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Siegfried Kracauer, Suhrkamp Taschenbücher, Nr.13, Die Angestellten
Siegfried Kracauer, Suhrkamp Taschenbücher, Nr.13, Die Angestellten
- Analytisch-dokumentarische Literatur - Aktualität bis heute - Zitat von Walter Benjamin - Titel: "Die Angestellten: Aus dem neuesten Deutschland"
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Suhrkamp Ausnahmezustand A1000585501
Suhrkamp Ausnahmezustand A1000585501
Nach "Homo sacer" und "Was von Auschwitz bleibt" - Teil 1 und Teil 3 von Giorgio Agambens vieldiskutiertem Homo-sacer-Projekt - folgt nun mit Ausnahmezustand der in sich geschlossene erste Band des zweiten Teiles. Der Ausnahmezustand, d. h. jene Suspendierung des Rechtssystems, die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird vor unseren Augen zu einem gängigen Muster staatlicher Praxis, das in steigendem Maße die Politik bestimmt. Agambens neuestes Buch ist der erste Versuch einer bündigen Geschichte und zugleich Fundamentalanalyse des Ausnahmezustandes: Wo liegen seine historischen Wurzeln, und welche Rolle spielt er - in seiner Entwicklung von Hitler bis Guantanamo - in der Gegenwart? Wo der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an das Phänomen des Ausnahmezustands - zu nennen sind in erster Linie Walter Benjamin, Carl Schmitt und Jacques Derrida - vermißt Agamben das von den meisten Theoretikern gemiedene Niemandsland zwischen Politik und Recht, zwischen der Rechtsordnung und dem Leben und wirft ein neues Licht auf jene verborgene Beziehung, die das Recht an die Gewalt bindet.
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Suhrkamp Öffentlich arbeiten
Suhrkamp Öffentlich arbeiten
»Schreiben, um zu beschreiben, beschreiben, um weiterarbeiten zu können, um hoffen zu können. Auch um auf Änderungen, Veränderungen hoffen zu können.« Christoph Hein, eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur, gibt mit den hier versammelten Essais und Gesprächen aus den Jahren 1978 bis 1986 Einblick in seine Arbeit. Er stellt die Frage nach dem Stellenwert der Kunst in einem geteilten Deutschland, nach Macht und Machtlosigkeit der Literatur. Er erzählt von der Theaterarbeit in der DDR und der Schwierigkeit, die eigenen Stücke aufgeführt zu sehen – »Wenn wir nur etwas Geduld und Seelenstärke aufbringen, so können wir zu meinem 25., 50. etc. Todestag Inszenierungen der Stücke erleben« –, setzt sich mit Jakob Michael Reinhold Lenz, mit Anna Seghers, Thomas Mann und Walter Benjamin auseinander und gibt Aufschluß über eigene Werke wie die Novelle .Der fremde Freund/Drachenblutoder das StückCromwell Diesem engagierten Plädoyer für eine kritische Kunst liegt die Einsicht zugrunde, daß Kultur der öffentlichkeit bedarf – und zwar ohne Restriktionen irgendeiner Art.
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Suhrkamp Ein Pfund Orangen A1011262983
Suhrkamp Ein Pfund Orangen A1011262983
Diese »echt Ingolstädter Originalnovellen«, die 1929 unter dem Titel Ein Pfund Orangen und neun andere Geschichten erschienen, sind Marieluise Fleißers erste Buchpublikation. Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht hatten die damals 26jährige Autorin zur Veröffentlichung ermutigt. In der Presse wurde das Buch von so gegensätzlichen Kritikern wie Alfred Kerr und Herbert Jhering einhellig gerühmt, und Walter Benjamin urteilte weitblickend: »Diese Frau bereichert unsere Literatur um das seltene Schauspiel ganz unverbohrten provizialen Stolzes. Sie hat einfach die Überzeugung, daß man in der Provinz Erfahrungen macht, die es mit dem großen Leben der Metropolen aufnehmen können, ja sie hält diese Erfahrungen für wichtig genug, um ihre Person und ihre Autorschaft daran zu bilden… Der aufsässige Dialekt, der die Heimatkunst von innen heraus sprengt, ist nur die eine Seite des sprachlichen Könnens, das in diesen Novellen steckt. Es gibt da nämlich noch eine Verstiegenheit: … die namenlose Verwirrung nämlich, mit der das volkstümliche Versprechen sich auf den Weg macht, die Stufen der sozialen Redeleiter hinaufzuklimmen, das ›feine; gehobene‹ Deutsch der herrschenden Klasse zu sprechen. Diese Verwirrung, diese hochstaplerische Schlichtheit ist hier ein Kunstmittel ersten Ranges geworden.«
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Suhrkamp Gesammelte Werke in vier Bänden A1000396146
Suhrkamp Gesammelte Werke in vier Bänden A1000396146
Die im dritten Band gesammelten Erzählungen der Marieluise Fleißer aus den Jahren 1923 bis 1972 sind das Pendant zu ihren Dramen. Es sind kurze intensive Studien über das schwierige Glück und die Nötigungen des Lebens. Als 1929 die erste Sammlung erschien, schrieb Walter Benjamin: »Diese Frau bereichert unsere Literatur um das seltene Schauspiel ganz unverbohrten provinzialen Stolzes. Sie hat einfach die Überzeugung, daß man in der Provinz Erfahrungen macht, die es mit dem großen Leben der Metropolen aufnehmen können, ja sie hält diese Erfahrungen für wichtig genug, um ihre Person und ihre Autorschaft an ihnen zu bilden … Der aufsässige Dialekt, der die Heimatkunst von innen heraus sprengt, ist nur die eine Seite des sprachlichen Könnens, das in diesen Novellen steckt. Es gibt da nämlich noch eine Verstiegenheit: die namenlose Verwirrung nämlich, mit der das volkstümliche Sprechen sich auf den Weg macht, die Stufen der sozialen Redeleiter hinanzuklimmen, das ›feine‹; ›gehobene‹ Deutsch der herrschenden Klassen zu sprechen. Diese Verwirrung, diese hochstaplerische Schlichtheit ist hier ein Kunstmittel ersten Ranges geworden.«
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Suhrkamp Ausnahmezustand
Suhrkamp Ausnahmezustand
Nach "Homo sacer" und "Was von Auschwitz bleibt" - Teil 1 und Teil 3 von Giorgio Agambens vieldiskutiertem Homo-sacer-Projekt - folgt nun mit Ausnahmezustand der in sich geschlossene erste Band des zweiten Teiles. Der Ausnahmezustand, d. h. jene Suspendierung des Rechtssystems, die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird vor unseren Augen zu einem gängigen Muster staatlicher Praxis, das in steigendem Maße die Politik bestimmt. Agambens neuestes Buch ist der erste Versuch einer bündigen Geschichte und zugleich Fundamentalanalyse des Ausnahmezustandes: Wo liegen seine historischen Wurzeln, und welche Rolle spielt er - in seiner Entwicklung von Hitler bis Guantanamo - in der Gegenwart? Wo der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an das Phänomen des Ausnahmezustands - zu nennen sind in erster Linie Walter Benjamin, Carl Schmitt und Jacques Derrida - vermißt Agamben das von den meisten Theoretikern gemiedene Niemandsland zwischen Politik und Recht, zwischen der Rechtsordnung und dem Leben und wirft ein neues Licht auf jene verborgene Beziehung, die das Recht an die Gewalt bindet.
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Suhrkamp Öffentlich arbeiten A1000565812
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»Schreiben, um zu beschreiben, beschreiben, um weiterarbeiten zu können, um hoffen zu können. Auch um auf Änderungen, Veränderungen hoffen zu können.« Christoph Hein, eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur, gibt mit den hier versammelten Essais und Gesprächen aus den Jahren 1978 bis 1986 Einblick in seine Arbeit. Er stellt die Frage nach dem Stellenwert der Kunst in einem geteilten Deutschland, nach Macht und Machtlosigkeit der Literatur. Er erzählt von der Theaterarbeit in der DDR und der Schwierigkeit, die eigenen Stücke aufgeführt zu sehen – »Wenn wir nur etwas Geduld und Seelenstärke aufbringen, so können wir zu meinem 25., 50. etc. Todestag Inszenierungen der Stücke erleben« –, setzt sich mit Jakob Michael Reinhold Lenz, mit Anna Seghers, Thomas Mann und Walter Benjamin auseinander und gibt Aufschluß über eigene Werke wie die Novelle .Der fremde Freund/Drachenblutoder das StückCromwell Diesem engagierten Plädoyer für eine kritische Kunst liegt die Einsicht zugrunde, daß Kultur der öffentlichkeit bedarf – und zwar ohne Restriktionen irgendeiner Art.
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Frölich und Kaufmann Edvard Munch. Der Schrei. Das Motiv in Kunst und Popkultur. 1641174
Frölich und Kaufmann Edvard Munch. Der Schrei. Das Motiv in Kunst und Popkultur. 1641174
Längst hat das berühmte Gemäde »Der Schrei« die Popkultur erobert. Künstler wie Andy Warhol, Francis Bacon oder Louise Bourgeois haben als sich als erste mit dem Thema in ihren Arbeiten auseinandergesetzt, bevor das Motiv in die populäre Kultur aufging. Es diente als Illustration für (politische) Botschaften auf Plakaten und erreichte wenig später die Ära des Comic und des Kommerzes. Das Buch beleuchtet dieses Phänomen von Grund auf: Die Genese des Ursprungsgemäldes durch Edvard Munch selbst, seine »Variationen« im Kunstkontext, und schließlich die zahllosen »Mutationen«, die das Werk über Schlips, T-Shirt und Kaffeetasse bis in die Welt der Memes und Emojis trieben. Der Papierwechsel teilt diese drei Kapitel auch optisch-haptisch. Dieses Buch zeigt den umfassenden Einfluss von Edvard Munchs »Der Schrei« auf Kunst, Populärkultur, Bilder und Objekte und ist eine frische, fundierte und auch amüsante Lektüre zum klassischen Thema »Das Kunstwerk im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit« (Walter Benjamin, Suhrkamp, 1980). Edvard Munch (1863-1944) war einer der bedeutendsten Künstler der Moderne. Seine intensive Auseinandersetzung mit Malerei, Grafik, Zeichnung, Skulptur, Foto und Film hat ihm eine einzigartige Stellung in der norwegischen und internationalen Kunstgeschichte eingebracht.
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Suhrkamp Gesammelte Werke in vier Bänden A1000396146
Suhrkamp Gesammelte Werke in vier Bänden A1000396146
Die im dritten Band gesammelten Erzählungen der Marieluise Fleißer aus den Jahren 1923 bis 1972 sind das Pendant zu ihren Dramen. Es sind kurze intensive Studien über das schwierige Glück und die Nötigungen des Lebens. Als 1929 die erste Sammlung erschien, schrieb Walter Benjamin: »Diese Frau bereichert unsere Literatur um das seltene Schauspiel ganz unverbohrten provinzialen Stolzes. Sie hat einfach die Überzeugung, daß man in der Provinz Erfahrungen macht, die es mit dem großen Leben der Metropolen aufnehmen können, ja sie hält diese Erfahrungen für wichtig genug, um ihre Person und ihre Autorschaft an ihnen zu bilden … Der aufsässige Dialekt, der die Heimatkunst von innen heraus sprengt, ist nur die eine Seite des sprachlichen Könnens, das in diesen Novellen steckt. Es gibt da nämlich noch eine Verstiegenheit: die namenlose Verwirrung nämlich, mit der das volkstümliche Sprechen sich auf den Weg macht, die Stufen der sozialen Redeleiter hinanzuklimmen, das ›feine‹; ›gehobene‹ Deutsch der herrschenden Klassen zu sprechen. Diese Verwirrung, diese hochstaplerische Schlichtheit ist hier ein Kunstmittel ersten Ranges geworden.«
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Suhrkamp Ein Pfund Orangen A1011262983
Suhrkamp Ein Pfund Orangen A1011262983
Diese »echt Ingolstädter Originalnovellen«, die 1929 unter dem Titel Ein Pfund Orangen und neun andere Geschichten erschienen, sind Marieluise Fleißers erste Buchpublikation. Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht hatten die damals 26jährige Autorin zur Veröffentlichung ermutigt. In der Presse wurde das Buch von so gegensätzlichen Kritikern wie Alfred Kerr und Herbert Jhering einhellig gerühmt, und Walter Benjamin urteilte weitblickend: »Diese Frau bereichert unsere Literatur um das seltene Schauspiel ganz unverbohrten provizialen Stolzes. Sie hat einfach die Überzeugung, daß man in der Provinz Erfahrungen macht, die es mit dem großen Leben der Metropolen aufnehmen können, ja sie hält diese Erfahrungen für wichtig genug, um ihre Person und ihre Autorschaft daran zu bilden… Der aufsässige Dialekt, der die Heimatkunst von innen heraus sprengt, ist nur die eine Seite des sprachlichen Könnens, das in diesen Novellen steckt. Es gibt da nämlich noch eine Verstiegenheit: … die namenlose Verwirrung nämlich, mit der das volkstümliche Versprechen sich auf den Weg macht, die Stufen der sozialen Redeleiter hinaufzuklimmen, das ›feine; gehobene‹ Deutsch der herrschenden Klasse zu sprechen. Diese Verwirrung, diese hochstaplerische Schlichtheit ist hier ein Kunstmittel ersten Ranges geworden.«
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Suhrkamp Aufenthalte und Passagen
Suhrkamp Aufenthalte und Passagen
Walter Benjamin führte ein rastloses Leben, teilweise aus Neigung, teilweise erzwungen durch die Wirtschaftskrisen der zwanziger und dreißiger Jahre und nicht zuletzt durch das Naziregime. Dieses Buch informiert zum ersten Mal umfassend und zuverlässig über die vielen Lebensstationen Benjamins und dokumentiert, mit etwa 140 Fotos, die zahlreichen Hotels und Wohnungen, die in Benjamins Leben eine wichtige Rolle spielten, darunter auch die bisher unbekannten Adressen in Muri, Braunfels und Seeshaupt. Die Chronik verfolgt Walter Benjamins Leben von Tag zu Tag und zeichnet auf, an welchen Texten er jeweils arbeitete. Zudem werden die wichtigsten Werke, von den frühesten Schriften bis zum Passagen-Werk , chronologisch und systematisch dargestellt. Aus dem Zusammenspiel einer Werkbeschreibung, die Benjamins Schriften in ihrer Entwicklung und ihrem Zusammenhang verständlich macht, und den Bildern, die Benjamin vor Augen hatte, als er seine Texte schrieb, ergibt sich ein genaues und atmosphärisch dichtes Bild von Benjamins Leben.
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Suhrkamp Aufenthalte und Passagen A1000390151
Suhrkamp Aufenthalte und Passagen A1000390151
Walter Benjamin führte ein rastloses Leben, teilweise aus Neigung, teilweise erzwungen durch die Wirtschaftskrisen der zwanziger und dreißiger Jahre und nicht zuletzt durch das Naziregime. Dieses Buch informiert zum ersten Mal umfassend und zuverlässig über die vielen Lebensstationen Benjamins und dokumentiert, mit etwa 140 Fotos, die zahlreichen Hotels und Wohnungen, die in Benjamins Leben eine wichtige Rolle spielten, darunter auch die bisher unbekannten Adressen in Muri, Braunfels und Seeshaupt. Die Chronik verfolgt Walter Benjamins Leben von Tag zu Tag und zeichnet auf, an welchen Texten er jeweils arbeitete. Zudem werden die wichtigsten Werke, von den frühesten Schriften bis zum Passagen-Werk , chronologisch und systematisch dargestellt. Aus dem Zusammenspiel einer Werkbeschreibung, die Benjamins Schriften in ihrer Entwicklung und ihrem Zusammenhang verständlich macht, und den Bildern, die Benjamin vor Augen hatte, als er seine Texte schrieb, ergibt sich ein genaues und atmosphärisch dichtes Bild von Benjamins Leben.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000425313
Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000425313
Walter Benjamins Einfluss auf Philosophie und Soziologie, aber auch auf die Medien- und Kulturwissenschaft ist kaum zu überschätzen. Doch erst ab 1955 wurden Werk und Gestalt Benjamins für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich. Die Auswahl der Schriften , die damals Theodor W. und Gretel Adorno zusammen mit Friedrich Podszus im Suhrkamp Verlag herausgaben, ermöglichte erstmals eine Rezeption einiger seiner Haupttexte. Die umfangreiche Ausgabe der Gesammelten Schriften , die seit Beginn der 1970er Jahre erschienen ist, legte dann Benjamins Gesamtwerk mit der damals erreichbaren Vollständigkeit vor.
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Suhrkamp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
Suhrkamp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
In seinem wohl berühmtesten Aufsatz beschreibt Walter Benjamin die geschichtlichen, sozialen und ästhetischen Prozesse, die mit der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks zusammenhängen. »Man kann, was hier ausfällt, im Begriff der Aura zusammenfassen und sagen: was im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks verkümmert, das ist seine Aura. Der Vorgang ist symptomatisch; seine Bedeutung weist über den Bereich der Kunst hinaus.«
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Suhrkamp Briefe A1000406100
Suhrkamp Briefe A1000406100
Wir sind in groben Zügen über die Stationen von Walter Benjamins Leben und etwas genauer über die Stationen seines Denkens und dessen Eigenart unterrichtet, aber es fehlt bis auf den heutigen Tag eine Biographie dieses Mannes, der das moderne, kritische, soziologische und philosophische Denken beeinflußt und geprägt hat wie kaum ein zweiter aus seiner Generation. Die Herausgabe seiner Briefe schafft zum ersten Mal die Möglichkeit, genauen Einblick in zahllose Details zu nehmen und den Gang von Benjamins Leben und Denken in seinen Einzelheiten von Benjamin selbst geschildert und erläutert zu sehen. Es fällt dabei vor allem neues und vielfältiges Licht auf Benjamins Jugend, auf die Jahre vor dem ersten Weltkrieg, in denen er den Gedanken und der Person Gustay Wynekens nahestand. Nur schwer hat er sich aus diesem Kreise und seiner Ideologie lösen können. In Hunderten von Briefen aus den Jahren 1910 bis 1940 schildert sich Benjamin so selbst. Bald schon, 1915, beginnt die lebenswierige Korrespondenz mit Gerhard Scholem, dann die mit Ernst Schoen. Ihnen gesellen sich 1922 Florens Christian Rang und 1924 Hugo von Hofmannsthal, später vor allem Werner Kraft, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Keiner der Gegenstände, die Walter Benjamin beschäftigt haben, ist ausgespart, die Literatur so wenig wie die Bildende Kunst; Philosophie und Religionswissenschaft, Soziologie, Geschichte, Glaube, Sexualpsychologie, alles hat seinen Platz. Wir sehen, wie sich Benjamin von den Göttern seiner Jugend trennt, allmählich in den Bannkreis des Marxismus gerät und sich schließlich immer enger seinen Freunden aus dem Institut für Sozialforschung anschließt. Der ganze, erstaunliche Umfang seiner Lektüre wird uns deutlich; immer wieder weiten sich Briefe zu Abhandlungen aus; wir können das Entstehen seiner Aufsätze und Übersetzungen fast Schritt für Schritt verfolgen. Die Briefe sind von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem mit knappen, aber minutiösen Anmerkungen versehen, die eine Fülle von sachlichen Anspielungen ebenso wie die große Zahl seiner persönlichen Bekannten aufschlüsseln.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000425313
Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000425313
Walter Benjamins Einfluss auf Philosophie und Soziologie, aber auch auf die Medien- und Kulturwissenschaft ist kaum zu überschätzen. Doch erst ab 1955 wurden Werk und Gestalt Benjamins für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich. Die Auswahl der Schriften , die damals Theodor W. und Gretel Adorno zusammen mit Friedrich Podszus im Suhrkamp Verlag herausgaben, ermöglichte erstmals eine Rezeption einiger seiner Haupttexte. Die umfangreiche Ausgabe der Gesammelten Schriften , die seit Beginn der 1970er Jahre erschienen ist, legte dann Benjamins Gesamtwerk mit der damals erreichbaren Vollständigkeit vor.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Spätestens seit den siebziger Jahren gilt Walter Benjamin als Klassiker der Literaturkritik, dessen zahlreiche Rezensionen kanonisch geworden sind. In jüngster Zeit wurden jedoch mehr als 200 Druckseiten umfassende handschriftliche Notizen und Aufzeichnungen entdeckt, darunter Entwürfe der Besprechungen von Bertolt Brecht, Anna Seghers, Max Kommerell, Alfred Polgar und Dolf Sternberger. Sie werden im Rahmen der "Kritischen Gesamtausgabe" nun zum ersten Mal publiziert und ergänzen die bekannten Arbeiten, die ebenfalls erstmals ohne normalisierende Eingriffe und unter Berücksichtigung sämtlicher Textzeugen und Varianten geboten werden. Zusammen mit den im Kommentar erschlossenen Fakten zu Benjamins Arbeitsumfeld, seinen Kontakten und Quellen ermöglicht die Edition einen völlig neuen Blick in die Werkstatt des Kritikers sowie eine minutiöse Rekonstruktion seines Arbeitsprozesses. Sie wird so zu einem Kompendium ersten Ranges für jeden, der sich für europäische Literaturgeschichte, Literaturtheorie oder die Theorie und Praxis der Literaturkritik interessiert. Die Rezensionen, so zeigt die Ausgabe, waren lebenslanges Kraftzentrum von Benjamins Denken, der auch als Literaturkritiker seinen genuinen theoretischen Interessen treu blieb. Sie zeigt aber auch, daß das Stereotyp vom ohnmächtigen Melancholiker partiell revidiert werden muß, denn Walter Benjamin war auch dies: ein durchaus zielgerichteter und ebenso streitbarer wie medienerfahrener Publizist.
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Suhrkamp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit A1011623539
Suhrkamp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit A1011623539
In seinem wohl berühmtesten Aufsatz beschreibt Walter Benjamin die geschichtlichen, sozialen und ästhetischen Prozesse, die mit der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks zusammenhängen. »Man kann, was hier ausfällt, im Begriff der Aura zusammenfassen und sagen: was im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks verkümmert, das ist seine Aura. Der Vorgang ist symptomatisch; seine Bedeutung weist über den Bereich der Kunst hinaus.«
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Die Gedichte und Erzählungen Walter Benjamins standen bisher im Schatten seiner theoretischen Schriften. Dabei zeigt Benjamin in seiner dichterischen Arbeit ein bemerkenswertes literarisches Vermögen und eine große poetische Bandbreite. In den Gedichten findet man die Orientierung am hohen Ton Friedrich Hölderlins ebenso wie an der übermütigen Nonsense-Lyrik Christian Morgensterns. Die Erzählungen glänzen mit überraschenden Wendungen und dichten Sprachbildern. Die Edition versammelt sämtliche überlieferten poetischen Texte und Entwürfe Benjamins, darunter bislang unveröffentlichte Erzählvorhaben. Kommentar und Dokumente erschließen stoffliche Vorbilder und biographische Kontexte. Besonders die bedeutenden »Sonette auf Fritz Heinle«, Benjamins Dichter-Freund, der sich 1914 das Leben nahm, erscheinen nun in einem anderen Licht: nicht nur als ein Echo auf die Dichtung Stefan Georges, sondern auch auf diverse im Umfeld des »Neuen Clubs« entstandene Lyrikformen, und vor allem: als kontinuierliche poetische Erinnerungsarbeit.
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Suhrkamp Briefe A1000406100
Suhrkamp Briefe A1000406100
Wir sind in groben Zügen über die Stationen von Walter Benjamins Leben und etwas genauer über die Stationen seines Denkens und dessen Eigenart unterrichtet, aber es fehlt bis auf den heutigen Tag eine Biographie dieses Mannes, der das moderne, kritische, soziologische und philosophische Denken beeinflußt und geprägt hat wie kaum ein zweiter aus seiner Generation. Die Herausgabe seiner Briefe schafft zum ersten Mal die Möglichkeit, genauen Einblick in zahllose Details zu nehmen und den Gang von Benjamins Leben und Denken in seinen Einzelheiten von Benjamin selbst geschildert und erläutert zu sehen. Es fällt dabei vor allem neues und vielfältiges Licht auf Benjamins Jugend, auf die Jahre vor dem ersten Weltkrieg, in denen er den Gedanken und der Person Gustay Wynekens nahestand. Nur schwer hat er sich aus diesem Kreise und seiner Ideologie lösen können. In Hunderten von Briefen aus den Jahren 1910 bis 1940 schildert sich Benjamin so selbst. Bald schon, 1915, beginnt die lebenswierige Korrespondenz mit Gerhard Scholem, dann die mit Ernst Schoen. Ihnen gesellen sich 1922 Florens Christian Rang und 1924 Hugo von Hofmannsthal, später vor allem Werner Kraft, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Keiner der Gegenstände, die Walter Benjamin beschäftigt haben, ist ausgespart, die Literatur so wenig wie die Bildende Kunst; Philosophie und Religionswissenschaft, Soziologie, Geschichte, Glaube, Sexualpsychologie, alles hat seinen Platz. Wir sehen, wie sich Benjamin von den Göttern seiner Jugend trennt, allmählich in den Bannkreis des Marxismus gerät und sich schließlich immer enger seinen Freunden aus dem Institut für Sozialforschung anschließt. Der ganze, erstaunliche Umfang seiner Lektüre wird uns deutlich; immer wieder weiten sich Briefe zu Abhandlungen aus; wir können das Entstehen seiner Aufsätze und Übersetzungen fast Schritt für Schritt verfolgen. Die Briefe sind von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem mit knappen, aber minutiösen Anmerkungen versehen, die eine Fülle von sachlichen Anspielungen ebenso wie die große Zahl seiner persönlichen Bekannten aufschlüsseln.
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Suhrkamp Das Leben nehmen, Fachbücher von Thomas Macho
Suhrkamp Das Leben nehmen, Fachbücher von Thomas Macho
Der Selbstmord, schrieb Walter Benjamin in seinem Passagen-Werk, erscheint als die Quintessenz der Moderne. Und in der Tat: Nachdem der Versuch, sich das Leben zu nehmen, über Jahrhunderte als Sünde oder Ausdruck einer psychischen Krankheit betrachtet und in einigen Ländern sogar strafrechtlich sanktioniert wurde, vollzieht sich seit dem 20. Jahrhundert ein tiefgreifender Wandel, der zur Entstehung einer neuen Sterbekultur beigetragen hat. Der eigene Tod gilt immer häufiger als Projekt, das vom Individuum selbst zu gestalten und zu verantworten ist. Wer sich das Leben nimmt, will es nicht mehr nur auslöschen, sondern auch ergreifen und ihm neue Bedeutung geben. Thomas Macho erzählt die facettenreiche Geschichte des Suizids in der Moderne und zeichnet dessen Umwertung in den verschiedensten kulturellen Feldern nach: in der Politik (Suizid als Protest und Attentat), im Recht.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Die Physiognomie von Städten, das Sammeln von Büchern und die Didaktik von Ausstellungen, der französische Faschismus und die Gaskriegsgefahr, Neuigkeiten aus dem kulturellen Leben, Evolutionstheorien und die eigenen Träume: Walter Benjamins seit 1925 für Zeitungen und Zeitschriften verfasste Texte, geschrieben in Paris, Moskau und Berlin, sind weit mehr als journalistische Brotarbeiten. Sie schlagen theoretische und sprachliche Funken aus einer Vielzahl von Themen, zeigen Benjamin als Meister der kleinen Form und als herausragenden Beobachter seiner Zeit. Der Band versammelt Essays und essayistische Miniaturen, kritische Berichte, illustrierte Artikel, Interviews, Repliken, Würdigungen, Glossen und Satiren sowie Beiträge für Anthologien. Durch die Präsentation aller überlieferten Entwürfe und Fassungen ermöglicht die Edition erstmals den genauen Nachvollzug von Benjamins Schreibarbeit, etwa an dem großen Moskau-Essay, dessen besonders dicht dokumentierte Textgenese fasziniert. Der Kommentarband liefert die nötigen Kontextualisierungen und bietet eine Fülle neuer Quellen. Dokumentiert werden zeitgenössische Übersetzungen von Texten Benjamins ebenso wie bislang unbekannte Reaktionen auf seine Arbeiten – darunter ein Plagiat von überraschender Seite.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins Rundfunkarbeiten haben bislang erstaunlich wenig Aufmerksamkeit seitens der Forschung erhalten. Dabei machen die bisher nur verstreut edierten Texte einen beachtlichen Teil seines Gesamtwerks aus: Über 80 Sendungen gestaltet Benjamin zwischen 1927 und 1933 – als Hörspielautor, als Verfasser des neuen Formats »Hörmodell«, als Vortragender in der »Jugendstunde« sowie im literarischen Programm für Erwachsene und nicht zuletzt als Moderator von »Funkspielen« am Abend. Im Zusammenhang dieser Arbeiten reflektiert er über das neue Medium sowie über die mit diesem einhergehende Popularisierung und setzt eigene, innovative Konzepte um. Der Band führt erstmals die genuin für und über den Rundfunk verfassten Texte zusammen und gibt einen einzigartigen Einblick in Benjamins Arbeitsweise in diesem besonderen Medienkontext. Die gründliche Aufarbeitung des Textbestandes sowie der Abdruck aller erhaltenen Vorarbeiten machen die Textgenese in bisher ungekannter Weise sichtbar. Erst in der Bündelung der Texte wird zudem die Verschränkung von Benjamins Rundfunkpraxis und seinen theoretischen Reflexionen erkennbar. Der Band bietet damit eine neue Grundlage für die überfällige intensive Auseinandersetzung mit diesen vielschichtigen Texten.
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Suhrkamp »Hellseher im Kleinen« A1069998335
Suhrkamp »Hellseher im Kleinen« A1069998335
Er lebte und schrieb am Rande der Gesellschaft, schockierte seine Boheme-Freunde in Berlin mit dem Besuch einer Dienerschule und entwickelte später in Bern einen urban-nomadischen Lebensstil, bevor er den Rest seines Lebens in einer Heil- und Pflegeanstalt verbrachte. Ob als Antiheld und romantischer Einzelgänger, als »Verlocker zur Freiheit« (Morgenstern) oder als »Hellseher im Kleinen« (Sebald) – Robert Walser wurde glühend verehrt und hat viele maßgeblich beeinflusst: Franz Kafka, Walter Benjamin und Robert Musil ebenso wie Thomas Bernhard, Paul Nizon, Sibylle Lewitscharoff und Elfriede Jelinek. In ihrer sorgfältig recherchierten und reich bebilderten Biografie wirft Susan Bernofsky einen nuancierten Blick auf Walsers faszinierendes Leben und Werk. Gestützt auf neue Quellen, unbekannte Texte, Briefe und weitere biografische Dokumente lotet sie seinen Rang im literarischen Diskurs seiner Zeit aus wie auch die unbestrittene Relevanz seines Werks für die heutige. Vor allem aber gelingt ihr ein mitreißend erzähltes Buch, das auch diejenigen für Walser begeistert, für die er noch nicht Kultstatus hat.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins Dissertation – 1918/1919 in Bern entstanden und 1920 in einem Berner Verlag gedruckt – ist seine erste Buchveröffentlichung, in der bereits viele Motive seines späteren Denkens angelegt sind. Benjamin selbst schrieb über seine Arbeit: "Was sie sein sollte, ist sie geworden: ein Hinweis auf die durchaus in der Literatur unbekannte wahre Natur der Romantik." Der Band bringt den Text des Erstdrucks, gefolgt von den Ergänzungen, die der Autor in sein Handexemplar eintrug, und der Druckfehlerliste. Des weiteren sind die Notizen zur Romantik enthalten, die zusammen mit der bisher unveröffentlichten Liste der "Originalschriften" der Romantik und der "Schriften über Romantik" Benjamins intensive Beschäftigung mit dieser Epoche in umfassender Weise beleuchten. Uwe Steiner dokumentiert darüber hinaus ausführlich den Verlauf der Doktorprüfung und der Drucklegung sowie Florens Christian Rangs Auseinandersetzung mit dieser Arbeit, indem er dessen Randnotizen und einen Brief an Benjamin vom 10. Oktober 1920 wiedergibt. Die neu aufgefundenen Briefe Benjamins an den Berner Philosophen Paul Häberlin beschließen den Band.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000423601
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Durch die vorliegenden Supplementbände II und III wird erfüllt, was zum Zeitpunkt des Erscheinens der ersten Bände von Walter Benjamins Gesammelten Schriften nur eine Hoffnung war: daß es möglich sein werden, dieser Ausgabe auch die Übersetzungen anzugliedern. Benjamins Übersetzungsarbeit insgesamt bildet einen wesentlichen Bestandteil seiner literarischen Produktion. Im Zentrum des Benjaminschen Übersetzens stand, neben Baudelaire, fraglos Marcel Proust, der große Wahlverwandte, dem Benjamin einen seiner inspiriertesten Essays widmete. Sein Verhältnis zu Proust war jedoch zunächst und vor allem das des Dolmetschers. Bereits im Sommer 1925 hatte Benjamin einen Übersetzervertrag für Sodome et Gomorrhe abgeschlossen, der 1926 – nachdem die Veröffentlichung der deutschen, von Rudolf Schottlaender stammenden Übersetzung des ersten Bandes der Recherche du tempus perdu »ein großes publizistisch-kritisches Fiasko« (Benjamin) gegeben hatte – dahin erweitert wurde, daß das gesamte Werk von Benjamin und seinem Freund Franz Hessel übersetzt werden sollte. Schon im September 1926 berichtete Benjamin, die Übersetzung von Im Schatten der jungen Mädchen sei vor einem Monat abgeschlossen worden, und diejenige der Guermantes war Anfang 1929, nach Benjamins Worten »schon seit Jahren fertig«. Es waltete indessen ein Unstern über diesem ersten Versuch, Prousts Romanwerk für die literarische Öffentlichkeit Deutschlands zu gewinnen. Benjamins Übersetzung Sodome et Gomorrhe ist niemals gedruckt worden, das Manuskript verlorengegangen; Im Schatten der jungen Mädchen erschien 1927; Guermantes – unter dem vom Verlag entstellten Titel »Die Herzogin von Guermantes« - 1930; danach war Proust in Deutschland länger als 20 Jahre nicht mehr vorhanden. Die erhaltenen Proust-Übersetzungen von Benjamin und Hessel, die durch die vorliegenden Supplemente zu Benjamins Gesammelten Schriften wieder zugänglich gemacht werden, stellen nach dem Urteil Theodor W. Adorno »zwei der vollkommensten Übersetzungen der deutschen Sprache« dar.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000423601
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Durch die vorliegenden Supplementbände II und III wird erfüllt, was zum Zeitpunkt des Erscheinens der ersten Bände von Walter Benjamins Gesammelten Schriften nur eine Hoffnung war: daß es möglich sein werden, dieser Ausgabe auch die Übersetzungen anzugliedern. Benjamins Übersetzungsarbeit insgesamt bildet einen wesentlichen Bestandteil seiner literarischen Produktion. Im Zentrum des Benjaminschen Übersetzens stand, neben Baudelaire, fraglos Marcel Proust, der große Wahlverwandte, dem Benjamin einen seiner inspiriertesten Essays widmete. Sein Verhältnis zu Proust war jedoch zunächst und vor allem das des Dolmetschers. Bereits im Sommer 1925 hatte Benjamin einen Übersetzervertrag für Sodome et Gomorrhe abgeschlossen, der 1926 – nachdem die Veröffentlichung der deutschen, von Rudolf Schottlaender stammenden Übersetzung des ersten Bandes der Recherche du tempus perdu »ein großes publizistisch-kritisches Fiasko« (Benjamin) gegeben hatte – dahin erweitert wurde, daß das gesamte Werk von Benjamin und seinem Freund Franz Hessel übersetzt werden sollte. Schon im September 1926 berichtete Benjamin, die Übersetzung von Im Schatten der jungen Mädchen sei vor einem Monat abgeschlossen worden, und diejenige der Guermantes war Anfang 1929, nach Benjamins Worten »schon seit Jahren fertig«. Es waltete indessen ein Unstern über diesem ersten Versuch, Prousts Romanwerk für die literarische Öffentlichkeit Deutschlands zu gewinnen. Benjamins Übersetzung Sodome et Gomorrhe ist niemals gedruckt worden, das Manuskript verlorengegangen; Im Schatten der jungen Mädchen erschien 1927; Guermantes – unter dem vom Verlag entstellten Titel »Die Herzogin von Guermantes« - 1930; danach war Proust in Deutschland länger als 20 Jahre nicht mehr vorhanden. Die erhaltenen Proust-Übersetzungen von Benjamin und Hessel, die durch die vorliegenden Supplemente zu Benjamins Gesammelten Schriften wieder zugänglich gemacht werden, stellen nach dem Urteil Theodor W. Adorno »zwei der vollkommensten Übersetzungen der deutschen Sprache« dar.
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Suhrkamp Gesammelte Briefe. A1000422389
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Als Walter Benjamin im Juli 1932 - nach seinem 40. Geburtstag - in Nizza seinem Leben ein Ende setzen wollte, stand ihm nicht nur das Scheitern seiner Versuche, eine Gelehrtenexistenz zu führen, vor Augen, sondern auch die zunehmende Gefährdung der Verwertung seiner Lohnschreiberei für Rundfunk und Presse. Der »tiefen Müdigkeit«, von der er schreibt und der er sich noch einmal entwinden konnte, folgte die Arbeit an der »Berliner Kindheit um neunzehnhundert« in der durch eine Zusammenarbeit mit Wilhelm Speyer finanziell unterstützten Abgeschiedenheit von Poveromo. Im Spätherbst des Jahres nach Berlin zurückgekehrt. Mitte März verließ Benjamin Deutschland für immer und fuhr nach Paris, von wo aus er Anfang April für fünf Monate nach Ibiza ging. - Noch von der Baleareninsel aus unternahm Benjamin alle denkbaren Schritte, um seiner zukünftigen Existenz in Paris ein Minimum an Kontinuität zu geben. In Paris traf Benjamin mit Brecht und Grete Steffin zusammen, konnte Elisabeth Hauptmann begrüßen. Alfred Kurella stellte Beziehungen zur Zeitung »Monde« her, wo Benjamin einen Aufsatz über den »Seine-präfekten Haussmann« publizieren zu können hoffte. Dieses Projekt zerschlug sich ebenso wie andere, die Benjamin hartnäckig verfolgte. Seine Zuflucht innerhalb der Stadt Paris fand Benjamin in der Bibliotheque Nationale, wo er die Materialsammlung zum Passagen-Werk trotz aller Widrigkeiten fortsetzte und sogar im Frühjahr 1934 ein Schema des Buches mit dem Titel »Paris, Capitale du XIXéme siècle« fixierte. - Die Arbeit an seinem Kafka-Essay, der im Juni fertig war, aber erst im Dezember teilweise erschien und den Benjamin zeitweise als den Abschluß seiner essayistischen Produktion ansah, verzögerte seine Abreise nach Svendborg zu Brecht. Benjamin, der den Begriff der »Haltung« liebte, hat die seine unter Um- und Widerständen, die andere zu heroischer Stilisierung verführt hätten, sich erhalten. Mit dem Bürger des 19. Jahrhunderts, der mit Kursschwankungen weitab liegender Minen und Gesellschaften jonglierte wie mit den Tischkarten eines häuslichen Soupers, teilte Benjamin die Kunst der Improvisation und die bedachtsame Virtuosität, mit der er in seiner Korrespondenz auf das Ziel hinwirkte, die materiellen Bedingungen seiner geistigen Arbeit zu sichern.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1015087153
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Spätestens seit den siebziger Jahren gilt Walter Benjamin als Klassiker der Literaturkritik, dessen zahlreiche Rezensionen kanonisch geworden sind. In jüngster Zeit wurden jedoch mehr als 200 Druckseiten umfassende handschriftliche Notizen und Aufzeichnungen entdeckt, darunter Entwürfe der Besprechungen von Bertolt Brecht, Anna Seghers, Max Kommerell, Alfred Polgar und Dolf Sternberger. Sie werden im Rahmen der "Kritischen Gesamtausgabe" nun zum ersten Mal publiziert und ergänzen die bekannten Arbeiten, die ebenfalls erstmals ohne normalisierende Eingriffe und unter Berücksichtigung sämtlicher Textzeugen und Varianten geboten werden. Zusammen mit den im Kommentar erschlossenen Fakten zu Benjamins Arbeitsumfeld, seinen Kontakten und Quellen ermöglicht die Edition einen völlig neuen Blick in die Werkstatt des Kritikers sowie eine minutiöse Rekonstruktion seines Arbeitsprozesses. Sie wird so zu einem Kompendium ersten Ranges für jeden, der sich für europäische Literaturgeschichte, Literaturtheorie oder die Theorie und Praxis der Literaturkritik interessiert. Die Rezensionen, so zeigt die Ausgabe, waren lebenslanges Kraftzentrum von Benjamins Denken, der auch als Literaturkritiker seinen genuinen theoretischen Interessen treu blieb. Sie zeigt aber auch, daß das Stereotyp vom ohnmächtigen Melancholiker partiell revidiert werden muß, denn Walter Benjamin war auch dies: ein durchaus zielgerichteter und ebenso streitbarer wie medienerfahrener Publizist.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins früheste Arbeiten aus seiner Zeit als Vordenker der radikalen intellektuellen Jugendkulturbewegung stehen bis heute im Schatten seines späteren Werks. Zu Unrecht, wie dieser spektakuläre Band der Kritischen Gesamtausgabe demonstriert. Denn in Benjamins Schriften der Jahre 1909 bis 1921 zeichnen sich erste »theoretische« Entscheidungen ab, die von zentraler Bedeutung für sein weiteres Schaffen sind. Hier hat er die Grundlagen »seiner« Begriffe von Erfahrung und Geschichte gelegt und zum ersten Mal über das Verhältnis von Glauben und Wissen Auskunft gegeben. Die Edition versammelt alle einschlägigen Texte aus dieser Zeit, darunter Unveröffentlichtes wie einen Schulaufsatz oder Notizen zu seinen Farbstudien. Ein ausführlicher Kommentar, eine »Chronik« und eine Dokumentation mit vielen unbekannten Quellen erschließen erstmals die historischen, medialen und theoretischen Kontexte sowie die erstaunlich breite zeitgenössische Rezeption. Auf diese Weise werden neue Einblicke möglich: in Benjamins Biographie, in seine erste Werkphase und – besonders spannend – in die Jugendkulturbewegung, ihre Fraktionen, Konflikte und Debatten, etwa über den Ersten Weltkrieg.
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