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Suhrkamp Über Arno Schmidt, Fachbücher von Jan Philipp Reemtsma
Suhrkamp Über Arno Schmidt, Fachbücher von Jan Philipp Reemtsma
Man kann Bücher leider nur einmal zum ersten Mal lesen. Die grossen Autoren entschädigen für diese traurige Einmaligkeit dadurch, dass ihre Bücher bei der zweiten und dritten Lektüre sich erst wirklich entfalten. In zwölf Annäherungen aus höchst unterschiedlichen Richtungen erkundet Jan Philipp Reemtsma das Schmidtsche poetische Terrain. Dabei wird deutlich: Arno Schmidts Bücher sind voll Witz und Komik. Reemtsmas Lektüreprotokolle bestätigen die These, wonach die Bedeutung eines Werkes daran gemessen werden kann, wie viele Verständnismöglichkeiten es eröffnet. Zugleich führen diese Essays vor: Diese Bedeutungsvielfalt, das Aufspüren überraschender Perspektiven und verborgener Zusammenhänge setzt einen Leser voraus, der sich genauestens an den Wortlaut der Texte hält und im selben Moment aufgrund seines Wissens eine Unzahl von Assoziationen freisetzt. Reemtsmas Freude während der Lektüre teilt sich in seinem Schreiben über Arno Schmidt mit: sie steckt zu eigenen Leseentdeckungen an. Politik, Sexualität, poetische Sendung - so vielfältig die Möglichkeiten sind, sich dem Werk Arno Schmidts zu nähern, so eindeutig ist die Einladung, diesen Ausnahme-Autor neu oder wieder zu lesen. Was ist der Mensch? El hombre es un cigarro - am Ende bloss noch ein ausgeknatschter ekler Stumpf und etwas Asche. Was ist das Leben? Die Auflehnung der Eiweisse gegen die Silikate. Arno Schmidt.
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Arno Schmidt liest sämtliche Tonbandaufnahmen 1952 - 1964
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GRIN Arno Schmidts "Leviathan" - Mythologie und Weltanschauung A1005589757
GRIN Arno Schmidts "Leviathan" - Mythologie und Weltanschauung A1005589757
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,5, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff "Leviathan" trägt mehrere Bedeutungen, auf die in dieser Arbeit in der notwendigen Ausführlichkeit eingegangen werden soll. Die Betrachtung reicht vom ersten Auftreten des Wortes über seine religiöse Bedeutung bis zu der nach ihm benannten politischen Theorie. Der Leviathan hat seine Ursprünge in der altorientalischen Mythologie. Im Alten Testament fügen sich Leviathan und Drache, Satan und Antichrist zu einer polaren Gegenkraft Gottes. Im monotheistischen Glauben kann es aber keine autonome Position neben Gott geben. Deshalb muss er dessen Geschöpf, also gezielt in den Schöpfungsplan eingesetzt sein. Der Leviathan ist daher auch als dunkle Seite Gottes verstanden worden. Wesentlich wurde der Begriff des Leviathans auch durch Hobbes` Staatsphilosophie geprägt, laut welcher der Absolutismus die einzige Staatsform sei, in der die Menschen in Frieden leben könnten. Arno Schmidt stimmt mit Hobbes in der pessimistischen Weltsicht, der Mensch sei von Natur aus böse und befinde sich in einem natürlichen Kampf mit seinen Mitmenschen, überein. Daraus folgert er jedoch keine politische Notwendigkeit, denn aufgrund des Machtmissbrauchs der Nationalsozialisten ist Schmidt gegen eine Staatsgewalt, die Mittel zur Unterdrückung innehat. Allerdings plädiert er damit nicht für die Demokratie oder eine andere Staatsform, sondern lehnt den Staat allgemein ab. Andererseits kann der nationalsozialistische Staat als Verkörperung des Leviathan gesehen werden. Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges und dem Untergang des Dritten Reiches wäre es nahe liegend, dass Schmidt den Leviathan als Gleichnis auf den nationalsozialistischen Staat gesehen hat.Der Autor hat seinem ihm eigenen Weltbild den Namen Leviathan gegeben. Da dies grundlegend für sein Gesamtwerk ist, bedarf es einer ausführlichen Besprechung und nimmt dieser Punkt den größten Raum in der vorliegenden Arbeit ein: Das Universum werde sich nach seiner Erschaffung mitsamt allem in sich befindlichen auch wieder zerstören. Die Eingebundenheit der Menschen in dieses Prinzip determiniere ihren Charakter. Eigenständige Aktivität sei ihnen daher nicht möglich. Vielmehr trügen die Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu bei, die Kontraktion des Universums zu beschleunigen.
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Suhrkamp Verlag Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt
Suhrkamp Verlag Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt
Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt. Arno Schmidt/ Hans Wollschläger. Hardcover.
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Epubli Drei Studien zum Spätwerk von Arno Schmidt A1066951550
Epubli Drei Studien zum Spätwerk von Arno Schmidt A1066951550
Die erste Studie dient der Einübung in die Lektüre von »Zettel’s Traum«. Den Schreibstil seines ersten und umfangreichsten Spätwerks kennzeichnet Schmidt im Roman selber als »Vielsinnigkeit« – eine Hürde, die zu übersteigen Übung kostet, aber zugleich Lust bereitet. – Zum besseren Verständnis wird in der zweiten Studie der Einarbeitung des Parzival-Stoffes, insbesondere der vollumfänglichen Version von Albrecht Schaeffer, in der »Schule der Atheisten« nachgegangen. – Der letzte Roman von Schmidt, »Julia, oder die Gemälde«, über dessen Niederschrift er starb, ist leider nur zu einem Drittel fertig geworden, entsprechend fragmentarisch sind die Versuche, sich seinem Verständnis zu nähern.
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Carl Hanser Arno Schmidt, Biografien von Sven Hanuschek
Carl Hanser Arno Schmidt, Biografien von Sven Hanuschek
Die Biografie "Arno Schmidt" von Sven Hanuschek bietet einen umfassenden Einblick in das Leben und Werk des bedeutenden deutschen Schriftstellers. Diese erste grundlegende Biografie beleuchtet nicht nur Schmidts Rolle als Einzelgänger in der Heide, sondern auch seine Entwicklung zu einem Klassiker der modernen Literatur. Hanuschek hat zahlreiche neue Quellen aus dem Nachlass Schmidts entdeckt, die es ermöglichen, ein differenziertes Bild seiner Persönlichkeit zu zeichnen. Die Biografie entzaubert vertraute Mythen und bietet eine wertvolle Orientierungshilfe in Schmidts umfangreichem Werk, das zu den Höhepunkten der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts zählt. Diese umfassende Darstellung ist nicht nur für Schmidts treue Leserschaft von Interesse, sondern auch für alle, die sich für die deutsche Literaturgeschichte interessieren.
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Suhrkamp Tagebücher der Jahre 1957-62, Belletristik von Arno Schmidt
Suhrkamp Tagebücher der Jahre 1957-62, Belletristik von Arno Schmidt
Die Tagebücher der Jahre 1957-62 von Arno Schmidt bieten einen einzigartigen Einblick in das Leben und Schaffen eines der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Diese Sammlung von Tagebuchnotizen dokumentiert nicht nur den Umzug der Schmidts von Darmstadt nach Bargfeld, sondern auch die Entstehung seiner wichtigen Werke wie Die Gelehrtenrepublik und Kaff auch Mare Crisium. Die Einträge sind prägnant und reflektieren literarische Arbeiten, persönliche Korrespondenz, finanzielle Herausforderungen sowie den Alltag in der Ehe. Ein umfangreicher Kommentar erschliesst die Notizen und stellt Bezüge zum Zeitgeschehen her, während eine Auswahl von Fotografien aus den Jahren 1957 bis 1962 das Werk visuell ergänzt. Diese Veröffentlichung ist eine wertvolle Ressource für Literaturinteressierte und bietet tiefere Einblicke in das kreative Schaffen von Arno Schmidt.
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Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1007620258
Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1007620258
Eine einzigartige Korrespondenz beginnt im September 1957 zwischen Arno Schmidt und dem jungen Mitarbeiter des Karl-May-Verlags, Hans Wollschläger. Zu Beginn kreist der Briefwechsel, noch förmlich, um das Spätwerk Karl Mays und die umstrittenen Bearbeitungen der Texte durch den Verlag. Doch schon bald wird der Kontakt intensiver und persönlicher, der Ton freier. Wollschläger nimmt unter Arno Schmidts Briefpartnern eine Sonderstellung ein: Schmidt akzeptiert ihn als Kollegen und bemüht sich, ihn als Autor und Übersetzer zu fördern. Er vermittelt Aufträge und setzt sich nachdrücklich für seinen Roman Herzgewächse oder der Fall Adams ein. 1964 beginnen sie damit, das Gesamtwerk Edgar Allan Poes ins Deutsche zu übersetzen. Nicht in gemeinsamer Arbeit, aber in regelmäßigem Austausch über Autor und Werk. Erst als Schmidt sich in die Arbeit an Zettel’s Traum zurückzieht, wird der Kontakt spärlicher, bis Schmidt völlig verstummt. Der Band präsentiert neben den Briefen Schmidts und Wollschlägers die Korrespondenz zwischen Alice Schmidt und Hans Wollschläger, den Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und dem Karl-May-Verlag sowie zahlreiche ergänzende Dokumente.
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Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1071449833
Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1071449833
Als Arno Schmidt 1952 den Philosophen und Schriftsteller Max Bense kennenlernt, ist Schmidt auf der Suche: Das Wohnumfeld in Süddeutschland ist einengend und die Beziehung zum Rowohlt Verlag völlig zerrüttet. Max Bense, Professor an der Universität Stuttgart, sieht in Schmidts Texten seine Theorien einer neuen deutschen Literatur bestätigt. Gemeinsam mit Elisabeth Walther gründet er die Literaturzeitschrift Augenblick, zu deren wichtigsten Mitarbeitern Arno Schmidt bald gehört. Schmidt nutzt die Plattform, um seine Texte zu publizieren und einen neuen Verlag zu finden. Sie stellen sich gemeinsam der Institution Kirche und dem aufkommenden Militarismus entgegen. Schmidt wird Teil der Bense umgebenden Gruppe und denkt über eine durch ihn vermittelte Dozentur an der Hochschule für Gestaltung in Ulm nach. Mit dem Umzug nach Bargfeld geht Schmidt 1958 allerdings andere, eigene Wege. Der Kontakt bleibt jedoch über viele weitere Jahre bestehen. Neben dem vollständigen Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Max Bense enthält der Band auch Korrespondenzen von Alice Schmidt, Elisabeth Walther, dem AGIS-Verlag und wird durch einen umfangreichen Dokumententeil ergänzt.
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Arno Schmidt - Mein Herz gehört dem Kopf (Neuauflage)
Arno Schmidt - Mein Herz gehört dem Kopf (Neuauflage)
Arno Schmidt Mein Herz gehört meinem Kopf Neuauflage PHYSISCHER FILM AL VE
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Frölich und Kaufmann »Und nun auf, zum Postauto!!« Briefe von Arno Schmidt. 664391
Frölich und Kaufmann »Und nun auf, zum Postauto!!« Briefe von Arno Schmidt. 664391
Überraschend offen äußert sich der einzelgängerische Autor seinen wenigen Freunden gegenüber, spitz und oftmals geradezu maliziös sind seine Formulierungen, wenn er sich etwa an seinen Verleger Ernst Krawehl wendet. Doch welchen Ton er auch anschlägt, immer schon wusste er um sein »großes Talent, Briefe zu schreiben«. Mehr als 150 Briefe Arno Schmidts versammelt dieser Band, die meisten davon bislang unpubliziert. Unter den Empfängern finden sich Mutter und Schwester, Kriegs- und Schulkameraden, Verleger und Autoren. Die Korrespondenz gibt pointiert formulierte Einblicke in den entbehrungsreichen und ungeheuer disziplinierten Alltag und dient dabei immer auch der Selbstvergewisserung als Schriftsteller: Arno Schmidt erzählt in seinen Briefen anschaulich und witzig vom Leben und vom Schreiben.
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Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Supplemente, Belletristik von Arno Schmidt
Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Supplemente, Belletristik von Arno Schmidt
Die Bargfelder Ausgabe. Supplemente bietet einen tiefen Einblick in das Werk und die Persönlichkeit von Arno Schmidt. Diese Edition umfasst eine DVD mit drei Fernseh-Interviews, in denen Schmidt seine Schreibtechnik und sein Verhältnis zu Karl May erläutert. Darüber hinaus enthält sie über fünf Stunden Tonmaterial, in dem Schmidt als herausragender Vorleser seiner eigenen Erzählungen und Essays zu hören ist. Ein Radiovortrag, in dem er unterhaltsam über sein Hauptwerk Zettel's Traum spricht, ergänzt das Angebot. Private Mitschnitte von Gesprächen des Ehepaars Schmidt mit dem Spiegel-Redakteur Gunnar Ortlepp geben Einblicke in die häusliche Atmosphäre im Bargfelder Refugium. Ein Ergänzungsband versammelt alle Zeitungsinterviews und Umfragen sowie die Abschriften der Fernseh- und Rundfunkinterviews. Diese Medien-Edition zeigt, wie sich der Solipsist in der Heide in der Öffentlichkeit darstellen wollte.
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Julia, laß das!: Arno Schmidts Zettelkasten zu Julia, oder die Gemälde
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Suhrkamp Arno Schmidts Zettel's Traum. Ein Lesebuch A1057875136
Suhrkamp Arno Schmidts Zettel's Traum. Ein Lesebuch A1057875136
1970 erschien Arno Schmidts lang erwartetes Hauptwerk Zettel’s Traum . Leser staunten – das Buch hatte über 1300 Seiten im DIN-A3-Format, wog 10 Kilo und war eine Reproduktion von Schmidts Schreibmaschinen-Skript mit handschriftlichen Korrekturen und Einfügungen. Eine unorthodoxe Zeichensetzung und die Abkehr von allen Rechtschreibregeln verstärkten den Eindruck, dass Zettel’s Traum ein unlesbares Buch sei. Trotzdem (oder gerade deswegen) wurde es bald ein Kultbuch und verkaufte sich in fünfzig Jahren etwa 25.000 Mal. Wie viele dieser Exemplare tatsächlich gelesen worden sind, weiß freilich niemand. Das Lesebuch zu Arno Schmidts Zettel's Traum stellt einzelne Szenen aus dem großen Werk zusammen, das halb Roman, halb literarischer Essay zu Werk und Leben Edgar Allan Poes ist. In Gesprächen und »längeren Gedankenspielen« der Protagonisten wird die Vielfalt der sprachlichen Töne von Zettel’s Traum sichtbar. Es geht um gegenseitige Zuneigungen und wechselseitige Spannungen, um verräterische Träume und unterdrückte Wünsche. Um dem Erstleser den Einstieg zu erleichtern, wurden die Aufteilung in drei Spalten und die zahllosen Marginalien bei dieser Auswahl weggelassen. Sie versammelt Kostproben für neugierige Leser, die sich an das Original bislang nicht herangetraut haben.
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Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1000390170
Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1000390170
Am Beginn der fast ein Vierteljahrhundert währenden Freundschaft mit dem Maler Eberhard Schlotter stand eine spontane Hilfsaktion. Als Schmidt anläßlich seiner Erzählung Seelandschaft mit Pocahontas 1955 wegen »Gotteslästerung und Pornographie« angeklagt wurde, suchte Schlotter den Kontakt und organisierte den Umzug der Schmidts nach Darmstadt, um sie dem erzkonservativen Gerichtsbezirk Trier - die Schmidts wohnten damals in Kastel bei Saarburg - zu entziehen. Mit leichter Hand wirft Schmidt in seinen Briefen an Schlotter launige Tableaux aufs Papier, die seine spröde Schreibtischexistenz in immer neuer Beleuchtung zeigen. Freilich überwiegt auch in diesem Gespräch am Ende die Verbitterung der beiden widerständigen Künstler über die kulturelle Ignoranz ihrer Zeit.
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Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1000919127
Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1000919127
Arno Schmidt bemerkte einmal, er sei ein "fauler" Briefschreiber: "meine näheren Bekannten – denn ich habe deren tatsächlich – wissen das, & harren in Geduld. (Und der schönste ‹Brief›, den ein Autor versenden kann, ist & bleibt ja doch wohl das ‹Neue Buch›. –)" Diese Selbsteinschätzung paßt zwar zu dem öffentlichen Vorurteil über den "Solipsist in der Heide", ist aber nur die halbe Wahrheit, wie der vierte Band der Arno-Schmidt-Briefausgabe beweist. Die komplett dargebotenen Korrespondenzen Schmidts mit Böll, Deschner, Döblin, Edschmid, Hesse, Jahnn, Kreuder, Rühmkorf, Stefl, Steinberg und Martin Walser (nebst einer Fülle von Einzelbriefen) zeigen Schmidt als einen Autor, der aus einer selbstgewählten Randposition sehr wohl die Mechanismen des Literaturbetriebs auf seine Weise zu bedienen wußte. Der ausführliche Kommentar des Kölner Literaturwissenschaftlers Gregor Strick macht den Band zu einem Kompendium bundesrepublikanischer Literaturgeschichte, das weit über den Kreis der Schmidt-Leser hinaus Beachtung finden wird.
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Frölich und Kaufmann Arno Schmidt. Tagebücher der Jahre 1957-62. 15021670
Frölich und Kaufmann Arno Schmidt. Tagebücher der Jahre 1957-62. 15021670
Das einzige erhaltene Tagesnotizbuch Arno Schmidts erstmals vollständig veröffentlicht. Mit mehr als 300 Fotografien »Ich also pflege mir, alle 4, 5 Jahre, ein fertiges »Tagesnotizbuch« zu kaufen [...] Format 11 mal 30; wo jeglicher Tag seine Seite hat; 34 Zeilen von 10 Zentimeter Länge. Aus der Dauer der Benützungszeit ergibt sich, daß auf jeden Tag durchschnittlich 6-8 Kurzzeilen entfallen; und das hier zuständige Gesetz lautet : je länger die Eintragung, desto wertloser der Tag.« (Arno Schmidt) Nur eines dieser Tagesnotizbücher von Arno Schmidt ist überliefert und wird erstmals komplett veröffentlicht. Es umfasst mit den Jahren 1957 bis 1962 den Umzug der Schmidts von Darmstadt nach Bargfeld ebenso wie die Entstehung der Romane Die Gelehrtenrepublik und Kaff auch Mare Crisium sowie der Erzählungen aus Kühe in Halbtrauer. Literarische Arbeit, Lektüren, Korrespondenz, Finanzsorgen, der Ehe-Alltag und die Belastungen des Umzugs - alles findet sich, äußerst verknappt, im Tagebuch wieder. Die Notizen werden durch einen umfangreichen Kommentar erschlossen, der die verzeichnete Korrespondenz erläutert, die Arbeitspensen so weit wie möglich aufschlüsselt und Bezüge zum Zeitgeschehen herstellt. Ergänzt wird das Buch durch eine umfangreiche Bildauswahl aus den Fotografien von Arno und Alice Schmidt aus Darmstadt, Bargfeld und von verschiedenen Ausflügen in jenen Jahren.
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Suhrkamp Verlag Arno Schmidts Zettel's Traum. Ein Lesebuch
Suhrkamp Verlag Arno Schmidts Zettel's Traum. Ein Lesebuch
Arno Schmidts Zettel's Traum. Ein Lesebuch. Arno Schmidt. Taschenbuch.
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Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1000431271
Suhrkamp Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt A1000431271
Während der briefliche Austausch zwischen Schmidt und Andersch ausgiebig um Verlagsfragen und Veröffentlichungsstrategien kreist und einzigartige Innenansichten des Literaturbetriebs in der ära Adenauer bietet, gelingt es dem promovierten Deutschlehrer Wilhelm Michels dank seines forschen Wesens, sein Gegenüber zu ausführlichen Bekenntnissen zu verleiten. Michels half jahrelang aus mit Lebensmitteln, Geld und Büchern. Die Briefe sind Dokument einer Freundschaft zwischen Mäzen und Literat, die von Verletzung und schließlichem Bruch jedoch nicht verschont geblieben ist.
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GRIN Arno Schmidts Kursbestimmung in den 50er Jahren A1005114648
GRIN Arno Schmidts Kursbestimmung in den 50er Jahren A1005114648
Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Freie Universität Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Roman "Das steinerne Herz" birgt auch noch rund fünfzig Jahre nach der Erstveröffentlichung eine innovative Kraft, die die Lektüre faszinierend macht. Dem Autor gelingt eine anschauliche Darstellung des Zeitgeschehens der 50er Jahre, die den ironisierenden Untertitel "historischer Roman" voll gerechtfertigt erscheinen läßt. Die Arbeit nähert sich dem Roman von zwei Seiten: Erstens werden Schmidts poetologische Voraussetzungen betrachtet. Anhand der 1955/56 erschienenen "Berechnungen" wird untersucht, wie Schmidts präzise Wirklichkeitsbeschreibung gelingt. Reinhard Baumgart schreibt, "daß Schmidts Prosa Trümmerstruktur hat", seine Kunst "Sprengkunst sein" will. Bewußtseinsvorgänge bilden die Form, die Schmidt als Vorbild seiner modifizierten Schreibweise ansieht. Mit der Formulierung der Prosagrundsätze geht die Analyse der Wahrnehmungsmodi einher; beides kann mit den Begriffen 'Diskontinuität' und 'Partikularität' beschrieben werden. In Schmidts Prosa werden alltägliche, historische und kognitive Wirklichkeitspartikel so verfugt, daß die Frage aufkommt, wie die "Bedeutung des Unbedeutenden" entsteht. Das zweite Kapitel dieser Arbeit, "Themen der Teilung", widmet sich der historisch-politischen Dimension des Romans, sowie der Teilung des Ich-Erzählers in Körper und Geist. Als Verbindendes zwischen den Teilen der Arbeit mag vielleicht die Selbstimagination Schmidts als Landvermesser/Geodät fungieren. Zum einen ist sie ganz wörtlich zu verstehen: Schmidts Erzählerfiguren treten oft nur mit einer Katasterkarte bewaffnet ihre Abenteuer an und frönen ihrer Faszination an der Weltvermessung. Neben dem Raum aber wird historische Zeit vermessen: In wissenschaftlicher Anmutung wird präzise Detailkenntnis eingestreut, und das kontinuierliche Interesse an abstrusen Fakten gibt dem diskontinuierlichen Alltag Halt. Eggers, Schmidts Ich-Erzähler, wird zum politischen Landvermesser, als er in "Das steinerne Herz" im "Jahre 1954 nach Christi" eine Reise durch das geteilte Deutschland unternimmt, die ihm Anlaß zum Systemvergleich gibt. Schmidt gelingt ein zeittypisches Bild der 50er Jahre: Das Buch ist ein "Herbarium der bundesdeutschen Nachkriegszeit". Jedoch gehört auch der Blick auf die ostdeutsche Wirklichkeit genauso zu diesem Roman wie die systemübergreifende Dimension: "Die Erfahrung der existentiellen Diskontinuität ist über die desaströsen persönlichen Erfahrungen des Autors hinaus authentisch für die Zeit."
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Frölich und Kaufmann Arno Schmidt. Brand’s Haide. Roman. 1417460
Frölich und Kaufmann Arno Schmidt. Brand’s Haide. Roman. 1417460
März 1946. In Blakendorf in der Lüneburger Heide versucht der Kriegsheimkehrer Schmidt sein Leben neu einzurichten. Er wird in eine Baracke eingewiesen, die auch zwei junge Flüchtlingsfrauen, Grete und Lore, bewohnen. Die Not ist so groß wie die Verachtung der Einheimischen für die Flüchtlinge. Gemeinsam versuchen sie, über die Runden zu kommen. Schmidt, der an einer Biografie über Fouqué arbeitet, beeindruckt die beiden Frauen, und schon bald entwickelt sich ein Liebesverhältnis mit Lore. Das Glück währt jedoch nicht lange, denn Lore nimmt das Heiratsangebot eines reichen Cousins an und emigriert nach Mexiko, um den materiellen Entbehrungen zu entfliehen.
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Frölich und Kaufmann Arno Schmidt. Kühe in Halbtrauer. 2 MP3-CDs. 1189271
Frölich und Kaufmann Arno Schmidt. Kühe in Halbtrauer. 2 MP3-CDs. 1189271
In den Ländlichen Geschichten spielt Arno Schmidt 1960 bis 1963 Themen und Situationen durch, die er kurz darauf in »Zettel’s Traum« wiederverwendet - Fingerübungen für sein Hauptwerk. Unbeschwert von der späteren Theorielast zeigt Schmidt sich hier als »Klarglaswitzbold« und »Wortmetz«, der in der Ereignislosigkeit der Heide sein Sprachfeuerwerk zündet. Zwischen pornograschem Lachkabinett und Orpheusmythos treffen sich Joyce und Karl May, Faulkner und Freud, lesbische Erinnyen und Kühe in Halbtrauer.
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Edition A. B. Fischer Arno Schmidt in Bargfeld A1000791622
Edition A. B. Fischer Arno Schmidt in Bargfeld A1000791622
Der Schriftsteller Arno Schmidt (1914– 1979) erwarb im September 1958 ein kleines Siedlungshaus in Bargfeld bei Celle. Gemeinsam mit seiner Frau Alice lebte er dort völlig isoliert und einzig interessiert an seiner Arbeit, die sich immer mehr zu einem literarischen Weltentwurf entwickelte. In seiner unverwechselbaren Diktion, die sich gegen alle Regeln der Schulgrammatik sträubte, entstand dort das Mammutwerk Zettels Traum. Als der „Meister der VerschreibKunst“ 1979 starb, übernahm eine Stiftung den Nachlaß und konnte sowohl die umfangreiche Bibliothek als auch das winzige Refugium des Autors im Originalzustand erhalten. Es ist, als sei er eben erst fortgegangen…
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Neisse Verlag James Fenimore Cooper bei Arno Schmidt A1071198649
Neisse Verlag James Fenimore Cooper bei Arno Schmidt A1071198649
Die Beziehung Arno Schmidts zu James Fenimore Cooper ist eine sehr intrikate. Schmidt hat sich sein Leben lang mit Cooper beschäftigt. Sobald er auf Cooper aufmerksam wird, liest er nach und nach alles, was er von ihm erreichen kann, er schätzt ihn, bewundert ihn, kann nicht genug von ihm bekommen, schließlich drängt es ihn zu Übersetzungen von Coopers Werken. In seiner Bibliothek stellen die Werke Coopers, nach denen Karl Mays, die größte Anzahl dar, was sicherlich der großen Produktivität der beiden Autoren geschuldet ist. Dennoch aber sagt dies auch etwas über die Vorlieben Schmidts aus. Schmidt führt an verschiedenen Stellen selbst eine Reihe von europäischen Zeitgenossen Coopers an, die ihn schätzten und aufs höchste priesen. Cooper war zu seiner Zeit ein viel gelesener Autor, ein Star in der Leserschaft und ein Garant für guten Umsatz in der Verlegerwelt. Davon zeugen die vielen unterschiedlichen Einzelausgaben verschiedener seiner Werke, die während Coopers Lebenszeit nahezu zeitgleich in unterschiedlichen deutschen Verlagen erschienen waren. In Deutschland hat aber bereits 1845 ein gewisser Franz Hoffmann eine einbändige Ausgabe der von ihm sogenannten Lederstrumpf-Erzählungen herausgebracht. Coopers ursprünglich fünf eigenständige Romane (The Pioneers, 1823; The Last of the Mohicans, 1826; The Prairie, 1828; The Pathfinder 1840, The Deerslayer, 1841), sind in dieser „für die Jugend“ gekürzten Ausgabe auf ein Fünftel ihres ursprünglichen Umfanges zusammengestrichen. Damit sind sämtliche Ausführungen des Autors in diesen Romanen in Bezug auf Gesellschaft, Geschichte, Politik, Natur, Religion, etc. vollständig unterschlagen oder höchstens verstümmelt wiedergegeben. Diese Ausgaben können nicht als Übersetzungen der ursprünglichen Werke angesehen werden. Da zudem seit 1845 bis 1970 in Deutschland ca. 80 verschiedene solcher gekürzten Versionen erschienen und vertrieben wurden, ist es nicht verwunderlich, dass das umfangreiche und vielfältige Werk Coopers in Deutschland bisher kaum zur Kenntnis genommen worden und er bis heute, im Kreis der großen Leserschaft, auf den Verfasser der – verstümmelten – Lederstrumpf-Romane reduziert und als Autor sowie als Mensch weitgehend unbekannt geblieben ist. Arno Schmidt war sich der Tatsache der Reduktion Coopers auf einen Jugendbuchautor früh bewusst, er hat mit seinen Arbeiten zu und über Cooper und mit seinen eigenen Cooper-Übersetzungen genau diesem Umstand abhelfen wollen, was er mehrfach ausgesprochen hat. Er hat den amerikanischen Autor in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren hoch geschätzt, er bezeichnet ihn mehrfach als „großen Mann“ und vermeldet seiner Leserschaft in verschiedenen seiner frühen Werken jeweils den Fortschritt seiner Cooper-Lektüre, um die er sich intensiv bemüht. Cooper-Bezüge tauchen in vielen seiner Werke wie etwa in Brand‘s Haide, Schwarze Spiegel, Aus dem Leben eines Fauns, Seelandschaft mit Pocahontas oder in Die Gelehrtenrepublik immer wieder auf. Seine Cooper-Kenntnisse bilden beständig Füll- und Anschauungsmaterial in den kleineren Arbeiten Schmidts, den sogenannten Brotarbeiten. Einen Anlass zu meiner Arbeit bildete zunächst die (erneute) Lektüre des Nachwortes zu Coopers Conanchet. Darin wird herzlich wenig über Coopers Leben in dem Abschnitt Biogramm ausgeführt und es sind nur rudimentäre Aussagen über Coopers sieben Jahre dauernde Europareise im gleichnamigen Abschnitt vorhanden. Von Coopers verbleibenden Lebensjahren nach der Rückkehr aus Europa wird gar nichts berichtet. In den Folgeabschnitten zeigen sich argumentative Wiederholungen und Cooper wird nicht mehr als „großer Mann“ tituliert. Einerseits wird er in vielerlei Hinsichten gerühmt, andererseits aber geht Schmidt mit dem amerikanischen Kollegen nicht gerade freundlich um. Er kritisiert dessen schriftstellerische Fähigkeiten und Möglichkeiten, bemängelt das „Personal“ von Coopers Romanen und dessen Stil insgesamt. Er wirft ihm vor, kein Dichter zu sein, reiht in ein in eine „mindere“
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Neisse Verlag James Fenimore Cooper bei Arno Schmidt A1071672013
Neisse Verlag James Fenimore Cooper bei Arno Schmidt A1071672013
Die Beziehung Arno Schmidts zu James Fenimore Cooper ist eine sehr intrikate. Schmidt hat sich sein Leben lang mit Cooper beschäftigt. Sobald er auf Cooper aufmerksam wird, liest er nach und nach alles, was er von ihm erreichen kann, er schätzt ihn, bewundert ihn, kann nicht genug von ihm bekommen, schließlich drängt es ihn zu Übersetzungen von Coopers Werken. In seiner Bibliothek stellen die Werke Coopers, nach denen Karl Mays, die größte Anzahl dar, was sicherlich der großen Produktivität der beiden Autoren geschuldet ist. Dennoch aber sagt dies auch etwas über die Vorlieben Schmidts aus. Schmidt führt an verschiedenen Stellen selbst eine Reihe von europäischen Zeitgenossen Coopers an, die ihn schätzten und aufs höchste priesen. Cooper war zu seiner Zeit ein viel gelesener Autor, ein Star in der Leserschaft und ein Garant für guten Umsatz in der Verlegerwelt. Davon zeugen die vielen unterschiedlichen Einzelausgaben verschiedener seiner Werke, die während Coopers Lebenszeit nahezu zeitgleich in unterschiedlichen deutschen Verlagen erschienen waren. In Deutschland hat aber bereits 1845 ein gewisser Franz Hoffmann eine einbändige Ausgabe der von ihm sogenannten Lederstrumpf-Erzählungen herausgebracht. Coopers ursprünglich fünf eigenständige Romane (The Pioneers, 1823; The Last of the Mohicans, 1826; The Prairie, 1828; The Pathfinder 1840, The Deerslayer, 1841), sind in dieser „für die Jugend“ gekürzten Ausgabe auf ein Fünftel ihres ursprünglichen Umfanges zusammengestrichen. Damit sind sämtliche Ausführungen des Autors in diesen Romanen in Bezug auf Gesellschaft, Geschichte, Politik, Natur, Religion, etc. vollständig unterschlagen oder höchstens verstümmelt wiedergegeben. Diese Ausgaben können nicht als Übersetzungen der ursprünglichen Werke angesehen werden. Da zudem seit 1845 bis 1970 in Deutschland ca. 80 verschiedene solcher gekürzten Versionen erschienen und vertrieben wurden, ist es nicht verwunderlich, dass das umfangreiche und vielfältige Werk Coopers in Deutschland bisher kaum zur Kenntnis genommen worden und er bis heute, im Kreis der großen Leserschaft, auf den Verfasser der – verstümmelten – Lederstrumpf-Romane reduziert und als Autor sowie als Mensch weitgehend unbekannt geblieben ist. Arno Schmidt war sich der Tatsache der Reduktion Coopers auf einen Jugendbuchautor früh bewusst, er hat mit seinen Arbeiten zu und über Cooper und mit seinen eigenen Cooper-Übersetzungen genau diesem Umstand abhelfen wollen, was er mehrfach ausgesprochen hat. Er hat den amerikanischen Autor in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren hoch geschätzt, er bezeichnet ihn mehrfach als „großen Mann“ und vermeldet seiner Leserschaft in verschiedenen seiner frühen Werken jeweils den Fortschritt seiner Cooper-Lektüre, um die er sich intensiv bemüht. Cooper-Bezüge tauchen in vielen seiner Werke wie etwa in Brand‘s Haide, Schwarze Spiegel, Aus dem Leben eines Fauns, Seelandschaft mit Pocahontas oder in Die Gelehrtenrepublik immer wieder auf. Seine Cooper-Kenntnisse bilden beständig Füll- und Anschauungsmaterial in den kleineren Arbeiten Schmidts, den sogenannten Brotarbeiten. Einen Anlass zu meiner Arbeit bildete zunächst die (erneute) Lektüre des Nachwortes zu Coopers Conanchet. Darin wird herzlich wenig über Coopers Leben in dem Abschnitt Biogramm ausgeführt und es sind nur rudimentäre Aussagen über Coopers sieben Jahre dauernde Europareise im gleichnamigen Abschnitt vorhanden. Von Coopers verbleibenden Lebensjahren nach der Rückkehr aus Europa wird gar nichts berichtet. In den Folgeabschnitten zeigen sich argumentative Wiederholungen und Cooper wird nicht mehr als „großer Mann“ tituliert. Einerseits wird er in vielerlei Hinsichten gerühmt, andererseits aber geht Schmidt mit dem amerikanischen Kollegen nicht gerade freundlich um. Er kritisiert dessen schriftstellerische Fähigkeiten und Möglichkeiten, bemängelt das „Personal“ von Coopers Romanen und dessen Stil insgesamt. Er wirft ihm vor, kein Dichter zu sein, reiht in ein in eine „mindere“
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Arno-Schmidt-Handbuch (De Gruyter Reference)
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Wallstein Arno Schmidt und das 18. Jahrhundert, Fachbücher von Hans-Edwin Friedrich
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Der Zeitraum von der Frühaufklärung bis zur Romantik bildet einen Schwerpunkt in Arno Schmidts Radio-Essays und Brotarbeiten. In seinen Werken ist ein vielfältiges Spektrum von Verarbeitungsweisen auszumachen, von der einfachen Reminiszenz bis zur Einarbeitung in die Textur. Wie kein anderer Autor hat Schmidt durch seine Entdeckungen der Erforschung und Rezeption des 18. Jahrhunderts wichtige Impulse gegeben.
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Edition text + kritik Arno Schmidt - "Zettel's Traum" A1057039974
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Best of Bargfelder Bote: die besten und zentralsten Aufsätze aus fünf Jahrzehnten Dechiffrierarbeit zu Arno Schmidts Kultroman "Zettel’s Traum".Vor 50 Jahren erschien Arno Schmidts "Zettel’s Traum", das wohl spektakulärste literarische Werk der deutschen Literatur in der zweiten Jahrhunderthälfte: 1330 Seiten im Großformat DIN A3, gedruckt als Faksimile des vom Autor hergestellten dreispaltigen Maschinenskriptes. Trotz des hohen Verkaufspreises war das Großbuch binnen weniger Wochen vergriffen und das Medienecho enorm. Arno Schmidt, zuvor nur von einem begrenzten Kreis gelesen, avancierte zum international rezipierten Kultautor. Die nicht nur dem Umfang geschuldeten Schwierigkeiten der Lektüre führten bald zur Gründung der Zeitschrift "Bargfelder Bote", die sich zunächst vornehmlich der Entschlüsselung schwer verständlicher Textdetails in "Zettel’s Traum" und anderen Texten Schmidts widmete, bald aber auch längere Arbeiten druckte: Quellenstudien, Interpretationen und andere Aufsätze. Dieser Band versammelt solche Arbeiten aus den Jahren 1974 bis 2017 zu "Zettel’s Traum".
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