. In ihrer Chronologie dokumentieren die Briefe die letzten Schuljahre, die »entscheidenden Jahre der Jugendbewegung«, wie Scholem in einem Brief an Dora Benjamin schrieb, und die Studienzeit in Freiburg, Berlin, München und Bern, ohne jedoch einen lückenlosen biographischen Zusammenhang herstellen zu können, geschweige denn suggerieren zu wollen; eher bezeugen die Briefe das Unstete, manchmal Verwirrende in Benjamins Entwicklung während dieser Jahre. Manches bleibt auch heute noch unklar; nicht jede Verwicklung, besonders in den erregten Debatten um die Zeitschrift »Der Anfang« und um den Berliner »Sprechsaal«, läßt sich entwirren. Dennoch zeichnen die sehr verschiedenartigen Briefe, angefangen von den in den Schulferien geschriebenen Nonsense-Briefen an Herbert Blumenthal bis zu den umfangreichen theorietischen Erörterungen in den Briefen an Ludwig Strauß, Gershom Scholem und Ernst Schoen, eine differenzierte Physiognomie des jungen Benjamin.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften in 20 Bänden A1000501502
ERSTE HÄLFTE I. Theorien und Theoretiker / Neue wertfreie Soziologie / Zur Philosophie Husserls / Husserl and the Problem of Idealism / »Kulturanthropologie« / Wird Spengler recht behalten? / Max Horkheimer (Max Horkheimer / Radiorede über Max Horkheimer / Offener Brief an Max Horkheimer / Gratulor / Eine unterdrückte Vorrede) / Walter Benjamin (Zu Benjamins Gedächtnis / Nachwort zur »Berliner Kindheit um Neunzehnhundert« / Erinnerungen / Vorrede zu Rolf Tiedemanns »Studien zur Philosophie Walter Benjamins« / Interimsbescheid / A l'écart de tous les courants) / Für Ernst Bloch / Nach Kracauers Tod / Oswald Spengler, Der Mensch und die Technik / Alfred Kleinberg, Die europäische Kultur der Neuzeit / Herbert Marcuse, Hegels Ontologie und die Grundlegung einer Theorie der Geschichtlichkeit / Bernhard Groethuysen, Die Entstehung der bürgerlichen Welt- und Lebensanschauung in Frankreich / Hans Driesch, Philosophische Gegenwartsfragen / Theodor Steinbüchel, Das Grundproblem der Hegelschen Philosophie / Nicolai Hartmann, Das Problem des geistigen Seins,u. a. [Sammelbesprechung] / Walter Ehrenstein, Einführung in die Gestaltpsychologie / Philosophy and History. Essays presented to Ernst Cassirer / Roger Caillois, La Manie religieuse / Erich Rothacker, Die Schichten der Persönlichkeit / Jean Wahl, Etudes Kierkegaardiennes, u.a. [Sammelbesprechung] / Wilhelm Grebe, Der tätige Mensch / G. P. Adams, u.a., Knowledge and Society / Maximilian Beck, Psychologie / Richmond Laurin Hawkins, Positivism in the United States 1853-1861 / Heinrich Rickert, Unmittelbarkeit und Sinndeutung / Ad Lukács / Fällige Revision / Zu Ulrich Sonnemanns »Negativer Anthropologie« II. Gesellschaft, Unterricht, Politik Democratic Leadership and Mass Manipulation / Individuum und Staat / Öffentliche Meinung und Meinungsforschung / Zum Problem der Familie / Über Technik und Humanismus / Zum Studium der Philosophie / Aktualität der Erwachsenenbildung / Zur Demokratisierung der deutschen Universit
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Suhrkamp Fassbinder
Schon als Rainer Werner Fassbinder 1982 starb, wollte Ian Penman dem exzessiv produktiven Macher von Filmen wie Angst essen Seele auf oder Die Ehe der Maria Braun ein Buch widmen. Vierzig Jahre später greift er den Plan wieder auf. Sein Pitch: »Diese Story hat alles! Sex, Drogen, Kunst, Großstadt, Moderne, Kino und Revolution. In ihm sind Viele. Er wurde sein eigenes Hollywood.« Das Ergebnis: ein Wirbelsturm biografischer Fragmente und Aperçus, ein Kaleidoskop der »Fassbundesrepublik« mit ihrer unterdrückten Vergangenheit, ihrer Paranoia, ihren radikalen künstlerischen Experimenten. Kiefer, Syberberg, Tangerine Dream. Für Ian Penman hat RWF den Status, den Baudelaire für Walter Benjamin hatte: Protagonist und Medium einer Spätphase – einer Epoche, die bereits die nächste träumt.
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Suhrkamp Die Zeit, die bleibt A1000657906
Von der Paulinischen Botschaft bis zu den Thesen Über den Begriff der Geschichte Walter Benjamins (die bisweilen außerordentliche Entlehnungen aus ihr enthalten) bildet die Umkehrung von Vergangenheit und Zukunft, von Erinnerung und Hoffnung das Herzstück des Messianismus. Die messianische Zeit ist die Jetztzeit; als Segment der profanen Zeit zwischen der Wiederauferstehung Jesu und dem apokalyptischen Ende konstituiert sie sich in der Zeiterfahrung der Gegenwart. Agambens Buch hält sich an das messianische Vorbild einer »schwindelerregenden Rekapitulation«: Das exegetische Wissen der Bibel geht über in die Illuminationen des Philosophen, der, ausgehend von Schmitt, Kafka und Scholem, die Paulinischen Texte befragt und in ihnen die begrifflichen Wurzeln der Hegeischen Dialektik findet.
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Suhrkamp Globalität, Lokalität, Digitalität
Globale Herausforderungen wie Flucht, Migration, Terrorismus, Viruspandemie und Klimawandel rufen nach lokalen Antworten, die sich digitaler Mittel bedienen, ohne sich in Daten, Algorithmen und einer Technologie des Machbaren zu erschöpfen. Gastlichkeit, Zeitverschiebung und Ansprüche künftiger Generationen liefern Stichwörter für eine Phänomenologie, die sich im Medium des Pathischen und Responsiven bewegt. Der leibliche Austausch zwischen Kultur und Natur, zwischen Eigenem und Fremdem spielt sich in wechselnden Grenzzonen ab. Kritische Diagnosen wie die von Edmund Husserl, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Emmanuel Levinas, Jan Patočka, Paul Valéry oder Robert Musil tragen dazu bei, dass das Salz des Fremden nicht schal wird.
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Suhrkamp Werke. Berner Ausgabe A1063529367
»Die Knaben«, »Dichter«, »Aschenbrödel« und »Schneewittchen« – vier szenische Texte umfasst die Sammlung Komödie (1920). Nur für »künstlerisch genießende Erwachsene« seien die Märchenadaptionen geeignet, warnte Robert Walser. Walter Benjamin beschrieb »Schneewittchen« als »eines der tiefsinnigsten Gebilde der neueren Dichtung«. – Die ›Knaben‹ gebärden sich wie Melancholiker und kleine Philosophen, fassen den Entschluss, Männer zu werden, und doch stirbt einer an Todessehnsucht. Daneben tragen ›Dichter‹ einen Kollegen zu Grabe, der sich trotz seines Erfolges das Leben genommen hat, während eine Dichterin amüsiert von einer Schar von Verehrern träumt, die sich auf absonderliche Art ungehemmt vermehren.
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Suhrkamp Werke. Berner Ausgabe A1063529367
»Die Knaben«, »Dichter«, »Aschenbrödel« und »Schneewittchen« – vier szenische Texte umfasst die Sammlung Komödie (1920). Nur für »künstlerisch genießende Erwachsene« seien die Märchenadaptionen geeignet, warnte Robert Walser. Walter Benjamin beschrieb »Schneewittchen« als »eines der tiefsinnigsten Gebilde der neueren Dichtung«. – Die ›Knaben‹ gebärden sich wie Melancholiker und kleine Philosophen, fassen den Entschluss, Männer zu werden, und doch stirbt einer an Todessehnsucht. Daneben tragen ›Dichter‹ einen Kollegen zu Grabe, der sich trotz seines Erfolges das Leben genommen hat, während eine Dichterin amüsiert von einer Schar von Verehrern träumt, die sich auf absonderliche Art ungehemmt vermehren.
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Suhrkamp Erzählungen A1000406055
Marieluise Fleißer, erfolgreiche Stückeschreiberin in den zwanziger Jahren, Freundin Brechts und Feuchtwangers, faßte nach den Jahren ihres Elends zur Zeit des Nationalsozialismus viele Jahre nicht mehr Fuß im Literatur- und Kulturbetrieb, bis sie in den sechziger Jahren von jungen Dramatikern wie Franz Xaver Kroetz und Rainer Werner Fassbinder wiederentdeckt wurde. Danach wurden ihre Stücke erneut und mit großem Erfolg gespielt, und endlich wurde sie auch als Erzählerin einem größeren Publikum bekannt, obschon bereits früh Walter Benjamin die Prosa der Fleißer als »Kunstmittel, ersten Ranges« erkannt und Alfred Kerr ihr Werk schlicht »einen Besitz« genannt hatte. »Ich wünsche, daß mich vor allem die jungen Leute hören. sehen und lesen und daß sie durch mich einen Einblick bekommen in das, was hinter der Oberfläche steckt«, resümierte Marieluise Fleißer 1973. Sie »kroch immer in ihre Figuren, die sie darstellte. Sie war innen und außen« (Günter Rühle).
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Suhrkamp Fassbinder A1069997539
Schon als Rainer Werner Fassbinder 1982 starb, wollte Ian Penman dem exzessiv produktiven Macher von Filmen wie Angst essen Seele auf oder Die Ehe der Maria Braun ein Buch widmen. Vierzig Jahre später greift er den Plan wieder auf. Sein Pitch: »Diese Story hat alles! Sex, Drogen, Kunst, Großstadt, Moderne, Kino und Revolution. In ihm sind Viele. Er wurde sein eigenes Hollywood.« Das Ergebnis: ein Wirbelsturm biografischer Fragmente und Aperçus, ein Kaleidoskop der »Fassbundesrepublik« mit ihrer unterdrückten Vergangenheit, ihrer Paranoia, ihren radikalen künstlerischen Experimenten. Kiefer, Syberberg, Tangerine Dream. Für Ian Penman hat RWF den Status, den Baudelaire für Walter Benjamin hatte: Protagonist und Medium einer Spätphase – einer Epoche, die bereits die nächste träumt.
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Suhrkamp Das Leben
Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an. Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.
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Suhrkamp Werke. Berner Ausgabe, Belletristik von Lucas Marco Gisi, Marion Gees, Robert Walser
Die Knaben, Dichter, Aschenbrödel und Schneewittchen - vier szenische Texte umfasst die Sammlung Komödie (1919). Nur für künstlerisch geniessende Erwachsene seien die Märchenadaptionen geeignet, warnte Robert Walser. Walter Benjamin beschrieb Schneewittchen als eines der tiefsinnigsten Gebilde der neueren Dichtung.
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Suhrkamp Globalität, Lokalität, Digitalität A1063528882
Globale Herausforderungen wie Flucht, Migration, Terrorismus, Viruspandemie und Klimawandel rufen nach lokalen Antworten, die sich digitaler Mittel bedienen, ohne sich in Daten, Algorithmen und einer Technologie des Machbaren zu erschöpfen. Gastlichkeit, Zeitverschiebung und Ansprüche künftiger Generationen liefern Stichwörter für eine Phänomenologie, die sich im Medium des Pathischen und Responsiven bewegt. Der leibliche Austausch zwischen Kultur und Natur, zwischen Eigenem und Fremdem spielt sich in wechselnden Grenzzonen ab. Kritische Diagnosen wie die von Edmund Husserl, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Emmanuel Levinas, Jan Patočka, Paul Valéry oder Robert Musil tragen dazu bei, dass das Salz des Fremden nicht schal wird.
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Suhrkamp Ontologie und Dialektik
Adornos Vorlesung von 1960/61 kann für jenes Buch über Heidegger stehen, das Adorno nicht geschrieben hat – und nicht schreiben wollte. Es ist zugleich die verspätete Ausführung eines Projekts, das Walter Benjamin schon um 1930, bald nach dem Erscheinen von Sein und Zeit, verfolgt hatte, ohne es je auszuführen: "den Heidegger zu zertrümmern", wie er formulierte. Für Adorno bedurfte es nicht der Erinnerung an den Plan des Freundes; wie dieser hatte er bereits unmittelbar nach Erscheinen von Sein und Zeit, also längst vor Heideggers berüchtigter Rektoratsrede, reagiert und die Fundamentalontologie abgelehnt. In Heidegger sah er einen eher bescheidenen, darum freilich um so gefährlicheren Denker, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu seinem intellektuellen Gegenspieler wurde. Adorno hat Heideggers Denken vielfach der Kritik unterzogen, niemals und nirgends jedoch in der Form der politischen Denunziation, sondern indem er den Zusammenhang des philosophischen Gehalts mit dem politischen aufzeigte: als Plädoyer für Aufklärung und Rationalität.
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Suhrkamp Erzählungen A1000406055
Marieluise Fleißer, erfolgreiche Stückeschreiberin in den zwanziger Jahren, Freundin Brechts und Feuchtwangers, faßte nach den Jahren ihres Elends zur Zeit des Nationalsozialismus viele Jahre nicht mehr Fuß im Literatur- und Kulturbetrieb, bis sie in den sechziger Jahren von jungen Dramatikern wie Franz Xaver Kroetz und Rainer Werner Fassbinder wiederentdeckt wurde. Danach wurden ihre Stücke erneut und mit großem Erfolg gespielt, und endlich wurde sie auch als Erzählerin einem größeren Publikum bekannt, obschon bereits früh Walter Benjamin die Prosa der Fleißer als »Kunstmittel, ersten Ranges« erkannt und Alfred Kerr ihr Werk schlicht »einen Besitz« genannt hatte. »Ich wünsche, daß mich vor allem die jungen Leute hören. sehen und lesen und daß sie durch mich einen Einblick bekommen in das, was hinter der Oberfläche steckt«, resümierte Marieluise Fleißer 1973. Sie »kroch immer in ihre Figuren, die sie darstellte. Sie war innen und außen« (Günter Rühle).
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Suhrkamp Werke und Nachlass-Kritische Gesamtausgabe (Band 19): Werke und Nachlass. Kritische Gesamtausgabe, Fachbücher von Walter Benjamin
Die Aufzeichnungen Walter Benjamins über den Begriff der Geschichte, an denen er bis zum Frühjahr 1940 schrieb, sind zugleich nüchterne Bilanz eines leidenschaftlichen Intellektuellen und steile Konstruktion eines kühlen Theoretikers. Der Intellektuelle legt Rechenschaft darüber ab, wie es um das altehrwürdige Unternehmen, die Welt in eine menschenwürdigere zu transformieren, bestellt ist - zumal in einer Zeit, in der die Kräfte, denen man dies bislang zugetraut hatte, zerfallen und die Hoffnungen zerstört sind. Der Theoretiker nimmt dies zum Anlass, die verheerenden Folgen der bisherigen Geschichtsphilosophie aufzudecken und eine Alternative zu entwerfen, die die Kritik am linearen Fortschritt nicht mehr allein dem Irrationalismus überlässt. Diese Kritik hat bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüsst, ebensowenig wie die daraus abgeleitete Erkenntnis, dass die Katastrophe nicht der Au.
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Suhrkamp Werke und Nachlass-Kritische Gesamtausgabe (Band 9): Werke und Nachlass. Kritische Gesamtausgabe, Fachbücher von Walter Benjamin
Walter Benjamins Rundfunkarbeiten haben bislang erstaunlich wenig Aufmerksamkeit seitens der Forschung erhalten. Dabei machen die bisher nur verstreut edierten Texte einen beachtlichen Teil seines Gesamtwerks aus: Über 80 Sendungen gestaltet Benjamin zwischen 1927 und 1933 - als Hörspielautor, als Verfasser des neuen Formats "Hörmodell", als Vortragender in der "Jugendstunde" sowie im literarischen Programm für Erwachsene und nicht zuletzt als Moderator von "Funkspielen" am Abend. Im Zusammenhang dieser Arbeiten reflektiert er über das neue Medium sowie über die mit diesem einhergehende Popularisierung und setzt eigene, innovative Konzepte um. Der Band führt erstmals die genuin für und über den Rundfunk verfassten Texte zusammen und gibt einen einzigartigen Einblick in Benjamins Arbeitsweise in diesem besonderen Medienkontext. Die gründliche Aufarbeitung des Textbestandes sowie der.
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Suhrkamp Das Leben A1045074986
Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an. Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.
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Suhrkamp Werke und Nachlass-Kritische Gesamtausgabe (Band 16): Werke und Nachlass. Kritische Gesamtausgabe, Fachbücher von Walter Benjamin
Der berühmte Kunstwerk-Aufsatz mit seinen Thesen von der Krise des auratischen Kunstwerks gehört sicherlich zu den am stärksten rezipierten Texten aus Walter Benjamins Werk. Er hat bis heute nichts von seiner Sprengkraft eingebüsst und löst immer wieder kontroverse Deutungen und Debatten aus. Die Abhandlung, die zu Lebzeiten des Autors nur in einer französischen Übersetzung erschien, wird aus dem Nachlass ediert, und zwar im vollständigen Textbestand. Dieser umfasst fünf in sich abgeschlossene Fassungen aus der Zeit zwischen Herbst 1935 und Sommer 1936 sowie zahlreiche Manuskripte zur Weiterarbeit, die zwischen 1936 und 1940 entstanden sind. Sowohl die erste Fassung wie auch andere theoretisch bedeutsame Manuskripte werden damit erstmals zugänglich gemacht. Der Kommentarteil erörtert detailliert die Entstehungsgeschichte und erschliesst die vielfältigen Zitat- und Quellenbezüge.
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Suhrkamp Das Politische und die Politik
Die gegenwärtige Debatte um den Begriff des Politischen hat ihren Ursprung in der Diagnose, dass das, was in der derzeitigen institutionellen und medialen Aufführungspraxis als »Politik« bezeichnet wird, nicht »das ganze Politische« sein kann. Insbesondere im französischen Sprachraum ist die Differenz zwischen dem Politischen und der Politik zum Ausgangspunkt einer Erneuerung der politischen Theorie geworden, die das Politische abhebt von »bloßer Politik«. Was genau diese Differenz bezeichnet, hängt davon ab, ob das Politische als Norm der Politik, als hegemoniale Intervention, als Ereignis der Unterbrechung oder der Stiftung von Politik formuliert wird. Der Band zeichnet in kritischer Diskussion die Grundlinien der theoretischen Erneuerung nach, die Denker wie Alain Badiou, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe und Jean-Luc Nancy vorangetrieben haben und deren Wurzeln sich auf so unterschiedliche Autoren wie Walter Benjamin, Carl Schmitt und Hannah Arendt zurückverfolgen lassen. Mit Beiträgen u.a. von Friedrich Balke, Roberto Esposito, Alexander García Düttmann und Christoph Menke.
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Suhrkamp Paris denken – Penser Paris
In Paris kommt die Stadt zu Bewußtsein. Keine andere Stadt hat mit vergleichbarer Intensität versucht, ihre eigene Identität in der Literatur zu erfassen. In seinem neuen Buch analysiert Karlheinz Stierle neue Aspekte der Parisliteratur und schlägt dabei einen Bogen bis ins 21. Jahrhundert. Dabei geht es ihm auch um deutsch-französische Interferenzen. So macht er zum Beispiel Peter Handke als den Kolumbus der Pariser Banlieue aus, die dieser in seinem Roman Mein Jahr in der Niemandsbucht beschwört. Er fragt, ob Friedrich Schlegels Vorstellung einer grenzenlos wachsenden Universalpoesie ein Modell war für die Stadtvision Victor Hugos. Stierle erläutert, inwiefern die Begegnung mit Paris Rainer Maria Rilke erst eigentlich zu seiner eigenen dichterischen Sprache geführt hat. Und wie Walter Benjamin in seinem berühmten Passagenwerk die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts entdeckte.
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Suhrkamp Ontologie und Dialektik A1001031946
Adornos Vorlesung von 1960/61 kann für jenes Buch über Heidegger stehen, das Adorno nicht geschrieben hat – und nicht schreiben wollte. Es ist zugleich die verspätete Ausführung eines Projekts, das Walter Benjamin schon um 1930, bald nach dem Erscheinen von Sein und Zeit, verfolgt hatte, ohne es je auszuführen: "den Heidegger zu zertrümmern", wie er formulierte. Für Adorno bedurfte es nicht der Erinnerung an den Plan des Freundes; wie dieser hatte er bereits unmittelbar nach Erscheinen von Sein und Zeit, also längst vor Heideggers berüchtigter Rektoratsrede, reagiert und die Fundamentalontologie abgelehnt. In Heidegger sah er einen eher bescheidenen, darum freilich um so gefährlicheren Denker, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu seinem intellektuellen Gegenspieler wurde. Adorno hat Heideggers Denken vielfach der Kritik unterzogen, niemals und nirgends jedoch in der Form der politischen Denunziation, sondern indem er den Zusammenhang des philosophischen Gehalts mit dem politischen aufzeigte: als Plädoyer für Aufklärung und Rationalität.
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Suhrkamp Globalität, Lokalität, Digitalität, Fachbücher von Bernhard Waldenfels
Globale Herausforderungen wie Flucht, Migration, Terrorismus, Viruspandemie und Klimawandel rufen nach lokalen Antworten, die sich digitaler Mittel bedienen, ohne sich in Daten, Algorithmen und einer Technologie des Machbaren zu erschöpfen. Gastlichkeit, Zeitverschiebung und Ansprüche künftiger Generationen liefern Stichwörter für eine Phänomenologie, die sich im Medium des Pathischen und Responsiven bewegt. Der leibliche Austausch zwischen Kultur und Natur, zwischen Eigenem und Fremdem spielt sich in wechselnden Grenzzonen ab. Kritische Diagnosen wie die von Edmund Husserl, Sigmund Freud, Walter Benjamin, Emmanuel Levinas, Jan Patocka, Paul Valéry oder Robert Musil tragen dazu bei, dass das Salz des Fremden nicht schal wird.
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Suhrkamp Benjamin und Brecht A1045074946
Walter Benjamin und Bertolt Brecht, obwohl unterschiedlich geprägt, waren einander in einer »zähen literarischen Freundschaft« (Elisabeth Hauptmann) verbunden. Als Zeitgenossen des Jahrhunderts der Extreme entwarfen sie Modelle der Kunst und der Kunstbetrachtung, der Politik, des Denkens und des Lebens, mal »versuchsweise extrem«, mal spielerisch. Insgesamt mag die Kommunikation der berühmten Svendborger Schachpartner an das königliche Spiel erinnern: Ermattungstaktik, Überraschungsangriff, Rückzug, strategische Partnerschaft, Matt – und neue Partie. Anlässlich einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin versammelt der hier präsentierte Band Aufsätze und künstlerische Kommentare (Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Montagen), die Schlaglichter auf eine außergewöhnliche Konstellation werfen.
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Suhrkamp Benjamin und Brecht A1045074946
Walter Benjamin und Bertolt Brecht, obwohl unterschiedlich geprägt, waren einander in einer »zähen literarischen Freundschaft« (Elisabeth Hauptmann) verbunden. Als Zeitgenossen des Jahrhunderts der Extreme entwarfen sie Modelle der Kunst und der Kunstbetrachtung, der Politik, des Denkens und des Lebens, mal »versuchsweise extrem«, mal spielerisch. Insgesamt mag die Kommunikation der berühmten Svendborger Schachpartner an das königliche Spiel erinnern: Ermattungstaktik, Überraschungsangriff, Rückzug, strategische Partnerschaft, Matt – und neue Partie. Anlässlich einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin versammelt der hier präsentierte Band Aufsätze und künstlerische Kommentare (Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Montagen), die Schlaglichter auf eine außergewöhnliche Konstellation werfen.
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Suhrkamp Das Leben, Fachbücher von Didier Fassin
Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an. Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die "Formen des Lebens" untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der "Ethik des Lebens" beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die "Politik des Lebens" erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche.
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Suhrkamp Das Politische und die Politik A1009190316
Die gegenwärtige Debatte um den Begriff des Politischen hat ihren Ursprung in der Diagnose, dass das, was in der derzeitigen institutionellen und medialen Aufführungspraxis als »Politik« bezeichnet wird, nicht »das ganze Politische« sein kann. Insbesondere im französischen Sprachraum ist die Differenz zwischen dem Politischen und der Politik zum Ausgangspunkt einer Erneuerung der politischen Theorie geworden, die das Politische abhebt von »bloßer Politik«. Was genau diese Differenz bezeichnet, hängt davon ab, ob das Politische als Norm der Politik, als hegemoniale Intervention, als Ereignis der Unterbrechung oder der Stiftung von Politik formuliert wird. Der Band zeichnet in kritischer Diskussion die Grundlinien der theoretischen Erneuerung nach, die Denker wie Alain Badiou, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe und Jean-Luc Nancy vorangetrieben haben und deren Wurzeln sich auf so unterschiedliche Autoren wie Walter Benjamin, Carl Schmitt und Hannah Arendt zurückverfolgen lassen. Mit Beiträgen u.a. von Friedrich Balke, Roberto Esposito, Alexander García Düttmann und Christoph Menke.
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Suhrkamp Werke und Nachlass-Kritische Gesamtausgabe (Band 13.1, 13.2): Kritiken und Rezensionen, Fachbücher von Heinrich Kaulen, Walter Benjamin
Spätestens seit den siebziger Jahren gilt Walter Benjamin als Klassiker der Literaturkritik, dessen zahlreiche Rezensionen kanonisch geworden sind. In jüngster Zeit wurden jedoch mehr als 200 Druckseiten umfassende handschriftliche Notizen und Aufzeichnungen entdeckt, darunter Entwürfe der Besprechungen von Bertolt Brecht, Anna Seghers, Max Kommerell, Alfred Polgar und Dolf Sternberger. Sie werden im Rahmen der "Kritischen Gesamtausgabe" nun zum ersten Mal publiziert und ergänzen die bekannten Arbeiten, die ebenfalls erstmals ohne normalisierende Eingriffe und unter Berücksichtigung sämtlicher Textzeugen und Varianten geboten werden. Zusammen mit den im Kommentar erschlossenen Fakten zu Benjamins Arbeitsumfeld, seinen Kontakten und Quellen ermöglicht die Edition einen völlig neuen Blick in die Werkstatt des Kritikers sowie eine minutiöse Rekonstruktion seines Arbeitsprozesses.
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Suhrkamp Pariser Bilder I (1830–1848)
Die moderne Poesie, als deren Begründer Baudelaire gilt, enthält eine geschichtliche Substanz, von der man bis zu Walter Benjamin kaum etwas ahnte. An ihrem Anfang steht die nicht mehr bloß ästhetische Auseinandersetzung mit der Prosa der Bourgeoiswelt. Die zu Beginn der Julimonarchie von Heine, Daumier u. a. begründete, von Baudelaire 1846 dann programmatisch formulierte postromantische Ästhetik nimmt jene Prosa in ihrer widersprüchlichen Bewegung in sich auf, um sie in revolutionärem Sinne zu transformieren. Die Verfahrensweisen dieser antibourgeoisen Ästhetik, ihre historischen und ästhetischen Voraussetzungen, ihre Strategien und Aporien werden deutlich nur in der konkreten Konfrontation der Werke mit dem historisch-ideologischen »Text«, auf den sie sich beziehen. Oehlers Buch will den Blick öffnen für den Traditionszusammenhang von »realistischer« und »esoterischer« Avantgarde.
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Suhrkamp Paris denken – Penser Paris A1057871389
In Paris kommt die Stadt zu Bewußtsein. Keine andere Stadt hat mit vergleichbarer Intensität versucht, ihre eigene Identität in der Literatur zu erfassen. In seinem neuen Buch analysiert Karlheinz Stierle neue Aspekte der Parisliteratur und schlägt dabei einen Bogen bis ins 21. Jahrhundert. Dabei geht es ihm auch um deutsch-französische Interferenzen. So macht er zum Beispiel Peter Handke als den Kolumbus der Pariser Banlieue aus, die dieser in seinem Roman Mein Jahr in der Niemandsbucht beschwört. Er fragt, ob Friedrich Schlegels Vorstellung einer grenzenlos wachsenden Universalpoesie ein Modell war für die Stadtvision Victor Hugos. Stierle erläutert, inwiefern die Begegnung mit Paris Rainer Maria Rilke erst eigentlich zu seiner eigenen dichterischen Sprache geführt hat. Und wie Walter Benjamin in seinem berühmten Passagenwerk die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts entdeckte.
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