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Suhrkamp Gesammelte Schriften in 20 Bänden A1000501502
Suhrkamp Gesammelte Schriften in 20 Bänden A1000501502
ERSTE HÄLFTE I. Theorien und Theoretiker / Neue wertfreie Soziologie / Zur Philosophie Husserls / Husserl and the Problem of Idealism / »Kulturanthropologie« / Wird Spengler recht behalten? / Max Horkheimer (Max Horkheimer / Radiorede über Max Horkheimer / Offener Brief an Max Horkheimer / Gratulor / Eine unterdrückte Vorrede) / Walter Benjamin (Zu Benjamins Gedächtnis / Nachwort zur »Berliner Kindheit um Neunzehnhundert« / Erinnerungen / Vorrede zu Rolf Tiedemanns »Studien zur Philosophie Walter Benjamins« / Interimsbescheid / A l'écart de tous les courants) / Für Ernst Bloch / Nach Kracauers Tod / Oswald Spengler, Der Mensch und die Technik / Alfred Kleinberg, Die europäische Kultur der Neuzeit / Herbert Marcuse, Hegels Ontologie und die Grundlegung einer Theorie der Geschichtlichkeit / Bernhard Groethuysen, Die Entstehung der bürgerlichen Welt- und Lebensanschauung in Frankreich / Hans Driesch, Philosophische Gegenwartsfragen / Theodor Steinbüchel, Das Grundproblem der Hegelschen Philosophie / Nicolai Hartmann, Das Problem des geistigen Seins,u. a. [Sammelbesprechung] / Walter Ehrenstein, Einführung in die Gestaltpsychologie / Philosophy and History. Essays presented to Ernst Cassirer / Roger Caillois, La Manie religieuse / Erich Rothacker, Die Schichten der Persönlichkeit / Jean Wahl, Etudes Kierkegaardiennes, u.a. [Sammelbesprechung] / Wilhelm Grebe, Der tätige Mensch / G. P. Adams, u.a., Knowledge and Society / Maximilian Beck, Psychologie / Richmond Laurin Hawkins, Positivism in the United States 1853-1861 / Heinrich Rickert, Unmittelbarkeit und Sinndeutung / Ad Lukács / Fällige Revision / Zu Ulrich Sonnemanns »Negativer Anthropologie« II. Gesellschaft, Unterricht, Politik Democratic Leadership and Mass Manipulation / Individuum und Staat / Öffentliche Meinung und Meinungsforschung / Zum Problem der Familie / Über Technik und Humanismus / Zum Studium der Philosophie / Aktualität der Erwachsenenbildung / Zur Demokratisierung der deutschen Universit
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000425313
Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000425313
Walter Benjamins Einfluss auf Philosophie und Soziologie, aber auch auf die Medien- und Kulturwissenschaft ist kaum zu überschätzen. Doch erst ab 1955 wurden Werk und Gestalt Benjamins für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich. Die Auswahl der Schriften , die damals Theodor W. und Gretel Adorno zusammen mit Friedrich Podszus im Suhrkamp Verlag herausgaben, ermöglichte erstmals eine Rezeption einiger seiner Haupttexte. Die umfangreiche Ausgabe der Gesammelten Schriften , die seit Beginn der 1970er Jahre erschienen ist, legte dann Benjamins Gesamtwerk mit der damals erreichbaren Vollständigkeit vor.
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Walter Benjamins Einfluss auf Philosophie und Soziologie, aber auch auf die Medien- und Kulturwissenschaft ist kaum zu überschätzen. Doch erst ab 1955 wurden Werk und Gestalt Benjamins für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich. Die Auswahl der Schriften , die damals Theodor W. und Gretel Adorno zusammen mit Friedrich Podszus im Suhrkamp Verlag herausgaben, ermöglichte erstmals eine Rezeption einiger seiner Haupttexte. Die umfangreiche Ausgabe der Gesammelten Schriften , die seit Beginn der 1970er Jahre erschienen ist, legte dann Benjamins Gesamtwerk mit der damals erreichbaren Vollständigkeit vor.
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Suhrkamp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit A1011623539
Suhrkamp Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit A1011623539
In seinem wohl berühmtesten Aufsatz beschreibt Walter Benjamin die geschichtlichen, sozialen und ästhetischen Prozesse, die mit der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks zusammenhängen. »Man kann, was hier ausfällt, im Begriff der Aura zusammenfassen und sagen: was im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerks verkümmert, das ist seine Aura. Der Vorgang ist symptomatisch; seine Bedeutung weist über den Bereich der Kunst hinaus.«
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Suhrkamp Das Leben
Suhrkamp Das Leben
Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an. Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.
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Suhrkamp Briefe A1000406100
Suhrkamp Briefe A1000406100
Wir sind in groben Zügen über die Stationen von Walter Benjamins Leben und etwas genauer über die Stationen seines Denkens und dessen Eigenart unterrichtet, aber es fehlt bis auf den heutigen Tag eine Biographie dieses Mannes, der das moderne, kritische, soziologische und philosophische Denken beeinflußt und geprägt hat wie kaum ein zweiter aus seiner Generation. Die Herausgabe seiner Briefe schafft zum ersten Mal die Möglichkeit, genauen Einblick in zahllose Details zu nehmen und den Gang von Benjamins Leben und Denken in seinen Einzelheiten von Benjamin selbst geschildert und erläutert zu sehen. Es fällt dabei vor allem neues und vielfältiges Licht auf Benjamins Jugend, auf die Jahre vor dem ersten Weltkrieg, in denen er den Gedanken und der Person Gustay Wynekens nahestand. Nur schwer hat er sich aus diesem Kreise und seiner Ideologie lösen können. In Hunderten von Briefen aus den Jahren 1910 bis 1940 schildert sich Benjamin so selbst. Bald schon, 1915, beginnt die lebenswierige Korrespondenz mit Gerhard Scholem, dann die mit Ernst Schoen. Ihnen gesellen sich 1922 Florens Christian Rang und 1924 Hugo von Hofmannsthal, später vor allem Werner Kraft, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Keiner der Gegenstände, die Walter Benjamin beschäftigt haben, ist ausgespart, die Literatur so wenig wie die Bildende Kunst; Philosophie und Religionswissenschaft, Soziologie, Geschichte, Glaube, Sexualpsychologie, alles hat seinen Platz. Wir sehen, wie sich Benjamin von den Göttern seiner Jugend trennt, allmählich in den Bannkreis des Marxismus gerät und sich schließlich immer enger seinen Freunden aus dem Institut für Sozialforschung anschließt. Der ganze, erstaunliche Umfang seiner Lektüre wird uns deutlich; immer wieder weiten sich Briefe zu Abhandlungen aus; wir können das Entstehen seiner Aufsätze und Übersetzungen fast Schritt für Schritt verfolgen. Die Briefe sind von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem mit knappen, aber minutiösen Anmerkungen versehen, die eine Fülle von sachlichen Anspielungen ebenso wie die große Zahl seiner persönlichen Bekannten aufschlüsseln.
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Suhrkamp Briefe A1000406100
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Wir sind in groben Zügen über die Stationen von Walter Benjamins Leben und etwas genauer über die Stationen seines Denkens und dessen Eigenart unterrichtet, aber es fehlt bis auf den heutigen Tag eine Biographie dieses Mannes, der das moderne, kritische, soziologische und philosophische Denken beeinflußt und geprägt hat wie kaum ein zweiter aus seiner Generation. Die Herausgabe seiner Briefe schafft zum ersten Mal die Möglichkeit, genauen Einblick in zahllose Details zu nehmen und den Gang von Benjamins Leben und Denken in seinen Einzelheiten von Benjamin selbst geschildert und erläutert zu sehen. Es fällt dabei vor allem neues und vielfältiges Licht auf Benjamins Jugend, auf die Jahre vor dem ersten Weltkrieg, in denen er den Gedanken und der Person Gustay Wynekens nahestand. Nur schwer hat er sich aus diesem Kreise und seiner Ideologie lösen können. In Hunderten von Briefen aus den Jahren 1910 bis 1940 schildert sich Benjamin so selbst. Bald schon, 1915, beginnt die lebenswierige Korrespondenz mit Gerhard Scholem, dann die mit Ernst Schoen. Ihnen gesellen sich 1922 Florens Christian Rang und 1924 Hugo von Hofmannsthal, später vor allem Werner Kraft, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Keiner der Gegenstände, die Walter Benjamin beschäftigt haben, ist ausgespart, die Literatur so wenig wie die Bildende Kunst; Philosophie und Religionswissenschaft, Soziologie, Geschichte, Glaube, Sexualpsychologie, alles hat seinen Platz. Wir sehen, wie sich Benjamin von den Göttern seiner Jugend trennt, allmählich in den Bannkreis des Marxismus gerät und sich schließlich immer enger seinen Freunden aus dem Institut für Sozialforschung anschließt. Der ganze, erstaunliche Umfang seiner Lektüre wird uns deutlich; immer wieder weiten sich Briefe zu Abhandlungen aus; wir können das Entstehen seiner Aufsätze und Übersetzungen fast Schritt für Schritt verfolgen. Die Briefe sind von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem mit knappen, aber minutiösen Anmerkungen versehen, die eine Fülle von sachlichen Anspielungen ebenso wie die große Zahl seiner persönlichen Bekannten aufschlüsseln.
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Suhrkamp Das Leben A1045074986
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Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an. Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Spätestens seit den siebziger Jahren gilt Walter Benjamin als Klassiker der Literaturkritik, dessen zahlreiche Rezensionen kanonisch geworden sind. In jüngster Zeit wurden jedoch mehr als 200 Druckseiten umfassende handschriftliche Notizen und Aufzeichnungen entdeckt, darunter Entwürfe der Besprechungen von Bertolt Brecht, Anna Seghers, Max Kommerell, Alfred Polgar und Dolf Sternberger. Sie werden im Rahmen der "Kritischen Gesamtausgabe" nun zum ersten Mal publiziert und ergänzen die bekannten Arbeiten, die ebenfalls erstmals ohne normalisierende Eingriffe und unter Berücksichtigung sämtlicher Textzeugen und Varianten geboten werden. Zusammen mit den im Kommentar erschlossenen Fakten zu Benjamins Arbeitsumfeld, seinen Kontakten und Quellen ermöglicht die Edition einen völlig neuen Blick in die Werkstatt des Kritikers sowie eine minutiöse Rekonstruktion seines Arbeitsprozesses. Sie wird so zu einem Kompendium ersten Ranges für jeden, der sich für europäische Literaturgeschichte, Literaturtheorie oder die Theorie und Praxis der Literaturkritik interessiert. Die Rezensionen, so zeigt die Ausgabe, waren lebenslanges Kraftzentrum von Benjamins Denken, der auch als Literaturkritiker seinen genuinen theoretischen Interessen treu blieb. Sie zeigt aber auch, daß das Stereotyp vom ohnmächtigen Melancholiker partiell revidiert werden muß, denn Walter Benjamin war auch dies: ein durchaus zielgerichteter und ebenso streitbarer wie medienerfahrener Publizist.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Die Gedichte und Erzählungen Walter Benjamins standen bisher im Schatten seiner theoretischen Schriften. Dabei zeigt Benjamin in seiner dichterischen Arbeit ein bemerkenswertes literarisches Vermögen und eine große poetische Bandbreite. In den Gedichten findet man die Orientierung am hohen Ton Friedrich Hölderlins ebenso wie an der übermütigen Nonsense-Lyrik Christian Morgensterns. Die Erzählungen glänzen mit überraschenden Wendungen und dichten Sprachbildern. Die Edition versammelt sämtliche überlieferten poetischen Texte und Entwürfe Benjamins, darunter bislang unveröffentlichte Erzählvorhaben. Kommentar und Dokumente erschließen stoffliche Vorbilder und biographische Kontexte. Besonders die bedeutenden »Sonette auf Fritz Heinle«, Benjamins Dichter-Freund, der sich 1914 das Leben nahm, erscheinen nun in einem anderen Licht: nicht nur als ein Echo auf die Dichtung Stefan Georges, sondern auch auf diverse im Umfeld des »Neuen Clubs« entstandene Lyrikformen, und vor allem: als kontinuierliche poetische Erinnerungsarbeit.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins Dissertation – 1918/1919 in Bern entstanden und 1920 in einem Berner Verlag gedruckt – ist seine erste Buchveröffentlichung, in der bereits viele Motive seines späteren Denkens angelegt sind. Benjamin selbst schrieb über seine Arbeit: "Was sie sein sollte, ist sie geworden: ein Hinweis auf die durchaus in der Literatur unbekannte wahre Natur der Romantik." Der Band bringt den Text des Erstdrucks, gefolgt von den Ergänzungen, die der Autor in sein Handexemplar eintrug, und der Druckfehlerliste. Des weiteren sind die Notizen zur Romantik enthalten, die zusammen mit der bisher unveröffentlichten Liste der "Originalschriften" der Romantik und der "Schriften über Romantik" Benjamins intensive Beschäftigung mit dieser Epoche in umfassender Weise beleuchten. Uwe Steiner dokumentiert darüber hinaus ausführlich den Verlauf der Doktorprüfung und der Drucklegung sowie Florens Christian Rangs Auseinandersetzung mit dieser Arbeit, indem er dessen Randnotizen und einen Brief an Benjamin vom 10. Oktober 1920 wiedergibt. Die neu aufgefundenen Briefe Benjamins an den Berner Philosophen Paul Häberlin beschließen den Band.
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Suhrkamp Endlose Nacht
Suhrkamp Endlose Nacht
Mithilfe von Träumen skizziert Barbara Hahns großer Essay eine Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ihre Untersuchung widmet sich Träumen, die eine Welt aus Verfolgung, Not, Zwang und Leiden erschreckend direkt vorwegnehmen, schildern, in Bilder fassen. Sowie Berichten von Überlebenden, die in einer dauerhaft beschädigten Realität weiterexistieren – denen Wirklichkeit nur mehr ein Schatten ist – die nur in den Träumen toter Anderer sich noch ‚am Leben‘ wähnen. Im 20. Jahrhundert haben sich Traumaufzeichnungen als eine eigene literarische Gattung etabliert – durch eine Fülle (oft entlegener) Veröffentlichungen. Nachforschend, aufstöbernd, einkreisend, ebenso sorgsam wie behende führt die Autorin durch diesen bislang wenig erschlossenen Kosmos. Es treten Anna Achmatowa, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Charlotte Beradt, Jean Cayrol, Hélène Cixous, Franz Fühmann, Graham Greene, Wieland Herzfelde, Otto Dov Kulka, Primo Levi, Paula Ludwig, Elsa Morante, Heiner Müller, Georges Perec, Jorge Semprún, Vercors, Marguerite Yourcenar und viele andere auf.
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Suhrkamp Paris denken – Penser Paris
Suhrkamp Paris denken – Penser Paris
In Paris kommt die Stadt zu Bewußtsein. Keine andere Stadt hat mit vergleichbarer Intensität versucht, ihre eigene Identität in der Literatur zu erfassen. In seinem neuen Buch analysiert Karlheinz Stierle neue Aspekte der Parisliteratur und schlägt dabei einen Bogen bis ins 21. Jahrhundert. Dabei geht es ihm auch um deutsch-französische Interferenzen. So macht er zum Beispiel Peter Handke als den Kolumbus der Pariser Banlieue aus, die dieser in seinem Roman Mein Jahr in der Niemandsbucht beschwört. Er fragt, ob Friedrich Schlegels Vorstellung einer grenzenlos wachsenden Universalpoesie ein Modell war für die Stadtvision Victor Hugos. Stierle erläutert, inwiefern die Begegnung mit Paris Rainer Maria Rilke erst eigentlich zu seiner eigenen dichterischen Sprache geführt hat. Und wie Walter Benjamin in seinem berühmten Passagenwerk die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts entdeckte.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000423601
Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000423601
Durch die vorliegenden Supplementbände II und III wird erfüllt, was zum Zeitpunkt des Erscheinens der ersten Bände von Walter Benjamins Gesammelten Schriften nur eine Hoffnung war: daß es möglich sein werden, dieser Ausgabe auch die Übersetzungen anzugliedern. Benjamins Übersetzungsarbeit insgesamt bildet einen wesentlichen Bestandteil seiner literarischen Produktion. Im Zentrum des Benjaminschen Übersetzens stand, neben Baudelaire, fraglos Marcel Proust, der große Wahlverwandte, dem Benjamin einen seiner inspiriertesten Essays widmete. Sein Verhältnis zu Proust war jedoch zunächst und vor allem das des Dolmetschers. Bereits im Sommer 1925 hatte Benjamin einen Übersetzervertrag für Sodome et Gomorrhe abgeschlossen, der 1926 – nachdem die Veröffentlichung der deutschen, von Rudolf Schottlaender stammenden Übersetzung des ersten Bandes der Recherche du tempus perdu »ein großes publizistisch-kritisches Fiasko« (Benjamin) gegeben hatte – dahin erweitert wurde, daß das gesamte Werk von Benjamin und seinem Freund Franz Hessel übersetzt werden sollte. Schon im September 1926 berichtete Benjamin, die Übersetzung von Im Schatten der jungen Mädchen sei vor einem Monat abgeschlossen worden, und diejenige der Guermantes war Anfang 1929, nach Benjamins Worten »schon seit Jahren fertig«. Es waltete indessen ein Unstern über diesem ersten Versuch, Prousts Romanwerk für die literarische Öffentlichkeit Deutschlands zu gewinnen. Benjamins Übersetzung Sodome et Gomorrhe ist niemals gedruckt worden, das Manuskript verlorengegangen; Im Schatten der jungen Mädchen erschien 1927; Guermantes – unter dem vom Verlag entstellten Titel »Die Herzogin von Guermantes« - 1930; danach war Proust in Deutschland länger als 20 Jahre nicht mehr vorhanden. Die erhaltenen Proust-Übersetzungen von Benjamin und Hessel, die durch die vorliegenden Supplemente zu Benjamins Gesammelten Schriften wieder zugänglich gemacht werden, stellen nach dem Urteil Theodor W. Adorno »zwei der vollkommensten Übersetzungen der deutschen Sprache« dar.
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Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000423601
Suhrkamp Gesammelte Schriften A1000423601
Durch die vorliegenden Supplementbände II und III wird erfüllt, was zum Zeitpunkt des Erscheinens der ersten Bände von Walter Benjamins Gesammelten Schriften nur eine Hoffnung war: daß es möglich sein werden, dieser Ausgabe auch die Übersetzungen anzugliedern. Benjamins Übersetzungsarbeit insgesamt bildet einen wesentlichen Bestandteil seiner literarischen Produktion. Im Zentrum des Benjaminschen Übersetzens stand, neben Baudelaire, fraglos Marcel Proust, der große Wahlverwandte, dem Benjamin einen seiner inspiriertesten Essays widmete. Sein Verhältnis zu Proust war jedoch zunächst und vor allem das des Dolmetschers. Bereits im Sommer 1925 hatte Benjamin einen Übersetzervertrag für Sodome et Gomorrhe abgeschlossen, der 1926 – nachdem die Veröffentlichung der deutschen, von Rudolf Schottlaender stammenden Übersetzung des ersten Bandes der Recherche du tempus perdu »ein großes publizistisch-kritisches Fiasko« (Benjamin) gegeben hatte – dahin erweitert wurde, daß das gesamte Werk von Benjamin und seinem Freund Franz Hessel übersetzt werden sollte. Schon im September 1926 berichtete Benjamin, die Übersetzung von Im Schatten der jungen Mädchen sei vor einem Monat abgeschlossen worden, und diejenige der Guermantes war Anfang 1929, nach Benjamins Worten »schon seit Jahren fertig«. Es waltete indessen ein Unstern über diesem ersten Versuch, Prousts Romanwerk für die literarische Öffentlichkeit Deutschlands zu gewinnen. Benjamins Übersetzung Sodome et Gomorrhe ist niemals gedruckt worden, das Manuskript verlorengegangen; Im Schatten der jungen Mädchen erschien 1927; Guermantes – unter dem vom Verlag entstellten Titel »Die Herzogin von Guermantes« - 1930; danach war Proust in Deutschland länger als 20 Jahre nicht mehr vorhanden. Die erhaltenen Proust-Übersetzungen von Benjamin und Hessel, die durch die vorliegenden Supplemente zu Benjamins Gesammelten Schriften wieder zugänglich gemacht werden, stellen nach dem Urteil Theodor W. Adorno »zwei der vollkommensten Übersetzungen der deutschen Sprache« dar.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins Rundfunkarbeiten haben bislang erstaunlich wenig Aufmerksamkeit seitens der Forschung erhalten. Dabei machen die bisher nur verstreut edierten Texte einen beachtlichen Teil seines Gesamtwerks aus: Über 80 Sendungen gestaltet Benjamin zwischen 1927 und 1933 – als Hörspielautor, als Verfasser des neuen Formats »Hörmodell«, als Vortragender in der »Jugendstunde« sowie im literarischen Programm für Erwachsene und nicht zuletzt als Moderator von »Funkspielen« am Abend. Im Zusammenhang dieser Arbeiten reflektiert er über das neue Medium sowie über die mit diesem einhergehende Popularisierung und setzt eigene, innovative Konzepte um. Der Band führt erstmals die genuin für und über den Rundfunk verfassten Texte zusammen und gibt einen einzigartigen Einblick in Benjamins Arbeitsweise in diesem besonderen Medienkontext. Die gründliche Aufarbeitung des Textbestandes sowie der Abdruck aller erhaltenen Vorarbeiten machen die Textgenese in bisher ungekannter Weise sichtbar. Erst in der Bündelung der Texte wird zudem die Verschränkung von Benjamins Rundfunkpraxis und seinen theoretischen Reflexionen erkennbar. Der Band bietet damit eine neue Grundlage für die überfällige intensive Auseinandersetzung mit diesen vielschichtigen Texten.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Die Physiognomie von Städten, das Sammeln von Büchern und die Didaktik von Ausstellungen, der französische Faschismus und die Gaskriegsgefahr, Neuigkeiten aus dem kulturellen Leben, Evolutionstheorien und die eigenen Träume: Walter Benjamins seit 1925 für Zeitungen und Zeitschriften verfasste Texte, geschrieben in Paris, Moskau und Berlin, sind weit mehr als journalistische Brotarbeiten. Sie schlagen theoretische und sprachliche Funken aus einer Vielzahl von Themen, zeigen Benjamin als Meister der kleinen Form und als herausragenden Beobachter seiner Zeit. Der Band versammelt Essays und essayistische Miniaturen, kritische Berichte, illustrierte Artikel, Interviews, Repliken, Würdigungen, Glossen und Satiren sowie Beiträge für Anthologien. Durch die Präsentation aller überlieferten Entwürfe und Fassungen ermöglicht die Edition erstmals den genauen Nachvollzug von Benjamins Schreibarbeit, etwa an dem großen Moskau-Essay, dessen besonders dicht dokumentierte Textgenese fasziniert. Der Kommentarband liefert die nötigen Kontextualisierungen und bietet eine Fülle neuer Quellen. Dokumentiert werden zeitgenössische Übersetzungen von Texten Benjamins ebenso wie bislang unbekannte Reaktionen auf seine Arbeiten – darunter ein Plagiat von überraschender Seite.
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Suhrkamp Paris denken – Penser Paris A1057871389
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In Paris kommt die Stadt zu Bewußtsein. Keine andere Stadt hat mit vergleichbarer Intensität versucht, ihre eigene Identität in der Literatur zu erfassen. In seinem neuen Buch analysiert Karlheinz Stierle neue Aspekte der Parisliteratur und schlägt dabei einen Bogen bis ins 21. Jahrhundert. Dabei geht es ihm auch um deutsch-französische Interferenzen. So macht er zum Beispiel Peter Handke als den Kolumbus der Pariser Banlieue aus, die dieser in seinem Roman Mein Jahr in der Niemandsbucht beschwört. Er fragt, ob Friedrich Schlegels Vorstellung einer grenzenlos wachsenden Universalpoesie ein Modell war für die Stadtvision Victor Hugos. Stierle erläutert, inwiefern die Begegnung mit Paris Rainer Maria Rilke erst eigentlich zu seiner eigenen dichterischen Sprache geführt hat. Und wie Walter Benjamin in seinem berühmten Passagenwerk die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts entdeckte.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1015087153
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1015087153
Spätestens seit den siebziger Jahren gilt Walter Benjamin als Klassiker der Literaturkritik, dessen zahlreiche Rezensionen kanonisch geworden sind. In jüngster Zeit wurden jedoch mehr als 200 Druckseiten umfassende handschriftliche Notizen und Aufzeichnungen entdeckt, darunter Entwürfe der Besprechungen von Bertolt Brecht, Anna Seghers, Max Kommerell, Alfred Polgar und Dolf Sternberger. Sie werden im Rahmen der "Kritischen Gesamtausgabe" nun zum ersten Mal publiziert und ergänzen die bekannten Arbeiten, die ebenfalls erstmals ohne normalisierende Eingriffe und unter Berücksichtigung sämtlicher Textzeugen und Varianten geboten werden. Zusammen mit den im Kommentar erschlossenen Fakten zu Benjamins Arbeitsumfeld, seinen Kontakten und Quellen ermöglicht die Edition einen völlig neuen Blick in die Werkstatt des Kritikers sowie eine minutiöse Rekonstruktion seines Arbeitsprozesses. Sie wird so zu einem Kompendium ersten Ranges für jeden, der sich für europäische Literaturgeschichte, Literaturtheorie oder die Theorie und Praxis der Literaturkritik interessiert. Die Rezensionen, so zeigt die Ausgabe, waren lebenslanges Kraftzentrum von Benjamins Denken, der auch als Literaturkritiker seinen genuinen theoretischen Interessen treu blieb. Sie zeigt aber auch, daß das Stereotyp vom ohnmächtigen Melancholiker partiell revidiert werden muß, denn Walter Benjamin war auch dies: ein durchaus zielgerichteter und ebenso streitbarer wie medienerfahrener Publizist.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1063529434
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1063529434
Die Gedichte und Erzählungen Walter Benjamins standen bisher im Schatten seiner theoretischen Schriften. Dabei zeigt Benjamin in seiner dichterischen Arbeit ein bemerkenswertes literarisches Vermögen und eine große poetische Bandbreite. In den Gedichten findet man die Orientierung am hohen Ton Friedrich Hölderlins ebenso wie an der übermütigen Nonsense-Lyrik Christian Morgensterns. Die Erzählungen glänzen mit überraschenden Wendungen und dichten Sprachbildern. Die Edition versammelt sämtliche überlieferten poetischen Texte und Entwürfe Benjamins, darunter bislang unveröffentlichte Erzählvorhaben. Kommentar und Dokumente erschließen stoffliche Vorbilder und biographische Kontexte. Besonders die bedeutenden »Sonette auf Fritz Heinle«, Benjamins Dichter-Freund, der sich 1914 das Leben nahm, erscheinen nun in einem anderen Licht: nicht nur als ein Echo auf die Dichtung Stefan Georges, sondern auch auf diverse im Umfeld des »Neuen Clubs« entstandene Lyrikformen, und vor allem: als kontinuierliche poetische Erinnerungsarbeit.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1059359682
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Die Physiognomie von Städten, das Sammeln von Büchern und die Didaktik von Ausstellungen, der französische Faschismus und die Gaskriegsgefahr, Neuigkeiten aus dem kulturellen Leben, Evolutionstheorien und die eigenen Träume: Walter Benjamins seit 1925 für Zeitungen und Zeitschriften verfasste Texte, geschrieben in Paris, Moskau und Berlin, sind weit mehr als journalistische Brotarbeiten. Sie schlagen theoretische und sprachliche Funken aus einer Vielzahl von Themen, zeigen Benjamin als Meister der kleinen Form und als herausragenden Beobachter seiner Zeit. Der Band versammelt Essays und essayistische Miniaturen, kritische Berichte, illustrierte Artikel, Interviews, Repliken, Würdigungen, Glossen und Satiren sowie Beiträge für Anthologien. Durch die Präsentation aller überlieferten Entwürfe und Fassungen ermöglicht die Edition erstmals den genauen Nachvollzug von Benjamins Schreibarbeit, etwa an dem großen Moskau-Essay, dessen besonders dicht dokumentierte Textgenese fasziniert. Der Kommentarband liefert die nötigen Kontextualisierungen und bietet eine Fülle neuer Quellen. Dokumentiert werden zeitgenössische Übersetzungen von Texten Benjamins ebenso wie bislang unbekannte Reaktionen auf seine Arbeiten – darunter ein Plagiat von überraschender Seite.
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Suhrkamp, Fachbücher, Das Leben (Deutsch, Didier Fassin, 2017)
Suhrkamp, Fachbücher, Das Leben (Deutsch, Didier Fassin, 2017)
Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an. Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die "Formen des Lebens" untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der "Ethik des Lebens" beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die "Politik des Lebens" erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins früheste Arbeiten aus seiner Zeit als Vordenker der radikalen intellektuellen Jugendkulturbewegung stehen bis heute im Schatten seines späteren Werks. Zu Unrecht, wie dieser spektakuläre Band der Kritischen Gesamtausgabe demonstriert. Denn in Benjamins Schriften der Jahre 1909 bis 1921 zeichnen sich erste »theoretische« Entscheidungen ab, die von zentraler Bedeutung für sein weiteres Schaffen sind. Hier hat er die Grundlagen »seiner« Begriffe von Erfahrung und Geschichte gelegt und zum ersten Mal über das Verhältnis von Glauben und Wissen Auskunft gegeben. Die Edition versammelt alle einschlägigen Texte aus dieser Zeit, darunter Unveröffentlichtes wie einen Schulaufsatz oder Notizen zu seinen Farbstudien. Ein ausführlicher Kommentar, eine »Chronik« und eine Dokumentation mit vielen unbekannten Quellen erschließen erstmals die historischen, medialen und theoretischen Kontexte sowie die erstaunlich breite zeitgenössische Rezeption. Auf diese Weise werden neue Einblicke möglich: in Benjamins Biographie, in seine erste Werkphase und – besonders spannend – in die Jugendkulturbewegung, ihre Fraktionen, Konflikte und Debatten, etwa über den Ersten Weltkrieg.
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Suhrkamp Endlose Nacht A1039575131
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Mithilfe von Träumen skizziert Barbara Hahns großer Essay eine Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ihre Untersuchung widmet sich Träumen, die eine Welt aus Verfolgung, Not, Zwang und Leiden erschreckend direkt vorwegnehmen, schildern, in Bilder fassen. Sowie Berichten von Überlebenden, die in einer dauerhaft beschädigten Realität weiterexistieren – denen Wirklichkeit nur mehr ein Schatten ist – die nur in den Träumen toter Anderer sich noch ‚am Leben‘ wähnen. Im 20. Jahrhundert haben sich Traumaufzeichnungen als eine eigene literarische Gattung etabliert – durch eine Fülle (oft entlegener) Veröffentlichungen. Nachforschend, aufstöbernd, einkreisend, ebenso sorgsam wie behende führt die Autorin durch diesen bislang wenig erschlossenen Kosmos. Es treten Anna Achmatowa, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Charlotte Beradt, Jean Cayrol, Hélène Cixous, Franz Fühmann, Graham Greene, Wieland Herzfelde, Otto Dov Kulka, Primo Levi, Paula Ludwig, Elsa Morante, Heiner Müller, Georges Perec, Jorge Semprún, Vercors, Marguerite Yourcenar und viele andere auf.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1001022031
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1001022031
Walter Benjamins Dissertation – 1918/1919 in Bern entstanden und 1920 in einem Berner Verlag gedruckt – ist seine erste Buchveröffentlichung, in der bereits viele Motive seines späteren Denkens angelegt sind. Benjamin selbst schrieb über seine Arbeit: "Was sie sein sollte, ist sie geworden: ein Hinweis auf die durchaus in der Literatur unbekannte wahre Natur der Romantik." Der Band bringt den Text des Erstdrucks, gefolgt von den Ergänzungen, die der Autor in sein Handexemplar eintrug, und der Druckfehlerliste. Des weiteren sind die Notizen zur Romantik enthalten, die zusammen mit der bisher unveröffentlichten Liste der "Originalschriften" der Romantik und der "Schriften über Romantik" Benjamins intensive Beschäftigung mit dieser Epoche in umfassender Weise beleuchten. Uwe Steiner dokumentiert darüber hinaus ausführlich den Verlauf der Doktorprüfung und der Drucklegung sowie Florens Christian Rangs Auseinandersetzung mit dieser Arbeit, indem er dessen Randnotizen und einen Brief an Benjamin vom 10. Oktober 1920 wiedergibt. Die neu aufgefundenen Briefe Benjamins an den Berner Philosophen Paul Häberlin beschließen den Band.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1032767124
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe A1032767124
Walter Benjamins Rundfunkarbeiten haben bislang erstaunlich wenig Aufmerksamkeit seitens der Forschung erhalten. Dabei machen die bisher nur verstreut edierten Texte einen beachtlichen Teil seines Gesamtwerks aus: Über 80 Sendungen gestaltet Benjamin zwischen 1927 und 1933 – als Hörspielautor, als Verfasser des neuen Formats »Hörmodell«, als Vortragender in der »Jugendstunde« sowie im literarischen Programm für Erwachsene und nicht zuletzt als Moderator von »Funkspielen« am Abend. Im Zusammenhang dieser Arbeiten reflektiert er über das neue Medium sowie über die mit diesem einhergehende Popularisierung und setzt eigene, innovative Konzepte um. Der Band führt erstmals die genuin für und über den Rundfunk verfassten Texte zusammen und gibt einen einzigartigen Einblick in Benjamins Arbeitsweise in diesem besonderen Medienkontext. Die gründliche Aufarbeitung des Textbestandes sowie der Abdruck aller erhaltenen Vorarbeiten machen die Textgenese in bisher ungekannter Weise sichtbar. Erst in der Bündelung der Texte wird zudem die Verschränkung von Benjamins Rundfunkpraxis und seinen theoretischen Reflexionen erkennbar. Der Band bietet damit eine neue Grundlage für die überfällige intensive Auseinandersetzung mit diesen vielschichtigen Texten.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Walter Benjamins berühmte Prosaminiaturen, entstanden in den Jahren 1932 bis 1938, gehören fraglos zu den großen Schlüsseltexten der Moderne. Es sind einzigartige Momentaufnahmen einer Zeit, über der bereits der Schatten des Kommenden liegt. Ihre anhaltende Faszination liegt in der eindringlichen, die autobiographischen Erfahrungen objektivierenden Sprache. Benjamin schuf sprachliche »Bilder«, an die er die Hoffnung knüpfte, sie seien »befähigt, in ihrem Innern spätere geschichtliche Erfahrung zu präformieren«. Die nun im Rahmen der Kritischen Gesamtausgabe erscheinende Neuedition ist spektakulär: Sie versammelt erstmals alle überlieferten Stücke, Entwürfe und Notizen des Kindheitsbuchs – darunter bislang unveröffentlichtes Material –, erlaubt durch die kritische Aufarbeitung des gesamten Textbestandes endlich eine exakte Kontextualisierung und ermöglicht durch die Wiedergabe der hochkomplexen Handschriften den präzisen Nachvollzug von Benjamins Schreibarbeit. Der Kommentar schildert die wechselvolle Überlieferungsgeschichte und erschließt das Werk. 80 Jahre nach der Niederschrift und 68 Jahre nach der Erstveröffentlichung in Buchform liegt damit die definitive Gesamtedition der Berliner Kindheit vor. Ein Ereignis.
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Suhrkamp Gesammelte Briefe. 6 Bände A1000422389
Suhrkamp Gesammelte Briefe. 6 Bände A1000422389
Als Walter Benjamin im Juli 1932 - nach seinem 40. Geburtstag - in Nizza seinem Leben ein Ende setzen wollte, stand ihm nicht nur das Scheitern seiner Versuche, eine Gelehrtenexistenz zu führen, vor Augen, sondern auch die zunehmende Gefährdung der Verwertung seiner Lohnschreiberei für Rundfunk und Presse. Der »tiefen Müdigkeit«, von der er schreibt und der er sich noch einmal entwinden konnte, folgte die Arbeit an der »Berliner Kindheit um neunzehnhundert« in der durch eine Zusammenarbeit mit Wilhelm Speyer finanziell unterstützten Abgeschiedenheit von Poveromo. Im Spätherbst des Jahres nach Berlin zurückgekehrt. Mitte März verließ Benjamin Deutschland für immer und fuhr nach Paris, von wo aus er Anfang April für fünf Monate nach Ibiza ging. - Noch von der Baleareninsel aus unternahm Benjamin alle denkbaren Schritte, um seiner zukünftigen Existenz in Paris ein Minimum an Kontinuität zu geben. In Paris traf Benjamin mit Brecht und Grete Steffin zusammen, konnte Elisabeth Hauptmann begrüßen. Alfred Kurella stellte Beziehungen zur Zeitung »Monde« her, wo Benjamin einen Aufsatz über den »Seine-präfekten Haussmann« publizieren zu können hoffte. Dieses Projekt zerschlug sich ebenso wie andere, die Benjamin hartnäckig verfolgte. Seine Zuflucht innerhalb der Stadt Paris fand Benjamin in der Bibliotheque Nationale, wo er die Materialsammlung zum Passagen-Werk trotz aller Widrigkeiten fortsetzte und sogar im Frühjahr 1934 ein Schema des Buches mit dem Titel »Paris, Capitale du XIXéme siècle« fixierte. - Die Arbeit an seinem Kafka-Essay, der im Juni fertig war, aber erst im Dezember teilweise erschien und den Benjamin zeitweise als den Abschluß seiner essayistischen Produktion ansah, verzögerte seine Abreise nach Svendborg zu Brecht. Benjamin, der den Begriff der »Haltung« liebte, hat die seine unter Um- und Widerständen, die andere zu heroischer Stilisierung verführt hätten, sich erhalten. Mit dem Bürger des 19. Jahrhunderts, der mit Kursschwankungen weitab liegender Minen und Gesellschaften jonglierte wie mit den Tischkarten eines häuslichen Soupers, teilte Benjamin die Kunst der Improvisation und die bedachtsame Virtuosität, mit der er in seiner Korrespondenz auf das Ziel hinwirkte, die materiellen Bedingungen seiner geistigen Arbeit zu sichern.
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Suhrkamp Gesammelte Briefe. 6 Bände A1000422389
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Als Walter Benjamin im Juli 1932 - nach seinem 40. Geburtstag - in Nizza seinem Leben ein Ende setzen wollte, stand ihm nicht nur das Scheitern seiner Versuche, eine Gelehrtenexistenz zu führen, vor Augen, sondern auch die zunehmende Gefährdung der Verwertung seiner Lohnschreiberei für Rundfunk und Presse. Der »tiefen Müdigkeit«, von der er schreibt und der er sich noch einmal entwinden konnte, folgte die Arbeit an der »Berliner Kindheit um neunzehnhundert« in der durch eine Zusammenarbeit mit Wilhelm Speyer finanziell unterstützten Abgeschiedenheit von Poveromo. Im Spätherbst des Jahres nach Berlin zurückgekehrt. Mitte März verließ Benjamin Deutschland für immer und fuhr nach Paris, von wo aus er Anfang April für fünf Monate nach Ibiza ging. - Noch von der Baleareninsel aus unternahm Benjamin alle denkbaren Schritte, um seiner zukünftigen Existenz in Paris ein Minimum an Kontinuität zu geben. In Paris traf Benjamin mit Brecht und Grete Steffin zusammen, konnte Elisabeth Hauptmann begrüßen. Alfred Kurella stellte Beziehungen zur Zeitung »Monde« her, wo Benjamin einen Aufsatz über den »Seine-präfekten Haussmann« publizieren zu können hoffte. Dieses Projekt zerschlug sich ebenso wie andere, die Benjamin hartnäckig verfolgte. Seine Zuflucht innerhalb der Stadt Paris fand Benjamin in der Bibliotheque Nationale, wo er die Materialsammlung zum Passagen-Werk trotz aller Widrigkeiten fortsetzte und sogar im Frühjahr 1934 ein Schema des Buches mit dem Titel »Paris, Capitale du XIXéme siècle« fixierte. - Die Arbeit an seinem Kafka-Essay, der im Juni fertig war, aber erst im Dezember teilweise erschien und den Benjamin zeitweise als den Abschluß seiner essayistischen Produktion ansah, verzögerte seine Abreise nach Svendborg zu Brecht. Benjamin, der den Begriff der »Haltung« liebte, hat die seine unter Um- und Widerständen, die andere zu heroischer Stilisierung verführt hätten, sich erhalten. Mit dem Bürger des 19. Jahrhunderts, der mit Kursschwankungen weitab liegender Minen und Gesellschaften jonglierte wie mit den Tischkarten eines häuslichen Soupers, teilte Benjamin die Kunst der Improvisation und die bedachtsame Virtuosität, mit der er in seiner Korrespondenz auf das Ziel hinwirkte, die materiellen Bedingungen seiner geistigen Arbeit zu sichern.
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Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
Suhrkamp Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe
»Die Konstruktion des Lebens liegt im Augenblick weit mehr in der Gewalt von Fakten als von Überzeugungen. Und zwar von solchen Fakten, wie sie zur Grundlage von Überzeugungen fast nie noch und nirgends geworden sind. Unter diesen Umständen kann wahre literarische Aktivität nicht beanspruchen, in literarischem Rahmen sich abzuspielen – vielmehr ist das der übliche Ausdruck ihrer Unfruchtbarkeit.« Mit diesen programmatischen Worten beginnt die Einbahnstraße, eines der ungewöhnlichsten Bücher Walter Benjamins. 1928 nicht als Buch, sondern als Broschüre veröffentlicht, gestaltet in konstruktivistischer Typographie, versehen mit dem berühmten Umschlag von Sasha Stone, dazu geschrieben in der »prompten Sprache« von Flugblättern, Annoncen und Plakaten, die allein »sich dem Augenblick wirkend gewachsen« zeigt, nimmt diese Sammlung von Aphorismen eine auf den ersten Blick singuläre Stellung in Benjamins Werk und der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts ein. Die Einbahnstraße war stilbildend und kann als Vorbild etwa für Blochs Spuren oder Adornos Minima Moralia gesehen werden. Auf den zweiten Blick und in der Rückschau offenbart sich eine weitere Besonderheit der Einbahnstraße: Sie ist eine entscheidende Gelenkstelle in Benjamins Gesamtwerk, in der Überlegungen des Frühwerks transformiert werden, um sie dann in späteren Arbeiten weiterzuführen. Dies veranschaulicht insbesondere die 43 Texte umfassende »Nachtragsliste zur Einbahnstraße«, die Benjamin Anfang bis Mitte der dreißiger Jahre zusammenstellte. Sie wird, neben dem Erstdruck und allen handschriftlichen Vorstufen sowie zeitgenössischen Rezensionen, in der neuen Edition erstmals als Einheit zu lesen sein. Der Kommentar und das Nachwort des Herausgebers machen zudem die Verbindung der einzelnen Texte mit dem Gesamtwerk Benjamins sichtbar und zeigen, inwiefern die Einbahnstraße die Tradition der europäischen Aphoristik aufgenommen und zugleich erneuert hat.
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